RSS

EU-Informationen

08.10.2014

Acht EU-Staaten haben Milchquote überschritten

Im vergangenen Milchjahr 2013/14 haben acht EU-Mitgliedstaaten die ihnen zugeteilte Milchquote überschritten und müssen deshalb eine Superabgabe an die EU entrichten.

Die Quote wird in der EU 2015 abgeschafft.

Mehr als zugeteilt gemolken haben Deutschland (1,9%), Österreich (3,2 %), die Niederlande (4%), Polen (1,7%), Dänemark (2,1%), Irland (0,6%), Zypern (3,6%) und Luxemburg (1%), wie aiz.info schreibt. Insgesamt betrug die Überlieferung 1,469 Millionen Tonnen, was eine gesamthafte Superabgabe von 409 Millionen Euro nach sich zieht. Insgesamt blieben die EU-Anlieferungen aber 4,6 Prozent unter der erlaubten Quote von 150,97 Millionen Tonnen, weil 20 Staaten unterlieferten.

Quelle: lid

23.07.2014

ADT Projekt GmbH mit Schulungen im Rahmen der BTSF-Initiative der Europäischen Kommission beauftragt

Bessere Schulung für sicherere Lebensmittel (Better Training for Safer Food, BTSF) ist eine Initiative der Generaldirektion Gesundheit und Verbraucher der Europäischen Kommission. BTSF veranstaltet Schulungen in den Bereichen europäisches Lebens- und Futtermittelrecht, Pflanzenschutz sowie Rechtsvorschriften über Tiergesundheit und Tierschutz. Die zuständige Agentur der Europäischen Kommission für Lebensmittelsicherheit und Verbraucherschutz (CHAFEA) hat die ADT Projekt GmbH beauftragt in den nächsten beiden Jahren 10 einwöchige Trainingsseminare für insgesamt 280 Mitarbeiter der zuständigen Behörden und beauftragten Stellen der EU-Mitgliedstaaten zum Themenbereich Tierkennzeichnung, -registrierung und –rückverfolgbarkeit durchzuführen. Die ADT Projekt GmbH hat dazu ein interdisziplinäres Team aus verschiedenen europäischen Ländern zusammengestellt. 

Quelle: ADT Projekt GmbH

22.07.2014

Erste Ausschreibungen bei europäischer Bioökonomie-Initiative

Brücken in der biobasierten Wirtschaft bauen und einen Marktzugang für grüne Produkte schaffen, das ist das Ziel des Public-Private-Partnership (PPP) namens Biobased-Industries (BBI). EU-Kommission und Wirtschaft haben sich hier zusammengeschlossen, um die Rahmenbedingungen für die europäische Bioökonomie zu verbessern. Insgesamt stehen 3,7 Milliarden Euro in den kommenden sieben Jahren für Forschungsprojekte und Initiativen zur Verfügung. Bewerbungen für die ersten 16 Projekte mit einem Gesamtvolumen von 150 Mio. Euro sind bis zum 15. Oktober möglich.

Lesen Sie die ganze Meldung hier.

Quelle: biotechnologie.de/sw

08.07.2014

Information zur Teilnahme von Schweizer Institutionen in Horizont 2020

Als Folge des Schweizer Referendums vom 9. Februar 2014 wurden die Verhandlungen über die Assoziierung der Schweiz zum Europäischen Rahmenprogramm für Forschung und Innovation, Horizont 2020, ausgesetzt. Eine Assoziierung wird nach wie vor angestrebt, jedoch hat die Schweiz aktuell nach wie vor den Status eines Drittstaats (third country). Die Teilnahme von Schweizer Einrichtungen kann somit nicht für die erforderliche Mindestteilnehmerzahl von drei Partnern aus drei unterschiedlichen EU-Mitgliedstaaten oder Assoziierten Ländern berücksichtigt werden.

