EU-Informationen

18.10.2017

Haustiere mehr Wert als Nutztiere?

Europas Verbraucher sehen bei Haustieren einen höheren Anspruch auf medizinische Versorgung als bei Nutztieren. Das geht aus einer Umfrage mit rund 6000 Bürgern aus sechs EU-Ländern hervor. Demnach sagen 65 % der Bürger, dass Haustiere denselben Anspruch auf die Behandlung mit Medikamenten haben wie Menschen. Nutztieren stehen hingegen nur 59 % der Befragten denselben Anspruch zu. Noch größer ist der Unterschied bei den Impfungen. Diese halten 65 % der Bürger bei Haustieren für angemessen. Bei Nutztieren stimmen nur noch 54 % zu. Die Vorbehalte gegenüber der Nutztiermedizin zeigen sich vor allem bei den Antibiotika. So glaubt fast die Hälfte der Befragten (46 %) Nutztiere würden routinemäßig Antibiotika auch erhalten, wenn sie nicht krank sind. Insgeamt wissen oder glauben fast drei Viertel der Befragten (71%) nicht, dass die Behandlung kranker Nutztiere hilft, Lebensmittel sicherer zu machen.
Fazit: Es ist dringend notwendig, das Wissen der Menschen über Tierarzneimittel und Impfstoffe zu verbessern. Hierzu sind auch fachlich fundierte und korrekt geschlussfolgerte Berichte in den Medien notwendig.

Quelle: sus online

08.08.2017

EU-Projekt GenTORE mit Beteiligung der LfL bewilligt

Die landwirtschaftliche Tierhaltung steht vor großen Herausforderungen. Gesellschaft und Politik drängen auf naturnähere Haltungsverfahren, gleichzeitig ändern sich Umweltbedingungen, vor allem durch den Klimawandel. Das Projekt GenTORE – das Kürzel steht für Genomic Tools to Optimize Resilience and Efficiency in European Cattle – leistet einen Beitrag, die Nachhaltigkeit in der Rinderhaltung zu erhöhen.

Quelle: LfL

22.06.2017

Europäischer Gerichtshof stärkt Bezeichnungsschutz für Milch

Der Europäische Gerichtshof (EuGH) hat am 14. Juni 2017 auf ein Vorabentscheidungsersuchen des Landgerichts Trier zum Bezeichnungsschutz für Milch und Milchprodukte nach der Verordnung über eine Gemeinsame Marktorganisation für landwirtschaftliche Erzeugnisse eine wegweisende Entscheidung getroffen. Bezeichnungen wie Milch, Butter, Käse etc. sind auch weiterhin ausschließlich den entsprechenden Milchprodukten vorbehalten.

Quelle: EuGH

09.06.2017

Österreich: Novelle der 1. Tierhaltungsverordnung bringt Verbesserungen für Nutztiere

Nach mehr als zweijährigen Verhandlungen wurde nun die Novelle der 1. Tierhaltungsverordnung veröffentlicht - der Großteil der Änderungen wird mit 1. Oktober 2017 in Kraft treten.

Vorrangiges Ziel der 1. Tierhaltungsverordnung sind Verbesserungen bei Eingriffen bei Nutztieren. Derartige Eingriffe dürfen ab in Kraft treten nur mehr unter Schmerzminderung, Schmerzausschaltung bzw. Betäubung durchgeführt werden. Gleichzeitig wurden verschiedene Anpassungen und Klarstellungen in anderen Bereichen des Tierschutzes vorgenommen.

Quelle: BMGF

02.06.2017

EFSA-Gutachten: Föten empfinden bei der Schlachtung des Muttertieres auf Grund schmerzhemmender Mechanismen im Körper keinen Schmerz

Sachverständige der EFSA untersuchen Fragen rund um die Schlachtung von trächtigen Nutztieren in Europa.

