EU-Informationen

26.04.2017

Bericht zur Lumpy Skin Disease der EFSA

Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) hat am 20. April 2017 einen Wissenschaftlichen Bericht zur Lumpy Skin Disease (LSD) veröffentlicht. In dieser epidemiologischen Analyse der zeitlichen und räumlichen Ausbreitung der Tierseuche in Südosteuropa und der damit in Zusammenhang stehenden Risikofaktoren kommen die Wissenschaftler zu der Schlussfolgerung, dass die Massenimpfung von Rindern in der betroffenen Region in den Jahren 2015 und 2016 die Ausbrüche der Lumpy-Skin-Krankheit erfolgreich eingedämmt hat.

Quelle: ADT Brüssel

12.04.2017

Deutschland bald vollständig frei von BHV-1

Der Ständige Ausschuss für Pflanzen, Tiere sowie Lebens- und Futtermittel (SCoPAFF) hat am 6. April 2017 wie erwartet Deutschland als frei von BHV-1 anerkannt. Zuvor hatte die deutsche Delegation ausreichende Belege vorgestellt, aus denen hervorging, dass nun auch die Regierungsbezirke Köln und Düsseldorf frei sind. Deutschland ist damit nach Österreich, Dänemark, Schweden und Finnland der fünfte Mitgliedstaat, der mit seinem ganzen Hoheitsgebiet den so genannten Artikel 10-Status zuerteilt bekommt.

Quelle: ADT Brüssel

11.04.2017

Afrikanische Schweinepest breitet sich Bericht zufolge langsam aus

Die Afrikanische Schweinepest breitet sich in den baltischen Staaten und Polen langsam aus; das geht aus den neuesten epidemiologischen Daten hervor, die von den betreffenden Mitgliedstaaten und der EFSA ausgewertet wurden.

Quelle: EFSA

29.03.2017

BHV-1: Abstimmung in Brüssel nun doch im April

Der Ständige Ausschuss für Pflanzen, Tiere, Lebens- und Futtermittel (SCoPAFF) wird auf seiner kommenden Sitzung am 6. und 7. April 2017 nun doch über einen Durchführungsbeschluss der Kommission abstimmen, mit dem ganz Deutschland den Artikel 10-Status hinsichtlich des BHV-1 erhält.

Dem zuständigen Referat für Tiergesundheit und Tierschutz ist es gelungen, das Verfahren für die beiden verbliebenen Anträge auf BHV-1 Freiheit für die Regierungsbezirke Köln und Düsseldorf entscheidend zu beschleunigen. Ursprünglich war davon auszugehen, dass das nächste Paket mit den Erteilungen des seuchenfreien Status erst im Mai auf die Tagesordnung kommt. Von der schnelleren Entscheidung profitieren auch Italien und Polen, wo verschiedene Regionen künftig als frei von Rindertuberkulose, Leukose bzw. der Auejszky-Krankheit gelten.

Quelle: ADT Brüssel

21.03.2017

EU-Unterstützung für Milchbauern zeigt Wirkung

Die EU-Maßnahmen zur Unterstützung der Milchbauern greifen. Fast 44.000 Landwirte in der gesamten EU, darunter über 8.700 aus Deutschland, haben zwischen Oktober und Dezember 2016 EU-Unterstützung zur Drosselung der Milchproduktion genutzt. Sie haben ihre Milchproduktion in diesem Zeitraum um fast 852.000 Tonnen gesenkt (Deutschland: 233.511 Tonnen). Der Anreiz zur Verringerung der Milcherzeugung ist ein Instrument, das vorher nie genutzt wurde, das aber ein klarer Erfolg ist, erklärte Landwirtschaftskommissar Phil Hogan. Die Milchpreise hätten sich langsam, aber erkennbar erholt. Die Durchschnittsauszahlungspreise für Milch sind seit dem letzten Sommer um 31 Prozent gestiegen, auf 33,7 Cent / Kilogramm im Februar. Landwirte erhalten im Rahmen des Unterstützungsprogrammes für jedes Kilogramm Milch, das nicht produziert wird, eine Ausgleichszahlung von 14 Cent. Dafür hat die Kommission 150 Mio. Euro zur Verfügung gestellt, die Teil eines insgesamt 500 Mio. Euro umfassenden Hilfspakets sind. Die Kommission hatte dieses im Juli 2016 vorgestellt. Sie reagierte damit auf die fortdauernden Marktschwierigkeiten, insbesondere auf dem Milchmarkt. Seit September 2015 wurde auf EU-Ebene insgesamt Unterstützung in Höhe von 1 Mrd. Euro für den Milchsektor mobilisiert.

