02.10.2009

Ein Jahr Düsseldorfer Erklärung
In gemeinsamer Verantwortung für den Tierschutz und für die Erzeugung
von einwandfreiem Schweinefleisch haben alle Wirtschaftsbeteiligten vor
einem Jahr mit der
Düsseldorfer Erklärung
das Ziel formuliert, künftig auf die traditionelle Kastration von
Ferkeln zu verzichten, ohne die Qualität des Fleisches zu gefährden. Um
die Voraussetzungen für eine Umstellung zu erfüllen, wurde in
QS eine Koordinierungsplattform
eingerichtet, in der auftragsgemäß der Forschungs- und
Entwicklungsbedarf systematisch zusammengetragen und koordiniert wurde.
Mit Hochdruck werden Lösungen in den Bereichen Geruchsdetektion,
Tierhaltung und
Züchtung
sowie Verarbeitung und Vermarktung gesucht. Bis dahin wird an der
Vereinbarung zur Kastration mit Schmerzbehandlung festgehalten.
Die bisherigen Erfahrung und Praxistests lassen unter Berücksichtigung des Verbraucher- und Tierschutzes einen Verzicht auf die Kastration auf breiter Basis derzeit nicht zu. Sie machen aber Hoffnung, dass das anvisierte Ziel in wenigen Jahren erreicht werden kann. Die Praxistests werden geordnet mit wissenschaftlicher Begleitung durchgeführt. Um diese Entwicklung nicht zu gefährden, dürfen die Tests zum Kastrationsverzicht nicht als Wettbewerbsargument in der Vermarktung von Frischfleisch missbraucht werden. Von den Marktbeteiligten wird betont, dass eine getrennt geschlechtliche Vermarktung von Schweinefleisch dem Tierschutz nicht dient. Nur ein gemeinsames Vorgehen zum generellen Ausstieg aus der Kastration wird der Verantwortung für den Verbraucher- und Tierschutz gerecht. (ZDS)
Presse...