Die Europäische Kommission hat weitere Millionenbeträge zur Förderung des Absatzes landwirtschaftlicher Erzeugnisse in der Europäischen Union und in Drittländern genehmigt. Wie die Behörde mitteilte, werden die Aktionen innerhalb von drei Jahren mit 35,9 Mio Euro aus dem EU-Haushalt bezuschusst. Die Antragsteller müssen die erhaltenen Beihilfen mit wenigstens dem gleichen Betrag aufstocken. Während deutsche Organisationen keine Anträge einreichten und deshalb auch nicht vertreten sind, erhielten zwei Konzepte der Agrarmarkt Austria den Zuschlag.
Quelle: ADR
Die Europäische Lebensmittelbehörde EFSA hat eine gentechnisch veränderte (gv-) Sojasorte des Agrarkonzerns Monsanto begutachtet, die künftig in Europa angebaut werden soll. Zum ersten Mal hat die in Italien angesiedelte Behörde nun eine positive Stellungnahme dafür abgegeben, nachzulesen im EFSA Journal (2012, Bd. 10, S. 2753). Damit ist ein erster Schritt in Richtung Zulassung getan. Eine endgültige Entscheidung müssen nun die EU-Mitgliedsstaaten oder die EU-Kommission fällen. Ob deutsche Bauern in Zukunft tatsächlich gv-Soja anbauen, erscheint trotzdem fraglich.
Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) hat am 18. Juni 2012 die Namen der Wissenschaftler bekannt gegeben, die für die nächste dreijährige Amtszeit von 2012 bis 2015 in die wissenschaftlichen Gremien der Behörde in Parma berufen wurden. Von besonderem Interesse sind die Gremien für Tiergesundheit und Tierschutz (AHAW-Gremium) sowie für Biologische Gefahren (BIOHAZ-Gremium).
Quelle: EFSA
Die Europäische Kommission wird auf absehbare Zeit nicht vorschlagen, die Transportzeit für Schlachttiere auf acht Stunden zu begrenzen. Das hat EU-Gesundheitskommissar John Dalli vergangene Woche gegenüber dem Landwirtschaftsausschuss des Europaparlaments klargestellt. Dalli rief die Abgeordneten dazu auf, der Realität ins Auge zu schauen: Die Schlachtbranche habe sich in den vergangenen Jahrzehnten vollkommen umstrukturiert. Die Unternehmen seien enorm gewachsen und hätten sich räumlich konzentriert. Viele kleinere Schlachthöfe seien aus wirtschaftlichen Erwägungen geschlossen worden. Das führe zwangsläufig zu längeren Anfahrtszeiten.
Jetzt setzt die EU-Kommission auf bessere Schulung und Zertifizierung der Fahrer und Transportunternehmen.
Quelle: SUS
Nachdem sich die Generalversammlung der Weltorganisation für Tiergesundheit (OIE) im Jahr 2011 nicht auf Richtlinien für Tierschutz und Wohlergehen von Masthähnchen einigen konnte, ist es in diesem Jahr erstmals gelungen, Richtlinien für Tierschutz und Wohlergehen für Nutztiere festzulegen. Die Generalversammlung der OIE legte auf ihrem Treffen Ende Mai 2012 in Paris Richtlinien für Rinder fest, die für die Fleischproduktion gehalten werden. Diese beinhalten Hinweise zur Futterqualität, Zusatzbeleuchtung bei Haltung ohne Zugang zu natürlichem Licht, Liegeflächen und weiteren Themen. Richtlinien für das Wohlergehen von Tieren wurden von der OIE erstmals im Jahr 2005 festgelegt. Hier ging es aber nicht um eine spezifische Tierart oder eine Produktionsrichtung, sondern um generelle Richtlinien für den Transport von Tieren.
Quelle: Vetion
Die Mitgliedstaaten sollen über die Anwendung des elektronischen Kennzeichnungssystems (EID) bei Rindern nach wie vor frei entscheiden dürfen. Dieser Auffassung ist der Umweltausschuss im Europaparlament. Er stimmt damit einem Vorschlag der Europäischen Kommission zu, mit dem Vorschriften zur Rinderkennzeichnung aus dem Jahr 2000 überarbeitet werden sollen.
Quelle: ADR
Die Sustainable Farm Animal Breeding and Reproduction Technology Platform (FABRE-TP) hat bekannt gegeben, dass Mrs. Dawn Howard die neue Direktorin und Koordinatorin von FABRE-TP ist.
FABRE-TP, deren Sitz in Wageningen ist, beabsichtigt, in Kürze in Brüssel ein Büro zu eröffnen. Damit sollen die Beziehungen zum EU-Parlament, der EU-Kommission sowie anderen Institutionen und Organisation intensiviert werden.
Weitere Infos zu der Plattform finden Sie unter http://www.fabretp.info/Home.aspx.
Die EU-Kommission plant die strikte Nulltoleranz-Politik für nicht in der EU zugelassene gentechnisch veränderte Pflanzen zu lockern. Wie schon bei Futtermitteln sollen nun auch bei Lebensmitteln solche Beimischungen in geringfügigen Mengen toleriert werden, solange sie unterhalb der technischen Nachweisgrenze von 0,1 Prozent bleiben und als unbedenklich anzusehen sind. Das unterschiedliche Anwendungstempo bei der Grünen Gentechnik in Europa einerseits und Nord- und Südamerika andererseits stellt den transatlantischen Agrarhandel zunehmend vor Probleme.
Nähere Infos finden Sie hier
Quelle: transgen
Die Europäische Kommission dürfte im Frühjahr 2013 Rechtsvorschläge zum Umgang mit der Klontechnik bei Nutztieren vorlegen. Das geht aus Unterlagen hervor, die die Brüsseler Behörde Interessenvertretern Mitte März im zuständigen Beratungsausschuss präsentiert hat. Bis zum Jahresende soll eine Folgenabschätzung durchgeführt werden. Damit wird im jahrelangen Streit zwischen den EU-Institutionen die nächste Runde eingeläutet.
(AgE)
Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) hat am 2. April ihren zweiten Bericht zum Schmallenberg-Virus (SBV) veröffentlicht. Das Virus, das bislang in acht EU-Mitgliedstaaten nachgewiesen wurde, kann als Nutztiere gehaltene1 sowie wildlebende Wiederkäuer befallen und in einigen Fällen zu schweren Missbildungen bei Lämmern und Kälbern führen. Obwohl weiterhin Unsicherheiten und Datenlücken bestehen, zeigt der heutige Bericht vor allem, dass selbst ausgehend von Worst-case-Szenarien die Zahl der infizierten Wiederkäuer im Verhältnis zur Gesamtzahl dieser Tiere in den einzelnen Mitgliedstaaten niedrig ist.
Quelle: EFSA