EU-Informationen

Vertreter des Europäischen Milchindustrieverbandes (EDA) haben nochmals eindringlich vor den Folgen eines ungeordneten Brexits gewarnt. So bekräftigte der EDA-Präsident Michel Nalet vergangenen Mittwoch (20.3.2019) in Brüssel mit Nachdruck die Forderung an den Europäischen Rat, einen harten EU-Austritt des Vereinigten Königreichs unter allen Umständen zu verhindern. Die Option eines harten Brexits besteht nach wie vor und dieses Szenario könnte laut Nalet zu einer in diesem Ausmaß noch nie dagewesenen Milchkrise führen.

Quelle: elite

In der Europäischen Union sind Resistenzen gegen eine Reihe von Antibiotika auf dem Vormarsch.

Davon gehen die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) und das Europäische Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC) in einem am Dienstag (26.2.) vorgelegten Bericht aus. Für den Report wurden Daten des Jahres 2017 aus allen 28 Mitgliedstaaten ausgewertet. Untersucht wurden die antimikrobiellen Resistenzen (AMR) beim Menschen, bei Mastschweinen sowie bei Kälbern unter einem Jahr.

Quelle: proplanta

Wie eine aktuelle Auswertung von EUROSTAT - dem statistischen Amt der EU - zeigt wurden 2017 in Österreich 23,4% der landwirtschaftlichen Nutzfläche nach den Richtlinien des biologischen Landbaus kultiviert. Das ist der höchste Wert im EU-Länderranking. Danach folgen: Estland (19,6%), Schweden (19,2%), Italien (14,9%), Tschechien (14,1), Lettland (13,9%) und Finnland (11,4%). In den übrigen EU-Ländern lag der Bio-Flächenanteil unter 10%: Slowakei (9,9%), Slowenien (9,6%), Spanien (8,7%), Dänemark (8,6%), Litauen (8%), Griechenland (8%), ,Portugal (7%), Deutschland (6,8%), Kroatien (6,5%), Belgien (6,3%) und Frankreich (6%). Dahinter folgten Zypern (4,6%), Luxemburg (4,2%), Ungarn (3,7%), Polen (3,4%) sowie die Niederlande (3,1%). Die niedrigsten Anteile wiesen Malta (0,4%), Irland (1,7%), Rumänien (1,9%),  Bulgarien (2,7%) und das Vereinigte Königreich (2,9%) auf. Werte für Nicht-EU-Länder wurden von Eurostat für die Schweiz (14,5%), Norwegen (4,8%) und Island (0,4%) abgebildet. In der Auswertung sind sowohl Bio- als auch Umstellungsflächen enthalten.    

Quelle: AfZ

Das EU-Forschungsprojekt SmartBees ist erfolgreich beendet. Vier Jahre lang hatten Imkerinnen und Imker, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie Unternehmen aus 15 EU-Mitgliedsländern und angrenzenden Gebieten daran gearbeitet, Bedrohungen für Honigbienen auf unserem Kontinent besser zu verstehen, Gegenmaßnahmen zu entwickeln, und die innerartliche Vielfalt der Honigbiene zu schützen. Der Koordinator des Projektes ist Prof. Dr. Kaspar Bienefeld. Er  leitet das Länderinstitut für Bienenkunde im brandenburgischen Hohen Neuendorf und ist Honorarprofessor am Albrecht Daniel Thaer-Institut für Agrar- und Gartenbauwissenschaften der Lebenswissenschaftlichen Fakultät der Humboldt-Universität zu Berlin.

SmartBees ist mit einem Gesamtbudget von sechs Millionen Euro das bislang größte EU-Forschungsprojekt zur Erhöhung der Nachhaltigkeit der Imkerei.

Erstmals sind nun auch Züchterinnen und Züchter aller europäischen Unterarten in der Lage, über die zentrale Zuchtdatenbank beebreed.eu eine effiziente Zuchtplanung zu betreiben. Sie vernetzen sich im neu gegründeten International Honey Bee Breeding Network(IHBBN).

