Presse

29.08.2016

Genom-Editing-Start-up von Bayer legt los

Im Dezembner wurde die Allianz beschlossen. Nun geht das gemeinsame Genome-Editing-Start-up von Bayer und Crispr Therapeutics in Großbritannien und den USA unter dem Namen Casebia Therapeutics an den Start. Der formale Sitz des neuen Unternehmens liegt zwar in London, das operative Herz schlägt jedoch in Cambridge, USA. Casebia Therapeutics ist für Bayer die erste langfristige strategische Partnerschaft mit einem substanziellen Investment im Bereich Genome Editing. Als Ergebnis sollen In-vivo-Anwendungen der Geneditierungstechnologie CRISPR-Cas9 für Patienten zur Verfügung stehen. Zu den indikationsbezogenen Zielen des Joint Ventures gehört es, neue Behandlungsmethoden für Bluterkrankungen, Erblindung und Herzerkrankungen zu entdecken, zu entwickeln und zu vermarkten. Das Joint Venture mit Crispr Therapeutics war die erste Investition des 2015 etablierten Bayer Lifescience Centers. Diese neue Einheit berichtet direkt an den Vorstand und soll bahnbrechende wissenschaftliche Fortschritte schneller zugänglich machen. Das Kernteam besteht aus 17 Mitarbeitern mit Sitz in Berlin. Eine Expansion nach Boston und Peking ist geplant.

Quelle: biotechnologie.de/bk

Weitere Informationen finden Sie hier: http://www.biotechnologie.de/BIO/Navigation/DE/root,did=188952.html

 

10.08.2016

Islandponys stammen ursprünglich aus England

Das Islandpony stammt ursprünglich aus England. Das fanden Wissenschaftler des Berliner Leibniz-Instituts für Zoo- und Wildtierforschung (IZW) anhand von Genanalysen heraus. Ihre Hypothese ist nun, dass die Wikinger die Gangpferde von England im 9. Jahrhundert mit nach Island nahmen und dort gezielt wegen ihrer fünf Gänge weiter züchteten.

Quelle: IZW

 

05.08.2016

Zwei Jahre Importstopp nach Russland - DRV: Ausfall wurde teilweise kompensiert

Die Russische Föderation verhängte am 7. August 2014 gegenüber der EU, den USA und anderen Ländern einen Importstopp für zahlreiche Agrarprodukte wie Fleisch, Milcherzeugnisse, Obst und Gemüse. Nach wie vor haben die genossenschaftlichen Unternehmen der verschiedenen Sparten mit den negativen Folgen der Sanktionen zu kämpfen. Die zahlreichen Konsultationen zur Aufhebung des Importverbots, zuletzt im Juli von Bundesminister Christian Schmidt in Moskau, sind wichtig und richtig, aber leider bislang erfolglos verlaufen, erklärte Dr. Henning Ehlers, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Raiffeisenverbandes (DRV).

Quelle: DRV

 

05.08.2016

In der Nase schlummert ein potenzielles Antibiotikum

DZIF-Wissenschaftler der Universität Tübingen haben entdeckt, dass das in der menschlichen Nase siedelnde Bakterium Staphylococcus lugdunensis einen bisher unbekannten antibiotischen Wirkstoff gegen multiresistente Erreger produziert. Die Forschungsergebnisse sind im Wissenschaftsjournal Nature veröffentlicht. Es hat eine völlig andere Struktur als die bisher bekannten. Wie Versuche an Mäusen ergaben, ist Lugdunin in der Lage, selbst multiresistente Erreger zu bekämpfen, bei denen viele klassische Antibiotika mittlerweile wirkungslos sind.  Nun sind jedoch noch einige Hürden zu überwinden, bis es im Apothekerregal landen könnte.

Quelle: DZIF

 

05.08.2016

Erste Phase der Bekämpfung der Pest der kleinen Wiederkäuer rückt näher

Nach einem zweitägigen Strategiemeeting in Rom rückt der Beginn der Bekämpfung der Pest der kleinen Wiederkäuer (PPR) näher. Die Weltorganisation für Tiergesundheit (OIE) und die Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) hatten beschlossen, die PPR bis zum Jahr 2030 auszurotten. Dafür haben sie im Rahmen des Treffens Tiergesundheitsexperten, Repräsentanten von Behörden, Landwirtschaftsexperten und andere Experten einen Arbeitsplan für die ersten fünf Jahre der Bekämpfung präsentiert.

Quelle: OIE

 

05.08.2016

BMEL-Haushalt 2017: Gute Perspektive für die Landwirtschafts- und Ernährungspolitik

Das Bundeskabinett hat heute den Regierungsentwurf des Bundeshaushaltes 2017 beschlossen. Der Regierungsentwurf sieht für den Haushalt des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (Einzelplan 10) Ausgaben in Höhe von rd. 5,9 Mrd. Euro vor. Gegenüber dem Haushalt 2016 ist im Einzelplan 10 ein Aufwuchs von rd. 300 Mio. Euro zu verzeichnen.

