Die verpflichtende Nämlichkeit und der Wegfall des Ferkelfonds sorgen für Verunsicherung bei den Bauern. Die nächsten Monate werden zeigen, ob die ITW ihre Erfolgsgeschichte fortschreiben kann. Denn gerade diese Finanzierung wackelt. Denn nach den Schlachtschweinen sollen ab 2027 auch die Sauenhalter ins Markt­modell wechseln. Das heißt, der sichere Bonus über den Ferkelfonds ist bald Geschichte.

Quelle: topagrar / sus

Rom – Ein von der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) entwickelter wichtiger Global Plan of Action for Sustainable Livestock Transformation (GPA) wurde am 24. Juli 2026 verabschiedet, nachdem die Mitglieder der 30th Session of FAO’s Committee on Agriculture (COAG) das Rahmenwerk angenommen hatten.

Bei dieser Initiative handelt es sich um den weltweit ersten verhandelten Rahmenplan, der speziell auf eine nachhaltige Ausrichtung des gesamten Nutztiersektor abzielt. Das Abkommen verfolgt einen ganzheitlichen Ansatz, der ökonomische, soziale und ökologische Nachhaltigkeitsdimensionen gleichermaßen berücksichtigt. Zu den zentralen Prioritäten zählen die Verbesserung der Ernährungssicherheit, die Förderung des Wirtschaftswachstums, der Schutz der Tiergesundheit nach dem One Health-Ansatz sowie der Klimaschutz und Erhalt der Biodiversität. Die freiwillige und rechtlich nicht bindende Vereinbarung dient den FAO-Mitgliedsstaaten nun als Orientierungshilfe, um maßgeschneiderte nationale Strategien für eine zukunftsfähige Tierhaltung zu entwickeln.

Quelle: FAO / DGfZ

 

Nach der Verschlankung von Strukturen im Bundeslandwirtschaftsministerium werden das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR), das Max Rubner-Institut (MRI) und das Bundeszentrum für Ernährung (BZfE) im Geschäftsbereich des BMLEH zusammengeführt.

Das Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) führt unter Bundesminister Alois Rainer das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR), das Max Rubner-Institut (MRI) und das Bundeszentrum für Ernährung (BZfE) zu einem neuen Bundesinstitut für Risikobewertung und Ernährung zusammen. Ziel dieser Verwaltungsreform ist es, Doppelstrukturen abzubauen, Abstimmungsprozesse effizienter zu gestalten und den gesundheitlichen Verbraucherschutz gestärkt auszurichten. Das neue Institut vereint künftig die Kernbereiche Lebensmittelsicherheit, Ernährungssicherung, Risikokommunikation und Ernährungsbildung unter einem ganzheitlichen Dach. Durch die Bündelung der Aufgaben und die Zusammenführung Nationaler Referenzlaboratorien werden Forschung und Analytik gestärkt, während die Unabhängigkeit der wissenschaftlichen Risikobewertung gewahrt bleibt. Das neue Bundesinstitut soll 2029 an den Start gehen. Es bedarf eines Errichtungsgesetzes mit definierten gesetzlichen Aufgaben.

Bereits zum 1. Januar 2028 werden in einem ersten Schritt die Nationalen Referenzlaboratorien des Bundesamts für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) in das BfR und wichtige Aufgaben des derzeit bei der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) angesiedelten Bundeszentrums für Ernährung (BZfE) in das MRI integriert.

Quelle: BMLEH /DGfZ

Das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) hat in Proben von erkrankten Rindern aus Süddeutschland ein bislang nicht näher charakterisiertes Orthobunyavirus der Simbu-Serogruppe nachgewiesen. Nach dem erstmaligen Auftreten des Schmallenberg-Virus im Jahr 2011 gibt es damit erneut gesicherte Hinweise auf die Einschleppung eines neuen Virus dieser Gruppe nach Deutschland. Das neu nachgewiesene Virus zeigt in allen drei Segmenten die höchste Verwandtschaft zum Shamonda-Virus. Viren der Simbu-Serogruppe sind vor allem in Afrika, Asien und Australien verbreitet. Sie werden, ähnlich wie das Virus der Blauzungenkrankheit und das Schmallenberg-Virus, durch blutsaugende Gnitzen der Gattung Culicoides übertragen. Infiziert werden überwiegend Wiederkäuer, insbesondere Rinder, Schafe und Ziegen. Zunächst waren Erkrankungen bei Rindern in der Schweiz, Frankreich und Süddeutschland, insbesondere in Baden-Württemberg, aufgefallen. Die betroffenen Tiere zeigten Fieber und Durchfall. Bei Milchkühen wurde zudem ein teilweise deutlicher Rückgang der Milchleistung beobachtet.