Der Schweizer Bundesrat hat am 25. Juni eine Übergangsregelung beschlossen, die es Schweizer Einrichtungen (Wissenschaft und Industrie) ermöglicht, weiterhin als Partner und Koordinatoren an Verbundforschungsprojekten in Horizont 2020 teilzunehmen. Im Sinne einer sogenannten projektweisen Beteiligung können die für Horizont 2020 vorgesehenen Schweizer Mittel übergangsweise direkt an Forschende in der Schweiz bezahlt werden, deren Teilnahme im Rahmen von Horizont 2020 durch die Europäische Kommission nicht gefördert wird. Das Schweizer Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation wird die dazu nötigen Antragsformulare vermutlich im Herbst 2014 auf seiner Website veröffentlichen.

Weiterhin ausgeschlossen bleibt eine Bewerbung von Forschenden an Schweizer Institutionen auf ERC-Grants. Die Teilnahmemöglichkeiten Schweizer Institutionen an den Marie Skłodowska-Curie-Aktionen sind eingeschränkt.

Weitere Informationen dazu finden Sie unter:

https://www.euresearch.ch/fileadmin/redacteur/SERI/Fact-sheet_Horizon_2014-06-25_e.pdf

Quelle: Nationale Kontaktstelle Lebenswissenschaften

30.05.2014

Tierschutz bei Schweinen: EFSA aktualisiert ihre wissenschaftliche Beratung

Die EFSA hat ein Gutachten zur Frage des Schwanzkupierens bei Schweinen veröffentlicht. Beim Kürzen der Schwänze handelt es sich um eine Praxis, die das Risiko des Schwanzbeißens, einem der hartnäckigsten Probleme in der modernen Schweinehaltung, verringern soll. Dieses Verhalten kann verschiedene Ursachen haben, einschließlich eines Mangels an Materialien (wie Stroh, Heu, Silage, Kompost oder Torf), die Schweine benötigen, um eine Reihe von Verhaltensbedürfnissen zu befriedigen. Das Angehen des Schwanzbeißens soll dazu beitragen, die Notwendigkeit für das Kupieren der Schwänze zu reduzieren.

Die EFSA-Sachverständigen haben sich insbesondere mit den Zusammenhängen zwischen folgenden Aspekten befasst:

  • Risikofaktoren, wie unzureichendes bzw. fehlendes funktionelles Beschäftigungsmaterial; oder ein schlechter Gesundheitszustand
  • Folgen für das Wohlergehen, wie die Unfähigkeit, die Umgebung zu erkunden, nach Futter zu wühlen oder Nester zu bauen; Konkurrenz um Beschäftigungsmaterialien; und Verletzungen oder Schmerzen durch Schwanzbeißen
  • Tierbezogene und nicht tierbezogene Indikatoren, wie Schwanz-, Ohren- oder Flankenbeißen; eine Zunahme von Hautläsionen; oder Manipulationen an Buchtgenossen und Stalleinrichtung

Für ihre Bewertung nahmen die EFSA-Sachverständigen eine statistische Analyse vor, bei der sie auf Informationen aus verfügbaren Datenbanken zurückgriffen. Da die vorliegenden Daten nicht speziell zur Bewertung von Risikofaktoren für das Schwanzbeißen entwickelt wurden, schlagen die Sachverständigen ferner ein Modell zur EU-weiten Datenerhebung vor. Dieses Modell soll den Zugang zu aussagekräftigeren Informationen über Risikofaktoren des Schwanzbeißens verbessern und somit letztlich die Risikobewertung optimieren.

Das vorliegende Gutachten soll die Bemühungen der Europäischen Kommission im Hinblick auf die Umsetzung von Mindestanforderungen für den Schutz von Schweinen unterstützen.