Einzelheiten zu den veranschlagten Ausgaben sind in der anliegenden Übersicht dargestellt.

Quelle: BMEL/DGfZ

 

04.08.2016

Menge der abgegebenen Antibiotika in der Tiermedizin halbiert

Gleichzeitiger Anstieg der Abgabemengen für Antibiotika mit besonderer Bedeutung für die Therapie beim Menschen

In Deutschland hat sich die in der Tiermedizin abgegebene Menge an Antibiotika zwischen den Jahren 2011 und 2015 von 1.706 auf 837 Tonnen mehr als halbiert (minus 51 Prozent). Von 2014 zu 2015 ging die Gesamtmenge der abgegebenen Antibiotika um 401 Tonnen (32 Prozent) zurück. Das ergab die Auswertung der inzwischen im fünften Jahr erhobenen Abgabemengendaten für Antibiotika durch das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL). Von 2011, dem ersten Jahr der Erfassung, bis 2015 wurde jedoch auch für einige Wirkstoffklassen ein Anstieg der Abgabemengen festgestellt, darunter Fluorchinolone und Cephalosporine der 3. Generation. Diese beiden Antibiotikaklassen sind für die Therapie beim Menschen von besonderer Bedeutung.

Quelle: BVL

 

26.07.2016

Pilz ist möglicher Vorbote von schweren Atemwegserkrankungen bei Schweinen

Der Pilz Pneumocystis carinii verursacht milde Verlaufsformen einer Lungenentzündung bei Schweinen. Er wurde daher bislang diagnostisch kaum berücksichtigt. Ein Team der Vetmeduni Vienna zeigte nun, dass österreichische Schweine sehr anfällig für den Erreger sind und dass seine Rolle bislang unterschätzt wurde. Pneumocystis carinii scheint ein Türöffner für Folgeinfektionen durch Bakterien zu sein. Mit einer Lungenspülung kann man den Erreger rechtzeitig und schonend bei den Schweinen nachweisen. Die Ergebnisse wurden in zwei Studien in den Fachjournalen The Veterinary Journal und Journal of Veterinary Diagnostic Investigation veröffentlicht.

VUW

 

26.07.2016

Holstein-Zuchtrinder-Exporte im 1. Halbjahr 2016

Die seit einigen Monaten anhaltende Milchmarktkrise macht sich auch im Zuchtrinderexport bemerkbar. Mit 39.313 exportierten Holstein-Zuchtrindern konnte wieder ein sehr gutes Exportergebnis erzielt werden. Der Drittlandanteil (67,5 %) ist um drei Prozentpunkte nochmals gering angestiegen und macht somit zwei Drittel aller Zuchtvieh-exporte aus. Die EU-Inlandsvermarktung hat an Stückzahlen deutlich verloren, vor allem in den Abnehmerländer Polen und Großbritannien, die im Vorjahreszeitraum wesentlich größere Zukäufe tätigten. Trotz eines Minus von 8,3 % sind, vor dem Hintergrund der aktuellen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in einigen Abnehmerländern, die Exportzahlen zufriedenstellend. So gingen besonders zum Vorjahr Exporte in benachbarte EU-Länder, die ebenfalls direkt von den schlechten Michmarktpreisen betroffen sind, deutlich zurück. Dennoch haben die Zuchtviehexporte sicherlich zu einer Entlastung des Inlandsmarktes beigetragen und verhindert, dass die Zuchtviehpreise noch deutlicher zurückgingen.

DHV

 

19.07.2016

Internationales Treffen der Bergrinderrassen

Ende Juni fand in Straß im Zillertal die jährliche Tagung der FERBA (Europäische Föderation Bergrinderrassen des alpinen Systems) statt, in der elf Zuchtorganisationen von 14 speziellen Bergrinderrassen mit rund 30.000 Betrieben und fast 300.000 Kühen aus Deutschland, Frankreich, Italien, Schweiz und Österreich zusammengeschlossen sind. Österreich ist dabei vertreten durch die Rassen Tiroler Grauvieh, Pinzgauer und Tux- Zillertaler. Dabei wurden Giovanni Battista Polla für ein weiteres Jahr als Präsident sowie Italo Gilmozzi (beide Zuchtverantwortliche der Rendenarasse aus Italien) als Direktor bestätigt.

Bei der Vollversammlung wurden viele für Bergrinderrassen wichtige Themen angesprochen. Darunter die Haltung, die wirtschaftlichen Herausforderungen im alpinen Raum sowie Maßnahmen zur Erhaltung der Rassen. Für 2017 ist die Teilnahme an einem Projekt mit namhaften internationalen Universitäten zum Thema Resilienz bei Rindern geplant. Hier werden mittels genomischer Untersuchung - je Rasse werden zirka 20 Proben gezogen - Parameter zur Anpassungsfähigkeit, Krankheitsanfälligkeit, Stressresistenz und Vitalität im Hinblick auf die sich veränderten Umweltbedingungen erarbeitet.

ZAR

 
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