EU-Informationen

11.06.2018

EU will Antibiotikaeinsatz in der Landwirtschaft weiter einschränken

Das Europäische Parlament und Vertreter der Mitgliedsländer haben sich auf Maßnahmen zur Begrenzung des Antibiotikaeinsatzes bei landwirtschaftlichen Nutztieren geeinigt. So soll zukünftig der prophylaktische Einsatz nur noch bei Einzeltieren gestattet werden und dies auch nur dann, wenn es keine alternativen Behandlungsmöglichkeiten gibt und die Gefahr einer schweren Infektionskrankheit besteht. Auch der metaphylaktische Einsatz soll eingegrenzt werden.

Quelle: vetion

Europäisches Parlament

15.02.2018

Internetbefragung zu den EU-Förderprogrammen zur Entwicklung des ländlichen Raums

Die EU-Kommission startete am 22. Januar eine Internetbefragung zu den EU-Förderprogrammen zur Entwicklung des ländlichen Raums 2007 – 2013. Die Ergebnisse dieser Konsultation fließen in die Schlussfolgerungen der Kommission aus der Evaluierung ein, die ihrerseits bei der Gestaltung der Gemeinsamen Agrarpolitik für den Zeitraum nach 2020 verwendet werden. 

Quelle: EU KOM / DGfZ

16.01.2018

Europäischer Rechnungshof überprüft EU-Tierschutzmaßnahmen

Der Europäische Rechnungshof prüft aktuell die Wirksamkeit der EU-Tierschutzmaßnahmen. Die EU hat für den Zeitraum 2014-2010 rund 1,5 Milliarden Euro für Zahlungen für Tierschutzmaßnahmen bereitgestellt. Diese Maßnahmen sollen zu einem hohen Maß an Tierschutz in der EU beitragen. Der Rechnungshof prüft nun, ob die Mittel einerseits zweckmäßig eingesetzt wurden und inwieweit die Maßnahmen erfolgreich waren. Die Prüfung beschränkt sich dabei auf die landwirtschaftlichen Nutztiere in der EU. Der Prüfbericht soll Ende 2018 vorliegen. Im Rahmen der Prüfung werden auch Besuche in fünf Mitgliedsstaaten durchgeführt. Dabei handelt es sich um Rumänien, Polen, Frankreich, Italien und Deutschland.

Quelle: vetion

07.12.2017

EFSA bestätigt geringe Inzidenz von TSE in der EU

Die EFSA hat ihren zweiten EU-Kurzbericht zur Überwachung von Transmissiblen Spongiformen Enzephalopathien (TSE) veröffentlicht.

Bei TSE handelt es sich um eine Gruppe von Krankheiten, die das Gehirn und das Nervensystem von Menschen und Tieren befallen. Dazu gehören Bovine Spongiforme Enzephalopathie (BSE), Scrapie und Chronic Wasting Disease (CWD). Mit Ausnahme der klassischen BSE liegen für keine TSE wissenschaftliche Hinweise darauf vor, dass sie auf den Menschen übertragen werden könnten.

Der vorliegende Bericht enthält Ergebnisse zu Daten, die von allen EU-Mitgliedstaaten, Island, Norwegen und der Schweiz für 2016 erhoben wurden.

Quelle: efsa

05.12.2017

Österreich hat höchsten Bioflächen-Anteil in der EU

Österreich hat in der EU den höchsten Anteil an biologisch bewirtschafteten Flächen und liegt mit über einem Fünftel (21% oder 571.000 ha) an Bioflächen im Jahr 2016 klar an der Spitze, gefolgt von  Schweden (18% oder 553.000 ha) und Estland (18% oder 181.000 ha). Über 10% Bio-Anteil an der landwirtschaftlich genutzten Fläche meldeten auch Italien (14% bzw. 1.796.0000 ha), die Tschechische Republik (14% bzw. 489.000 ha), Lettland (13% bzw. 259.000 ha) und Finnland (10% bzw. 238.000 ha).

Quelle: AIZ/EUROSTAT

18.10.2017

Haustiere mehr Wert als Nutztiere?