Das Gremium der EFSA für Tiergesundheit und Tierschutz bewertete zunächst, ob und wann Föten verschiedener Nutztierarten Schmerzen empfinden. Die geschätzte Wahrscheinlichkeit, dass Tierföten während des letzten Drittels der Trächtigkeit Schmerzen empfinden, wird in den beiden folgenden Szenarien beschrieben:

Das wahrscheinlichste Szenario (mit 66-99% Wahrscheinlichkeit) ist, dass Tiere während des letzten Trächtigkeitsdrittels keine Schmerzen empfinden. Zurückzuführen ist dies  hauptsächlich auf neuronale Mechanismen im Gehirn, die das Schmerzempfinden hemmen; einen niedrigen Sauerstoffgehalt im fetalen System; sowie den Umstand, dass die Föten sich für einen Großteil der Trächtigkeit in einem Schlafzustand befinden.

Nach dem unwahrscheinlichsten Szenario (1-33% Wahrscheinlichkeit) empfinden die Tiere Schmerzen. Dies beruht auf einer möglichen Interpretation der im Gehirn der Föten  nachgewiesenen elektrischen Aktivität und ihrer Fähigkeit, auf externe Reize zu reagieren.

Erfahren Sie mehr in der Zusammenfassung der wichtigsten Ergebnisse

Quelle: EFSA

02.06.2017

OIE Generalversammlung

Am 23. Mai 2017 hat die 85. Generalversammlung der Weltorganisation für Tiergesundheit (OIE) eine Globale Tierschutzstrategie angenommen. Außerdem wurde eine Resolution zum Tierschutz verabschiedet.

Quelle: ADT Brüssel

26.04.2017

Bericht zur Lumpy Skin Disease der EFSA

Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) hat am 20. April 2017 einen Wissenschaftlichen Bericht zur Lumpy Skin Disease (LSD) veröffentlicht. In dieser epidemiologischen Analyse der zeitlichen und räumlichen Ausbreitung der Tierseuche in Südosteuropa und der damit in Zusammenhang stehenden Risikofaktoren kommen die Wissenschaftler zu der Schlussfolgerung, dass die Massenimpfung von Rindern in der betroffenen Region in den Jahren 2015 und 2016 die Ausbrüche der Lumpy-Skin-Krankheit erfolgreich eingedämmt hat.

Quelle: ADT Brüssel

12.04.2017

Deutschland bald vollständig frei von BHV-1

Der Ständige Ausschuss für Pflanzen, Tiere sowie Lebens- und Futtermittel (SCoPAFF) hat am 6. April 2017 wie erwartet Deutschland als frei von BHV-1 anerkannt. Zuvor hatte die deutsche Delegation ausreichende Belege vorgestellt, aus denen hervorging, dass nun auch die Regierungsbezirke Köln und Düsseldorf frei sind. Deutschland ist damit nach Österreich, Dänemark, Schweden und Finnland der fünfte Mitgliedstaat, der mit seinem ganzen Hoheitsgebiet den so genannten Artikel 10-Status zuerteilt bekommt.

Quelle: ADT Brüssel

11.04.2017

Afrikanische Schweinepest breitet sich Bericht zufolge langsam aus

Die Afrikanische Schweinepest breitet sich in den baltischen Staaten und Polen langsam aus; das geht aus den neuesten epidemiologischen Daten hervor, die von den betreffenden Mitgliedstaaten und der EFSA ausgewertet wurden.

Quelle: EFSA

29.03.2017

BHV-1: Abstimmung in Brüssel nun doch im April

Der Ständige Ausschuss für Pflanzen, Tiere, Lebens- und Futtermittel (SCoPAFF) wird auf seiner kommenden Sitzung am 6. und 7. April 2017 nun doch über einen Durchführungsbeschluss der Kommission abstimmen, mit dem ganz Deutschland den Artikel 10-Status hinsichtlich des BHV-1 erhält.

Dem zuständigen Referat für Tiergesundheit und Tierschutz ist es gelungen, das Verfahren für die beiden verbliebenen Anträge auf BHV-1 Freiheit für die Regierungsbezirke Köln und Düsseldorf entscheidend zu beschleunigen. Ursprünglich war davon auszugehen, dass das nächste Paket mit den Erteilungen des seuchenfreien Status erst im Mai auf die Tagesordnung kommt. Von der schnelleren Entscheidung profitieren auch Italien und Polen, wo verschiedene Regionen künftig als frei von Rindertuberkulose, Leukose bzw. der Auejszky-Krankheit gelten.

Quelle: ADT Brüssel

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