18.12.2020

Erste Online-Mitgliederversammlung der DGfZ – ein voller Erfolg

DGfZ-Förderpreis 2020 geht an Dr. Dr. Katharina May und Ricarda Elisabeth Jahnel 

Erstmals in der 115-jährigen Geschichte der Deutschen Gesellschaft für Züchtungskunde fand am 7. Dezember 2020 die Mitgliederversammlung der DGfZ virtuell statt. Eine geplante Präsenzveranstaltung wurde coronabedingt in ein rechtskonformes Online-Format geändert und vom Präsidenten Herrn Dr. Erwin Hasenpusch um 14 Uhr eröffnet. Zuvor hatte die Geschäftsstelle fristgerecht für jedes Mitglied ein umfangreiches Einladungspaket geschnürt, das neben Briefwahlunterlagen für eine geheime Abstimmung, dem Programm, dem Geschäftsbericht auch einen Leitfaden zur Onlineteilnahme und einen süßen Gruß aus Bonn enthielt. Wir wollten gerne eine angenehme traditionelle Atmosphäre schaffen, erläuterte die Geschäftsführerin Frau Dr. Bettina Bongartz, und es den Mitgliedern so leicht wie möglich machen, sich an der Sitzung zu beteiligen. Dazu konnte der Zugang zum virtuellen Sitzungsraum mehrere Tage vorab getestet werden, und am Telefon stand die Geschäftsstelle beratend zur Seite. Ein starkes Backoffice mit Unterstützung aus dem Haus der Tierzucht klärte auch noch während der Sitzung Fragen und technische Probleme der Mitglieder.

 

Aufgrund dieser Möglichkeiten beteiligten sich im Vergleich zur Präsenzveranstaltung fast doppelt so viele Mitglieder. Die anonymen Abstimmungen gemäß der Tagesordnung erfolgten über ein entsprechendes Abstimmungsmodul, das die Ergebnisse dokumentierte. So wurde der Jahresabschluss 2019 und der Wirtschaftsplan 2021 verabschiedet sowie das Präsidium und die Geschäftsführung entlastet. Als Rechnungsprüfer wurden Herr Dr. Onken und Herr Dr. Tholen für ein weiteres Jahr bestätigt.

Die Verleihung der Hermann-von-Nathusius-Medaille und der Adolf-Köppe-Nadel findet erst 2021 statt. Die Ehrungen der DGfZ-Jubilare und die Begrüßung der neuen Mitglieder werden im ansprechenden Ambiente 2021 nachgeholt.

Die Gesellschaft freut sich ganz besonders, trotz Corona ihren DGfZ-Preis auch in diesem Jahr an erfolgreiche Nachwuchswissenschaftler, jeweils einmal für die Kategorie Dissertation und die Kategorie Masterarbeit, verleihen zu können. Die Bewerbungsfrist war dieses Jahr verlängert worden. Das Niveau war extrem hoch und die Arbeiten thematisch sehr unterschiedlich, so dass es der Jury nicht leicht fiel, zwischen den hervorragenden Arbeiten zu entscheiden. Mit der besten Bewertung der DGfZ-Jury wurde für das Jahr 2020 die Dissertation von Frau Dr. Dr. Katharina May vom Institut für Tierzucht und Haustiergenetik, Professur für Tierzüchtung der Justus-Liebig-Universität Gießen zu dem Thema Genomische, molekulargenetische und phänotypische Analysen zu Robustheit und Resistenz am Beispiel endoparasitärer Infektionen bei Milchkühen ausgezeichnet.  …

Frau Dr. Dr. May bewarb sich gleich mit zwei Summa cum laude bewerteten Dissertationen, von der die oben genannte als Beste aller eingereichten Arbeiten beurteilt wurde. Die Kombination aus agrarwissenschaftlicher und veterinärmedizinischer Forschung unter Verwendung eines sehr breiten, innovativen Methodenspektrums ist herausragend. Der große innovative Charakter der Studie sowie die hohe praktische Relevanz sind bestechend, so das Urteil der Jury.

Bei den Masterarbeiten konnte die Arbeit von Ricarda Elisabeth Jahnel von der Agrar- und Umweltwissenschaftlichen Fakultät der Universität Rostock überzeugen. Frau Jahnel hat mit ihrer Arbeit Schätzung genetischer Parameter des Milchharnstoffgehaltes eine hervorragende wissenschaftliche Arbeit von hoher praktischer Relevanz vorgelegt. Ihre Ergebnisse fanden bereits Eingang in die neu etablierte Zuchtwertschätzung für den Harnstoffgehalt beim VIT Verden, so die Jury. Da auch für diese Preisvergaben das große Auditorium fehlte, dürfen sich die Preisträger auf 2021 freuen, wo sie die Gelegenheit erhalten, ihre Arbeiten in Kiel einem großen Fachpublikum zu präsentieren.

Es ist geplant, die nächste DGfZ-Mitgliederversammlung während der DGfZ/GfT-Jahrestagung vom 5.-7. Oktober 2021 in Kiel durchzuführen.

Quelle: DGfZ