Die Vetmeduni prüft nicht nur ihre Studierenden, sondern wird auch selbst geprüft. Dieses Qualitätssicherungsverfahren wird alle sieben Jahre von der European Association of Establishments for Veterinary Education (EAEVE) durchgeführt und wurde kürzlich erfolgreich abgeschlossen. Durch die Akkreditierung ist garantiert, dass die Lehre an Österreichs einziger veterinärmedizinischer Universität internationalen Standards entspricht und alle Absolvent bestmöglich auf das breite Berufsfeld der Veterinärmedizin vorbereitet sind.

Mit der 2026 erneut erfolgreich bestandenen EAEVE-Evaluierung erhielt die Vetmeduni bereits zum fünften Mal die Voll-Akkreditierung. Der Auszeichnung ging eine umfassende Prüfung voraus: Nach intensiver Vorbereitung und einem Self-Evaluation-Report überprüfte ein internationales Gutachter im März 2026 Curriculum, Infrastruktur, Lehre, Forschung, Prüfungswesen und Qualitätsprozesse am Campus Wien sowie an der VetFarm. Besonders positiv bewertet wurden die hohe Qualität der vorklinischen und klinischen Ausbildung, das praxisnahe Curriculum sowie die wertschätzende Zusammenarbeit zwischen Studierenden, Lehrenden und Mitarbeitenden.

Behind The Scene Lühken FiNAL

Als weiteren Invited Speaker der EAAP 2026 in Hamburg mit großem Praxisbezug stellen wir heute Frau Prof. Dr. Gesine Lühken vor. Frau Prof. Dr. Lühken hat die Professur für Haustier- und Pathogenetik am Institut für Tierzucht und Haustiergenetik der Justus-Liebig-Universität Gießen inne. Auf dem Kongress wird sie tief in ein für die moderne Landwirtschaft entscheidendes Thema eintauchen: Lessons from genetic susceptibility to prion and lentivirus infections in sheep.

🗓️ Termin vormerken:
👤 Referentin: Prof. Dr. Gesine Lühken
📊 Session: Session 40 | 08.09.2026 um 14:15 Uhr
🌐 Entdecken Sie das vollständige Programm: eaap2026.org/EAAP2026_Final_Programme_Hamburg.pdf

Was Sie erwartet: Die Zucht auf eine geringere Krankheitsanfälligkeit bei Schafen ist sehr vielversprechend, stößt jedoch oft an Grenzen, wenn schützende Allele in den Zielpopulationen selten sind oder ganz fehlen. Prof. Dr. Lühken wird interessante Erkenntnisse aus einer Fall-Kontroll-Studie mit 4.782 Proben zu Infektionen mit klassischem Scrapie und dem Lentivirus der kleinen Wiederkäuer (SRLV) vorstellen.. Erfahren Sie, warum die Berücksichtigung zusätzlicher genetischer Varianten sowohl beim Wirt als auch beim Erreger für eine erfolgreiche, nachhaltige Krankheitsbekämpfung unerlässlich ist!

Wissenschaft lebt von den Menschen, die sie vorantreiben. Wir stellen Ihnen weiterhin die Gesichter und Köpfe hinter den Kulissen vor, die die Zukunft der Nutztierwissenschaften gestalten!

 

EAAP2026 Tour 8

🐖 🐏 Schützen. Erhalten. Weitergeben: Entdecken Sie die Fachexkursion 8!

Die Technical Tour Ark Warder: A Future for Threatened Domestic Animal Breeds führt zur Arche Warder, dem größten europäischen Zentrum für seltene und gefährdete Haus- und Nutztierrassen. Zwischen Warder und dem Brahmsee gelegen, beherbergt Arche Warder auf rund 40 Hektar mehr als 1.200 Tiere aus etwa 86 verschiedenen Rassen. Viele dieser Rassen waren früher weit verbreitet, sind heute jedoch stark bedroht – teilweise existieren weltweit weniger als 200 Tiere.

Nach einer Einführung in das Konzept des Zoo Ark Warder erhalten die Teilnehmenden eine geführte Tour durch das Gelände sowie durch das Besucherzentrum Domesticaneum, das die Bedeutung genetischer Vielfalt und Erhaltungszucht anschaulich vermittelt.

 

📍 Highlights der Tour:

  • Seltene Nutztierrassen: Erleben Sie ein einzigartiges tierisches Erbe, das entscheidende genetische Eigenschaften für zukünftige Herausforderungen birgt.
  • Europas größtes Zentrum: Besuchen Sie eine Pionierinstitution, die sich ganz den seltenen und gefährdeten Rassen widmet.
  • 1.200 Tiere / fast 86 Rassen: Entdecken Sie eine beeindruckende Vielfalt an Rindern, Schweinen, Schafen und mehr in einer natürlichen Umgebung.
  • Führung & Domesticaneum: Erhalten Sie Experteneinblicke in Erhaltungsprogramme und besuchen Sie das Spezialmuseum des Parks.