Gutachten:
Scientific Opinion concerning a Multifactorial approach on the use of animal and non-animal-based measures to assess the welfare of pigs: http://www.efsa.europa.eu/de/efsajournal/pub/3702.htm

Quelle: EFSA

28.05.2014

Neue Regularien für staatliche Beihilfen für Forschung, Entwicklung und Innovation

Die Europäische Kommission hat neue Vorschriften für staatliche Beihilfen zugunsten von Forschung, Entwicklung und Innovation (FuEuI) veröffentlicht. FuEuI ist zum Einen von der Allgemeinen Gruppenfreistellungsverordnung (AGVO) betroffen, die allgemein festlegt, welche Arten von Beihilfen von der Genehmigungspflicht durch die Europäische Kommission ausgenommen sind. Zum Anderen gilt der FuEuI-Unionsrahmen, welcher die Kriterien bestimmt, nach denen genehmigungspflichtige Beihilfen durch die Kommission geprüft werden.
Quelle: AID

09.05.2014

EFSA aktualisiert wissenschaftliche Beratung zum Einsatz von Bacillus-Arten in Futtermitteln

Die EFSA stellt Antragstellern Leitlinien für die Sicherheitsbewertung von Futtermittelzusatzstoffen zur Verfügung, die Bacillus-Arten enthalten bzw. aus diesen gewonnen werden.

Bei Bacillus-Arten handelt es sich um Bakterien, die in Futtermitteln breite Verwendung als Probiotika oder Quellen für weitere Futtermittelzusatzstoffe finden. Einige Stämme produzieren Giftstoffe, die beim Menschen lebensmittelbedingte Erkrankungen hervorrufen können, welche zu Symptomen wie Durchfall, Übelkeit oder Erbrechen führen.

Der vorliegende Leitfaden, eine Aktualisierung der 2011 veröffentlichten Empfehlungen, enthält Kriterien für die Unterscheidung gefährlicher und ungefährlicher Stämme. Die EFSA schlägt Antragstellern vor, zellbasierte In-vitro-Methoden zu verwenden, um die Fähigkeit der Stämme zur Giftstoffproduktion zu bewerten. Die Sachverständigen der EFSA werden diesbezügliche neue wissenschaftliche Ansätze und Erkenntnisse überprüfen, sollten diese verfügbar werden.

Durch eine 2013 durchgeführte öffentliche Konsultation über den Leitlinienentwurf wurde sichergestellt, dass vor Fertigstellung des Dokuments ein möglichst breites Spektrum an wissenschaftlichen Ansichten und Informationen berücksichtigt wurde.

Quelle: EFSA

30.04.2014

Züchter starten „Code of Good Practice“ für die Tierzucht in Brüssel

- Transparenz in Bezug auf die verschiedenen Aspekte der Lebensmittelproduktion ist wichtig. Der Code-EFABAR soll zu einem verantwortungsvollen und transparenten Zucht-und Reproduktionsprozesses beitragen. -

Anfang April diesen Jahres wurde der Code - EFABAR, der freiwillige Verhaltenskodex für Tierzucht und Reproduktion, in Brüssel überprüft und aktualisiert. Mit dem Kodex – EFABAR zeigen Tierzüchter ihr Engagement und ihre Verantwortung für die Zucht und gehen über die bestehenden Rechtsvorschriften hinaus.

Da Tierzüchter am Anfang der Lebensmittelerzeugung stehen, tragen sie eine besondere Verantwortung. Der Code of Good Practice für Nutztierzucht und Reproduktion befasst sich daher mit den Fragen der nachhaltigen Tierzucht, der Lebensmittelsicherheit und der öffentlichen Gesundheit, der Produktqualität, der genetischen Vielfalt, der Effizienz, der Umweltverträglichkeit, der Tiergesundheit, dem Tierschutz und den Zucht-und Reproduktionstechnologien. Er soll zur Sicherheit der oben genannten Aspekte beitragen.

Für viele Züchter und Zuchtunternehmen stellt der Code – EFABAR auch ein ausgezeichnetes Instrument zur Kommunikation gegenüber Handelspartner und der Gesellschaft dar.

Der Code - EFABAR ist eine Initiative des Europäischen Forums für Nutztierzüchter (EFFAB). Der Kodex wird alle drei Jahre überprüft und aktualisiert. Das neueste Update ist für 2014/2016 erstellt worden. Das dänische Pig Research Centre erhielt das erste Zertifikat des neuen Code - EFABAR für den Zeitraum 2014/2016.