Quelle: hu-berlin

 

Im Jahr 2017 sind in der Europäischen Union 7,0 % der landwirtschaftlich genutzten Flächen (LF) ökologisch bewirtschaftet worden. Absolut betrachtet waren es laut Angaben des Statistischen Amtes der Europäischen Union (Eurostat) vom 30.1.2019 rund 12,6 Mio. ha; demnach hat das betreffende Anbauareal im Zeitraum 2012 bis 2017 insgesamt um ein Viertel zugenommen. Dabei sind laut Eurostat allerdings auch schon die Flächen berücksichtigt, die sich im Berichtsjahr noch in der Umstellung befanden.

Quelle: proplanta

Die Schweineproduktion in der Europäischen Union wird im nächsten Jahr vermutlich zurückgehen. Nach Schätzungen des EU-Prognoseausschusses wird die Bruttoeigenerzeugung an Schweinen von 269 auf 267 Mio. Stück sinken. Das ist ein Rückgang um knapp 0,8 %. Die stärken Einbrüche erwarte der Ausschuss mit 1,3 % in Frankreich und 1 % in Deutschland. Auch in den durch die ASP geschwächten Ländern Belgien und Polen sind Abstockungen zu erwarten.

Quelle: susonline

Die Europäische Kommission hat heute entschieden, dass Investitionen in Vorsorgemaßnahmen gegen Risse von Weidetieren durch Wölfe zu 100 Prozent durch die Länder finanziert werden können, ohne dass dies als unzulässige Beihilfe gilt. Bislang konnten Schafhaltern und Landwirten nur 80 Prozent der Vorsorgekosten, etwa für die Anschaffung von wolfssicheren Zäunen oder von Herdenschutzhunden erstattet werden. Auch solche Schäden, die infolge eines Wolfsrisses auftreten, dürfen fortan vollständig erstattet werden. Neu ist, dass dies auch für indirekte Schäden gilt, wie zum Beispiel für die Behandlungskosten gerissener Tiere beim Veterinär oder für die Arbeitskosten bei der Suche versprengter Tiere nach einem Angriff. Auch hier waren vorher nur 80 Prozent staatliche Erstattung zulässig. 

Quelle: bmu

Das EU-Parlament hat letzte Woche beschlossen, dass Masttiere weniger Antibiotika erhalten sollen. Laut Vereinbarung wird die Verwendung von antimikrobiellen Mitteln als prophylaktische Maßnahme ohne klinische Anzeichen einer Infektion künftig auf einzelne Tiere beschränkt. Die vorbeugende Anwendung bei ganzen Tiergruppen, bei denen nur ein Tier Anzeichen einer Infektion aufweist, ist nur noch dann möglich, wenn dies von einem Tierarzt ausführlich gerechtfertigt wird und ein sehr hohes Infektionsrisiko besteht. Außerdem soll das Gesetz die Europäische Kommission ermächtigen, bestimmte Antibiotika zu bestimmen, die nur noch bei Menschen eingesetzt werden. Welche dies sind, wurde zunächst nicht kommuniziert.

Quelle: SUS

Anlässlich eines Treffens des EU’s Standing Committee on Plants, Animals, Food and Feed (PAFF) am 19. September 2018 präsentierten

  1. die Teilnehmer Belgiens Details zum aktuellen Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest in Belgien. Sie finden die Präsentation hier.
  2. die Teilnehmer Dänemarks den Nationalen Aktionsplan zum Schutz vor der Afrikanischen Schweinepest. Sie finden die Präsentation hier.

Quelle: aho/DGfZ

Der Europäische Gerichtshof (EuGH) hat zur rechtlichen Einstufung der neuen Züchtungstechniken eine Entscheidung getroffen. Zu den neuen Verfahren zählen beispielsweise Crispr-Cas9, Talens oder ODM. Die Luxemburger Richter standen vor der Frage, ob der Begriff des gentechnisch veränderten Organismus prozessorientiert oder produktorientiert verstanden werden soll.

Das Urteil unterscheidet (leider) nicht zwischen den unterschiedlichen Verfahren. Kurz zusammengefasst:

Durch Mutagenese gewonnene Organismen sind genetisch veränderte Organismen (GVO) und unterliegen grundsätzlich den in der GVO-Richtlinie vorgesehenen Verpflichtungen.

Quelle: Gerichtshof der Europäischen Union/DGfZ