Quelle: EU-Kommission

10.03.2017

Blauzungenkrankheit: EFSA bewertet Bekämpfungsmaßnahmen

Massenimpfprogramme mit einer Dauer von mindestens fünf Jahren in Kombination mit verbesserten Systemen zur kontinuierlichen Überwachung wären die einzigen wirksamen Maßnahmen zur Tilgung der Blauzungenkrankheit in Europa, so die Schlussfolgerung der EFSA. Die Ausrottung der Blauzungenkrankheit ist sehr schwierig – hierzu müssten 95% der anfälligen Rinder und Schafe mindestens fünf Jahre in Folge geimpft werden, so die Schlussfolgerung der Sachverständigen. Im Anschluss an solche Massenimpfkampagnen wären sensible Überwachungssysteme erforderlich, die selbst eine geringe Virusprävalenz – von weniger als 1% der Tiere in einem überwachten Gebiet – erfassen können. Ansonsten könnte die Krankheit einige Jahre nach Abschluss der Impfkampagne wieder auftauchen. Überwachungssysteme sollten von Fall zu Fall eingerichtet werden, wobei diverse Aspekte zu berücksichtigen sind, wie etwa das zu überwachende geografische Gebiet und die epidemiologische Phase der Krankheit.

Quelle: efsa

10.02.2017

EU-BUDGET 2017: 150 MIO. € GEGEN TIERSEUCHEN

Die Europäische Kommission wird 2017 insgesamt 150 Mio. € für die ein- oder mehrjährigen Programme der Mitgliedstaaten zur Tilgung, Bekämpfung und Überwachung bestimmter Tierseuchen zur Verfügung stellen. Von den 133 eingereichten Programmen wurden 131 Programme aus 28 Mitgliedstaaten genehmigt.

Quelle:  ADT-Brüssel

01.02.2017

EFSA überträgt offene wissenschaftliche Sitzungen 2017 als Livestream

Die EFSA erhöht ihre Transparenz gegenüber Interessengruppen, indem sie ab sofort die offenen Sitzungen ihrer Wissenschaftlichen Gremien als Livestream überträgt. Dies soll einer größeren Zahl an Beobachtern die Möglichkeit geben, an diesen – auch aus der Ferne – teilzunehmen. Außerdem wird es möglich sein, den Wissenschaftlern der EFSA online Fragen zu stellen.

Quelle: EFSA

01.02.2017

EFSA und EMA haben EU-Maßnahmen zur Reduktion des Antibiotikaeinsatzes bei Tieren untersucht

Für die EFSA ist es unabdingbar, den Einsatz von Antibiotika bei Lebensmittel liefernden Tieren zu verringern, diese Mittel soweit wie möglich zu vermeiden und die Nutztierhaltung völlig neu zu überdenken.

Sachverständige der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) und der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA) haben sich mit den Maßnahmen befasst, die in der Europäischen Union (EU) unternommen werden, um den Antibiotikaeinsatz bei Tieren zu verringern, und kommen zu dem Schluss, dass es keine Patentlösung gibt. Erfolgreiche Strategien verfolgen einen integrierten, mehrdimensionalen Ansatz, der die lokalen Tierhaltungssysteme berücksichtigt und alle maßgeblichen Akteure mit einbezieht – von den Regierungen bis hin zu den Landwirten.

Quelle: EFSA

18.01.2017

EU-Information

Im Amtsblatt der EU ist die Delegierte Verordnung 2017/67 der Kommission mit Bestimmungen für die Verwaltung der Ausgaben in Bereichen wie Tiergesundheit und Tierschutz durch Ergänzung der Liste der in jenem Anhang aufgeführten Tierseuchen und Zoonosen veröffentlicht worden. Damit gehört LSD zu den Tierseuchen, deren Bekämpfung gefördert werden kann. Bereits Anfang November letzten Jahres hatte die Brüsseler Behörde beschlossen, die Pest der kleinen Wiederkäuer, Schafpocken, Ziegenpocken und Dermatitis nodularis (Lumpy Skin Disease) in die Liste der Tierseuchen und Zoonosen in Anhang II der Verordnung (EU) Nr. 652/2014 (Bestimmungen für die Verwaltung der Veterinärausgaben) aufzunehmen. Damit haben die Mitgliedstaaten ab sofort die Möglichkeit, geeignete jährliche oder mehrjährige Überwachungsprogramme zur Früherkennung der genannten Seuchen durchzuführen, die von der EU kofinanziert werden.

Bisher waren die genannten Tierseuchen lediglich in Anhang I der VO gelistet, d. h. es konnten nur Sofortmaßnahmen (emergency measures) bezahlt werden.

Quelle: ADT Brüssel

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