Europas Verbraucher sehen bei Haustieren einen höheren Anspruch auf medizinische Versorgung als bei Nutztieren. Das geht aus einer Umfrage mit rund 6000 Bürgern aus sechs EU-Ländern hervor. Demnach sagen 65 % der Bürger, dass Haustiere denselben Anspruch auf die Behandlung mit Medikamenten haben wie Menschen. Nutztieren stehen hingegen nur 59 % der Befragten denselben Anspruch zu. Noch größer ist der Unterschied bei den Impfungen. Diese halten 65 % der Bürger bei Haustieren für angemessen. Bei Nutztieren stimmen nur noch 54 % zu. Die Vorbehalte gegenüber der Nutztiermedizin zeigen sich vor allem bei den Antibiotika. So glaubt fast die Hälfte der Befragten (46 %) Nutztiere würden routinemäßig Antibiotika auch erhalten, wenn sie nicht krank sind. Insgeamt wissen oder glauben fast drei Viertel der Befragten (71%) nicht, dass die Behandlung kranker Nutztiere hilft, Lebensmittel sicherer zu machen.
Fazit: Es ist dringend notwendig, das Wissen der Menschen über Tierarzneimittel und Impfstoffe zu verbessern. Hierzu sind auch fachlich fundierte und korrekt geschlussfolgerte Berichte in den Medien notwendig.

Quelle: sus online

08.08.2017

EU-Projekt GenTORE mit Beteiligung der LfL bewilligt

Die landwirtschaftliche Tierhaltung steht vor großen Herausforderungen. Gesellschaft und Politik drängen auf naturnähere Haltungsverfahren, gleichzeitig ändern sich Umweltbedingungen, vor allem durch den Klimawandel. Das Projekt GenTORE – das Kürzel steht für Genomic Tools to Optimize Resilience and Efficiency in European Cattle – leistet einen Beitrag, die Nachhaltigkeit in der Rinderhaltung zu erhöhen.

Quelle: LfL

22.06.2017

Europäischer Gerichtshof stärkt Bezeichnungsschutz für Milch

Der Europäische Gerichtshof (EuGH) hat am 14. Juni 2017 auf ein Vorabentscheidungsersuchen des Landgerichts Trier zum Bezeichnungsschutz für Milch und Milchprodukte nach der Verordnung über eine Gemeinsame Marktorganisation für landwirtschaftliche Erzeugnisse eine wegweisende Entscheidung getroffen. Bezeichnungen wie Milch, Butter, Käse etc. sind auch weiterhin ausschließlich den entsprechenden Milchprodukten vorbehalten.

Quelle: EuGH

09.06.2017

Österreich: Novelle der 1. Tierhaltungsverordnung bringt Verbesserungen für Nutztiere

Nach mehr als zweijährigen Verhandlungen wurde nun die Novelle der 1. Tierhaltungsverordnung veröffentlicht - der Großteil der Änderungen wird mit 1. Oktober 2017 in Kraft treten.

Vorrangiges Ziel der 1. Tierhaltungsverordnung sind Verbesserungen bei Eingriffen bei Nutztieren. Derartige Eingriffe dürfen ab in Kraft treten nur mehr unter Schmerzminderung, Schmerzausschaltung bzw. Betäubung durchgeführt werden. Gleichzeitig wurden verschiedene Anpassungen und Klarstellungen in anderen Bereichen des Tierschutzes vorgenommen.

Quelle: BMGF

02.06.2017

EFSA-Gutachten: Föten empfinden bei der Schlachtung des Muttertieres auf Grund schmerzhemmender Mechanismen im Körper keinen Schmerz

Sachverständige der EFSA untersuchen Fragen rund um die Schlachtung von trächtigen Nutztieren in Europa.

Das Gremium der EFSA für Tiergesundheit und Tierschutz bewertete zunächst, ob und wann Föten verschiedener Nutztierarten Schmerzen empfinden. Die geschätzte Wahrscheinlichkeit, dass Tierföten während des letzten Drittels der Trächtigkeit Schmerzen empfinden, wird in den beiden folgenden Szenarien beschrieben:

Das wahrscheinlichste Szenario (mit 66-99% Wahrscheinlichkeit) ist, dass Tiere während des letzten Trächtigkeitsdrittels keine Schmerzen empfinden. Zurückzuführen ist dies  hauptsächlich auf neuronale Mechanismen im Gehirn, die das Schmerzempfinden hemmen; einen niedrigen Sauerstoffgehalt im fetalen System; sowie den Umstand, dass die Föten sich für einen Großteil der Trächtigkeit in einem Schlafzustand befinden.

Nach dem unwahrscheinlichsten Szenario (1-33% Wahrscheinlichkeit) empfinden die Tiere Schmerzen. Dies beruht auf einer möglichen Interpretation der im Gehirn der Föten  nachgewiesenen elektrischen Aktivität und ihrer Fähigkeit, auf externe Reize zu reagieren.

Erfahren Sie mehr in der Zusammenfassung der wichtigsten Ergebnisse

Quelle: EFSA

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