Weitere Informationen zum Code – EFABAR und zur Zertifizierung finden Sie hier: http://www.responsiblebreeding.eu/.

Quelle: DGfZ

02.04.2014

Zuchtwerte von EuroGenomics Bullen ab sofort direkt vergleichbar

Die Kooperationspartner innerhalb EuroGenomics haben entschieden, die Typisierungsergebnisse (Genotypen) ihrer jungen Holsteinbullen untereinander auszutauschen, so dass diese nun jeweils auch auf den anderen Länderskalen genomische Zuchtwerte aus der nationalen Zuchtwertschätzung erhalten. Dadurch werden die Bullen direkt mit denen der einheimischen Bullen vergleichbar (gleiche Sicherheit, gleiche Merkmale). Weiterhin haben sich vier Partner verpflichtet, die Ergebnisse dieser Bullen auf nationaler Ebene zu veröffentlichen.

Mit der April-Zuchtwertschätzung werden in Dänemark, Deutschland, Finnland, Frankreich, Schweden, Niederlande und Flandern/Belgien die Zuchtwerte aller genomisch getesteten Holsteinbullen, die älter als 10 Monate und im Besitz einer EuroGenomics Partnerorganisation sind, veröffentlicht. Spanien und Polen werden sich später an diesem Austauschprozess beteiligen.

Die Veröffentlichung der direkt geschätzten genomischen Zuchtwerte erfolgt auf den jeweiligen vier Länderskalen. Sie umfasst die Einzel- und vor allem auch den Gesamtzuchtwert in den Ländern. Dieses ist ein großer Vorteil für die Züchter, da sie jetzt die international eingesetzten genomischen Vererber unter den länderspezifischen Bedingungen vergleichen können. Für Züchter außerhalb EuroGenomics sind diese Vererber jetzt auf vier verschiedenen Länderskalen verfügbar.

EuroGenomics ist das international führende Konsortium für eine zuverlässige genomische Zuchtwertschätzung. Dieser Schritt der Partner des EuroGenomics-Konsortiums ist eine konsequente Fortführung, den Mitgliedern zuverlässige Zuchtwerte und Bullenrangierungen der eigenen und der EuroGenomics-Partner zu liefern.

Quelle: DHV/vit

26.03.2014

Bundesminister Schmidt: "Wir prüfen die delegierten Rechtsakte zur GAP-Reform intensiv"

Nach Vorlage der delegierten Rechtsakte durch die Europäische Kommission am 11. März 2014 zu wesentlichen Basisrechtsakten der GAP-Reform betont Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt: Diese Rechtsakte werden derzeit intensiv geprüft. Wir haben Brüssel mitgeteilt, dass wir uns dafür auch die notwendige Zeit nehmen werden. Solange erteile ich keine Zustimmung.

Hintergrund

Rat und EP (Europäisches Parlament) wurden von der Kommission bei der Erarbeitung der delegierten Rechtsakte in Expertengruppen angehört. Die delegierten Rechtsakte treten in Kraft, sofern nicht Rat (mit qualifizierter Mehrheit) oder EP (mit einfacher Mehrheit) innerhalb von zwei Monaten Einwände erheben.

Die Rechtsakte können jedoch auch schon früher in Kraft treten, wenn Rat und EP schon vor Ablauf der Frist mitgeteilt haben, dass sie keine Einwände erheben werden. Die Mitgliedstaaten wurden mit sehr kurzer Frist aufgefordert, bereits heute (21. März 2014) mitzuteilen, ob sie beabsichtigen, eine dieser delegierten Verordnungen abzulehnen. Der Rat könnte dann ggf. schon am 14. April 2014 den delegierten Verordnungen zustimmen.

Lesen Sie die ganze Meldung HIER.

Quelle: BMEL

Seite: 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10
RSS