01.02.2017RSS Feed

Prof. Dr. Heiner Niemann erhält IETS Pioneer Award 2017

Im Rahmen der diesjährigen 43. Konferenz der International Embryo Technology Society (IETS) in Austin, Texas, USA, wurde Prof. Dr. Heiner Niemann am 17. Januar 2017 mit dem IETS Pioneer Award ausgezeichnet. Der Pioneer Award ist die höchste Auszeichnung der IETS und wird verliehen, um Einzelpersonen zu würdigen, die maßgebliche, innovative Beiträge zur Entwicklung von Embryo-basierten Technologien bei Nutztieren geleistet haben. Prof. Niemann ist Leiter des Instituts für Nutztiergenetik in Mariensee, apl. Professor an der Tierärztlichen Hochschule Hannover und Honorarprofessor an der Medizinischen Hochschule Hannover. Als Vorsitzender des Fachbeirates und ständiger Gast im Präsidium berät Prof. Niemann die Deutsche Gesellschaft für Züchtungskunde e.V. (DGfZ) seit 2007 und unterstützt sie bei zahlreichen Fachsymposien als Kooperationspartner.


Auszeichnung Prof. Dr. Heiner Niemann mit Frau Prof. Dr. Christine Wrenzycki, Immediate Past President der IETS und Laudatorin, (Foto: © Carlos Pinzon Arteaga)

Auszeichnung Prof. Dr. Heiner Niemann mit Frau Prof. Dr. Christine Wrenzycki, Immediate Past President der IETS und Laudatorin, (Foto: © Carlos Pinzon Arteaga)

Die erfolgreiche Anwendung des somatischen Klonens in seinem Labor führte zur Geburt des ersten geklonten Kalbes 'Blondie' im Jahr 2000 und der Geburt der ersten geklonten Ferkel in Deutschland im Jahre 2003 mit dem Namen Björna und Michaela. Heiner Niemann ist auch Pionier des somatischen Zellkerntransfers (SCNT) für die Produktion von transgenen Schweinen, deren Organe möglicherweise für die Xenotransplantation verwendet werden können. Die ersten transgenen Ferkel in diesem Projekt, die über Mikroinjektion erzeugt wurden, wurden bereits 1997 in Mariensee geboren. Charakteristisch für seine Arbeiten ist die Kombination von neuen Entdeckungen in der Molekulargenetik mit den neuesten Reproduktionstechnologien, was die Erstellung genetisch modifizierter Tiere für die Grundlagenforschung und die Entwicklung neuer biomedizinischer Anwendungen wie Gene Pharming und Xenotransplantation erlaubt.

Quelle: FLI/DGfZ