Details:

  • 📅 Datum: 11. September 2026
  • Uhrzeit: 8:00 – 17/18 UHR
  • 💸 Kosten: 90 €
  • ⚠️ Hinweis: Begrenzte Teilnehmerzahl!

Sichern Sie sich Ihren Platz auf dieser Küstentour direkt bei Ihrer Kongressregistrierung. Sie sind schon registriert? Kein Problem. Sie können sich noch zu den Technical Tours anmelden.

🌐 Alle Touren entdecken: eaap2026.org/technical-tours/

EAAP2026 Tour 9

🐑🐟 Auf zum Weltnaturerbe Wattenmeer: Entdecken Sie die Fachexkursion 9!

Wie hängen Küstenschutz, moderne Aquakultur und die Erforschung von Meerestieren zusammen? Im Rahmen der EAAP 2026 in Hamburg laden wir Sie zu einer außergewöhnlichen Exkursion an die Nordseeküste ein, um die einzigartigen Synergien zwischen Meeresforschung und landwirtschaftlicher Nutztierhaltung an der Küste zu entdecken!

Begleiten Sie uns auf einen spannenden Tagesausflug und erkunden Sie nachhaltige Landwirtschaft und marine Ökosysteme am nordischen Wattenmeer.

📍 Highlights der Tour:

  • Typischer Deichschafbetrieb: Erleben Sie aus erster Hand, wie die Schafhaltung eine entscheidende Rolle für die Stabilität der Küstenlandschaft spielt.
  • Tierhaltung & Küstenschutz: Lernen Sie die praktischen Herausforderungen und Strategien der Landwirtschaft in Küstenregionen kennen.
  • Fraunhofer-Einrichtung für Marine Biotechnologie (Aquakultur): Blicken Sie hinter die Kulissen innovativer und nachhaltiger Produktionsanlagen für Meeresfrüchte und Algen.
  • Meeressäugerforschung: Erhalten Sie Einblicke in hochmoderne wissenschaftliche Arbeiten zur Ökologie mariner Wildtiere.

Details:

  • 📅 Datum: 11. September 2026
  • Uhrzeit: 8:00 – 17/18 UHR
  • 💸 Kosten: 90 €
  • ⚠️ Hinweis: Begrenzte Teilnehmerzahl!

Sichern Sie sich Ihren Platz auf dieser Küstentour direkt bei Ihrer Kongressregistrierung. Sie sind schon registriert? Kein Problem. Sie können sich noch zu den Technical Tours anmelden.

🌐 Alle Touren entdecken: eaap2026.org/technical-tours/

Behind The Scene Das FiNAL

Einen internationalen Kongress zu organisieren bedeutet, die klügsten Köpfe der Nutztierwissenschaften auf die Bühne zu bringen. Heute möchten wir Ihnen einen unserer Invited Speaker für die EAAP 2026 in Hamburg vorstellen: PD Dr. Gürbüz Daş! Dr. Daş ist Vizepräsident der EAAP-Kommission für Geflügel und arbeitet am Forschungsinstitut für Nutztierbiologie (FBN). Auf dem Kongress wird er tief in ein für die moderne Landwirtschaft entscheidendes Thema eintauchen: Black soldier fly larvae in poultry feed: nutrition, functionality, and challenges for sustainable production in a circular economy.

🗓️ Termin vormerken:

👤 Referent: PD Dr. Gürbüz Daş
📊 Session: Session 11 | 07.09.2026 um 08:30 Uhr
🌐 Entdecken Sie das vollständige Programm: Finales Programm

Im Wintersemester 2026/27 lädt das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) zur öffentlichen Vortragsreihe Globale Gesundheit und One Health ins Alfried Krupp Wissenschaftskolleg Greifswald ein. Konzipiert wurde die Reihe von Professor Dr. Sascha Knauf (Greifswald – Insel Riems). Der One-Health-Ansatz macht deutlich, dass die Gesundheit von Menschen, Tieren und Umwelt untrennbar miteinander verbunden ist. Die Vorträge beleuchten diese Zusammenhänge aus unterschiedlichen wissenschaftlichen Perspektiven und zeigen auf, wie durch interdisziplinäre Zusammenarbeit globale Gesundheitsrisiken besser verstanden und minimiert werden können. Die Veranstaltungen finden im Alfried Krupp Wissenschaftskolleg Greifswald (Martin-Luther-Straße 14) statt. Die Vortragsreihe wird von der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung gefördert. Weitere Informationen, den Livestream sowie die Anmeldung zum Veranstaltungsnewsletter gibt es unter www.wiko-greifswald.de.