EU-Informationen

In den jüngsten Empfehlungen der EFSA zur Afrikanischen Schweinepest wird das Risiko der Einschleppung des Virus in nicht betroffene Regionen der EU über Übertragungswege wie Futtermittel, Einstreu und leere, aus betroffenen Gebieten zurückgebrachte Schweinetransportfahrzeuge untersucht.

Im Gutachten wird der Schluss gezogen, dass das Potenzial für eine Übertragung über diese Übertragungswege geringer ist als bei einer Reihe von anderen Übertragungswegen – wie etwa dem Transport lebender Hausschweine oder der Nichtunterbindung des Kontakts zwischen Wildschweinen und Hausschweinen. Ein Risiko kann hierbei jedoch nicht vollständig ausgeschlossen werden.

Quelle: EFSA

Bundesministerin Julia Klöckner begrüßt Studie der EU-Kommission

Die EU-Kommission hat am 29. April 2021 eine Studie zum Status der neuen molekularbiologischen Techniken (NMT) im Unionsrecht vorgestellt.

Dazu erklärt die Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft, Julia Klöckner: "Ich begrüße es ausdrücklich, dass die EU-Kommission mit der heute vorgestellten Studie die überfällige Modernisierung des europäischen Rechtsrahmens für neue molekularbiologische Techniken (NMT) anstößt. Denn auf europäischer Ebene müssen wir gemeinsam Regelungen schaffen, die mit wissenschaftlichen Erkenntnissen Schritt halten und eine differenzierte Risikobewertung ermöglichen.

Quelle: BMEL

Am 24. März 2021 wurde Open Research Europe (ORE), eine von der EU-Kommission finanzierte und verantwortete Open Access-Publikationsplattform, offiziell gestartet. Die Plattform ermöglicht einen offenen Zugang zu Ergebnissen und Veröffentlichungen aus EU-geförderten Projekten aller Wissenschaftsdisziplinen.

Quelle: KOWI

Am 15. März 2021 hat die Europäische Kommission den ‚Horizon Europe Strategic Plan 2021-2024‘ angenommen. Der Strategische Plan, der seit Frühjahr 2019 erarbeitet wurde, stellt den strategischen Rahmen der Europäischen Union für die Forschungs- und Innovationsförderung unter Horizon Europe dar. Er soll gewährleisten, dass Forschung und Innovation zu den politischen Zielen der EU wie der Schaffung eines klimaneutralen und grünen Europas, dem digitalem Zeitalter Europas sowie der Wirtschaft im Dienste der Menschen wirkungsvoll beitragen.

Quelle: KoWi

Die Europäische Kommission hat  am 24. Februar 2021 eine neue EU-Strategie für die Anpassung an den Klimawandel angenommen, die den Weg zur Vorbereitung auf die unvermeidbaren Auswirkungen des Klimawandels weisen soll. Während die EU alles in ihrer Macht Stehende tut, um den Klimawandel sowohl innerhalb als auch außerhalb der EU einzudämmen, müssen wir uns auch gegen die unausweichlichen Folgen des Klimawandels wappnen. Von tödlichen Hitzewellen und verheerenden Dürren bis hin zu massiven Waldschäden und durch den Anstieg des Meeresspiegels erodierten Küsten fordert der Klimawandel in Europa und weltweit bereits seinen Tribut. Aufbauend auf der Strategie zur Anpassung an den Klimawandel von 2013 zielen die heutigen Vorschläge darauf ab, den Schwerpunkt vom Verständnis des Problems auf die Entwicklung von Lösungen zu verlagern und von der Planung zur Umsetzung überzugehen.

Quelle: Europäische Kommission

Die EU beabsichtigt, das Verfütterungsverbot von tierischem Protein an Geflügel und Schweine zu lockern. Zusätzlich will die EU auch die Verfütterung von Insektenmehl erlauben. Das ist einem Gesetzesentwurf der EU zu entnehmen, dessen Details der Referatsleiter Eric Thévenard anlässlich einer Anhörung des Umweltausschusses im Europäischen Parlament erläuterte.

Quelle: aho

Am 24. Februar 2021 hat die Europäische Kommission ihre Mitteilung Ein klimaresilientes Europa aufbauen - die neue EU-Strategie für die Anpassung an den Klimawandel veröffentlicht. Die Strategie war in der Mitteilung über den europäischen Grünen Deal angekündigt worden.

Die Kommission legt den Nachdruck mit dieser Strategie auf die Anpassung an diejenigen Folgen des Klimawandels, die sich nicht mehr abwenden lassen bzw. bereits eingetreten sind. Ziel der Strategie ist die Schaffung einer klimaresilienten Europäischen Union bis 2050.

