11.04.2017RSS Feed

Sind schlaue Ziegen glücklicher?

- Dummerstorfer und Schweizer Wissenschaftler untersuchen Auswirkungen von gezieltem Denktraining auf das Tierwohl -

Wissenschaftler am FBN befassen sich mit der Frage, welche Fähigkeiten Informationen aufzunehmen und zu verarbeiten sowie welches Lernvermögen Nutztiere haben, um Haltungsbedingungen zur Verbesserung des Tierwohls entsprechend gestalten zu können. Es geht um die zentrale Frage, auf welchem Niveau und mittels welcher Mechanismen die Tiere Informationen aufnehmen und verarbeiten sowie wiederkehrende Abläufe und Prozesse erlernen können und wie das geistige Vermögen zum Wohle der Nutztiere in der Landwirtschaft eingesetzt werden kann? Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) und der Schweizerische Nationalfonds (SNF) fördern jetzt ein gemeinsames Forschungsprojekt an Wild- und Hausziegen, um diese kognitiven Fähigkeiten der Tiere und die Auswirkungen von langfristigem Training auf die Haltung und das Wohlbefinden von Nutztieren zu untersuchen. Am Beispiel der Ziege soll außerdem der Einfluss der Domestikation auf das Lernverhalten und die kognitiven Fähigkeiten bei Tieren untersucht werden. Versuchstiere im Projekt sind Wildziegen aus dem Berner Tierpark und zwei domestizierte Ziegenrassen mit unterschiedlichem Zuchtziel. In dem mit insgesamt rund 450.000 Euro geförderten Forschungsvorhaben sollen dazu gezielt Unterschiede zwischen Wild- und Hausziegen erfasst werden.

Originalartikel Ducklings imprint on the relational concept of same or different

Antone Martinho/Alex Kacelnik, science.sciencemag.org/content/353/6296/286/tab-e-letters

Quelle: FBN



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