Wichtiger Eckpfeiler der Strategie ist die Ausweitung und Verbreitung der Kenntnisse über den Klimawandel sowie mögliche Maßnahmen zur Anpassung. Das kommende EU-Forschungsrahmenprogramm Horizon Europe, aber auch weitere EU-Programme wie Digital Europe und Copernicus, sollen wesentlich dazu beitragen, bestehende Wissenslücken zu schließen. Die in Horizon Europe geplanten Missions im Umweltbereich sollen neue Innovationen hervorbringen, die der Anpassung an den Klimawandel dienen. Außerdem will die EU ihre Maßnahmen zur Unterstützung der Klimaresilienz auf internationaler Ebene verstärken. Als Best-Practice-Beispiel wird hier die Forschungs- und Innovationspartnerschaft EU-Afrika aufgeführt.

Die Kommission wird die Strategie im Umweltrat mit den EU-Mitgliedstaaten diskutieren. Der Rat soll bei seiner Sitzung im Juni formalrechtliche Schlussfolgerungen zur neuen Klimastrategie verabschieden.

Quelle: KoWi

Am 19. Oktober 2020 wurden die Schlussfolgerungen des Rates zur Strategie Vom Hof auf den Tisch (Farm to fork, F2f) auf der Sitzung der EU-Landwirtschafts- und Fischereiminister gebilligt. Eine erste Aussprache dazu hatte bereits auf der Tagung des Rates Landwirtschaft und Fischerei vom 20. Juli 2020 unter deutschem Ratsvorsitz stattgefunden. Der Text ist auf mehreren Treffen verschiedener Arbeitsgruppen des Rates eingehend beraten worden, zuletzt am 14. Oktober vom Ausschuss der Ständigen Vertreter (AStV), der die noch offenen Fragen abschließend klären konnte.

Quelle: Dr. Hans-Peter Schons, Arbeitsgemeinschaft Deutscher Tierzüchter e. V. (AD)  / DGfZ

Der Gesamtabsatz von Veterinärantibiotika in den Ländern Europas ging zwischen 2011 und 2018 um mehr als 34% zurück. Dies ergibt sich aus dem von der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) veröffentlichte Jahresbericht über die europäische Überwachung des Verbrauchs antimikrobieller Tierarzneimittel (ESVAC).

Quelle: aho

Die Zuchtrindervermarktung im 1. Halbjahr 2020 stand ganz klar unter den Vorzeichen der Pandemie Covid 19. Internationale Messeauftritte, die für die österreichische Rinderzucht für die Betreuung von Kunden wichtig gewesen wären, werden laufend abgesagt. Die Internationale Messe EUROTIER in Hannover wurde von der Deutschen Landwirtschaftsgesellschaft DLG vom ursprünglichen Termin am 17.-20.November 2020 bereits auf 9.-12. Februar 2021 verschoben. Ebenso manche Versteigerungen, die aber schlussendlich unter Einhaltung strenger Sicherheitsvorkehrungen abgehalten werden konnten.

Der Export über Versteigerungen ging sehr stark zurück. Wurden im 1. Halbjahr 2019 noch 39% aller Exportiere über die Versteigerungen vermarktet, so waren es im aktuellen Halbjahr nur mehr ein Viertel aller Tiere. Die restlichen 75% wurden direkt Ab-Hof verkauft. Im 1. Halbjahr konnten somit 11.314 Tiere exportiert werden, um 990 Stk. oder um 8,1% weniger als im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Die aktuellen Exportzahlen liegen ¼ oder 3.875 Tiere unter dem zehnjährigen Durchschnittschnitt. Damit wurde auch ein Zehnjahrestief erreicht. Die meisten Exporte innerhalb dieses Zeitraumes liegen bereits 8 Jahre zurück. Im Jahr 2012 wurden im 1. Halbjahr bereits 20.350 Zuchtrinder exportiert. Die abnahmestärksten Regionen 2020 waren im 1.Halbjahr Vorder- und Zentralasien mit 68% aller Tiere, 18% wurden direkt in die Nachbarstaaten geliefert, 8% innerhalb der Europäischen Union.

Bei den Nachbarländern ist wie schon in den letzten Jahren Italien mit 1.300 Tieren und einem Anteil von 11 Prozent aller exportierten Tiere nach wie vor der abnehmerstärkste Markt, 450 Tiere (4%) wurden in die Schweiz exportiert bzw. jeweils 100 Stk. nach Ungarn sowie nach Deutschland.

ZAR/DGfZ