Informieren Sie sich hier über die aktuellen Zuchtwerte vom August 2019. Diese stehen zum Download bereit. Die Kuhzuchtwerte folgen Ende der Woche. Nach der turbulenten Schätzung im April verlief die August-Schätzung relativ ruhig. Eine Neuerung ist die Einführung des Zuchtwertes für Kälberfitness (RZKälberfit). Dieser beschreibt die genetisch bedingte Fähigkeit eines Kalbes, die Aufzuchtperiode von Tag 2 bis zum Alter von 15 Monaten zu überleben.

Quelle: Milchrind

Das Heft Rinder- und Schweineproduktion in Deutschland Ausgabe 2019 mit Daten des Jahres 2018 ist erschienen. Erstmals enthält die Broschüre auch Angaben zur Tierart Schwein.

Zunächst geben Tabellen und Abbildungen einen allgemeinen Überblick zur Rinder- und Schweineproduktion in Deutschland und der EU. Anschließend werden Angaben zur Herdbuchzucht Rind, zur künstlichen Rinderbesamung und zum Embryotransfer präsentiert. Komplettiert wird der Bericht mit Daten zur Milchleistungs- und Fleischleistungsprüfung sowie zur Mastleistung und Haltung von Schweinen.

Für 15 € (Mitgliederorganisationen 5 €) zzgl. MwSt und Versandpauschale kann die neue Ausgabe bestellt werden: Per Bestellformular (s.u.), per Email an info@rind-schwein.de oder per Fax an 0228 9144711.

Bestellformular Rinder- und Schweineproduktion in Deutschland

Quelle: BRS

Mitglieder der SPD Bad Zwischenahn und SPD-Landtagsabgeordnete Logemann besuchen Versuchsstation in Wehnen

Welche unterschiedlichen Möglichkeiten der Haltung von Schweinen derzeit diskutiert und erprobt werden, haben sich Mitglieder der SPD Bad Zwischenahn und die SPD-Landtagsabgeordnete Karin Logemann in der Versuchsstation für Tierhaltung der Landwirtschaftskammer (LWK) Niedersachsen in Bad Zwischenahn-Wehnen (Kreis Ammerland) angeschaut.

Quelle: LWK Niedersachsen

Prof. Dr. Folkhard Isermeyer vom Johann Heinrich von Thünen-Institut hat in dem Thünen Working Paper 124 vom Juli 2019 Überlegungen zur langfristigen Ausrichtung der Nutztierstrategie angestellt. Dabei stellt er die Frage: Tierwohl: Freiwilliges Label, obligatorische Kennzeichnung oder staatliche Prämie? In dem Arbeitsbericht wird erklärt, (a) warum die Frage freiwillig oder verpflichtend gar nicht so wichtig ist, (b) welche Fragen stattdessen geklärt werden müssen, um eine gesellschaftlich akzeptierte Nutztierhaltung zu erreichen, und (c) wie ein möglicher Lösungspfad gestaltet werden könnte.

Quelle: Thünen-Institut 

 

Wissenschaftler der University of Sydney haben ein neues Papillomavirus aus dem Samen eines neuseeländischen Zuchthengstes entdeckt. Bisher waren bereits 13 unterschiedliche Papillomaviren des Pferdes nachgewiesen worden, die u.a. mit klassischen Papillomen oder auch Genitalpapillomen in Verbindung gebracht werden konnten.

Quelle: vetion

So wichtig – und so gefährdet: Während die einst in Deutschland heimische Dunkle Honigbiene fast ausgerottet ist, geht auch die genetische Vielfalt der häufig gezüchteten Kärntner Honigbiene verloren. Wissenschaftler legen nun eine Notfallreserve für die Zukunft an. Sie soll die innerartliche Vielfalt für die Bienenzucht sichern und diese fit machen für den Klimawandel. Deutschland wäre damit das erste Land mit einer derartigen Genreserve für Honigbienen.

Quelle: BLE

Wissenschaftler am Leibniz-Institut in Dummerstorf erweitern ihr Forschungsspektrum auf Insekten

Wissenschaftler des Leibniz-Instituts für Nutztierbiologie Dummerstorf (FBN) haben ihr Nutztierspektrum um die Insekten erweitert. Es geht um die Erforschung der bis zu zwei Zentimeter großen Schwarzen Soldatenfliege und ihrer eiweißreichen Larven als alternative hochwertige Eiweißquelle.

Quelle: FBN

Abgabemengen für Fluorchinolone und Cephalosporine der 3. und 4. Generation erstmals unter dem Niveau von 2011

Die Menge der in der Tiermedizin abgegebenen Antibiotika in Deutschland ist 2018 weiter leicht zurückgegangen. Sie sank im Vergleich zum Vorjahr um 10,7 auf 722 Tonnen (minus 1,5 %) und erreichte damit das bislang niedrigste Niveau seit 2011, dem ersten Jahr der Erhebung (minus 57,6 % gegenüber 1706 Tonnen im Jahr 2011). Zum ersten Mal seit der Erfassung der Abgabemengendaten für Antibiotika und deren Auswertung durch das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) liegen auch die Mengen der abgegebenen Fluorchinolone sowie Cephalosporine der 3. und 4. Generation unter dem Wert von 2011. Diese Wirkstoffklassen sind für die Therapie beim Menschen von besonderer Bedeutung.

Quelle: BVL

Auch in Hamburg, Köln und München werde das Thermometer bis 2050 stark nach oben klettern, berechnete ein Forscherteam um Jean-Francois Bastin von der Eidgenössischen Technischen Hochschule (ETH) Zürich.

Um die Auswirkungen des weltweiten Klimawandels zu verdeutlichen, verglichen die Forscher die Vorhersagen für 520 Städte weltweit mit aktuellen Temperaturen auf anderen Teilen der Erde. Für 77 Prozent der Städte ergebe sich demnach ein drastischer Unterschied zu heute, schreiben die Wissenschaftler in der Fachzeitschrift «PLOS ONE».

Quelle: proplanta

Am 9. Juli besuchte Julia Klöckner, Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft, den Hauptsitz des Friedrich-Loeffler-Instituts (FLI) auf der Insel Riems. Insbesondere die internationalen Aktivitäten des FLI interessierten die Ministerin: Die Arbeit des FLI ist deshalb nicht nur für Deutschland wichtig, denn Tierseuchen sind ein globales Problem und erfordern eine enge internationale Zusammenarbeit. Deshalb prüfe ich Pläne für eine Errichtung eines Instituts Internationale Tiergesundheit/One Health am FLI. Damit könnten wir weltweit das Wissen bündeln und gemeinsam noch effektiver gegen Tierseuchen vorgehen. Außerdem informierte sie sich über den Stand bei der Afrikanischen Schweinepest und dem West-Nil-Virus (WNV). Einen Tag vorher hatte das FLI die erste WNV-Infektion bei einem Vogel in diesem Jahr bestätigt.

Außerdem betonte sie den Stellenwert des FLI in der Politikberatung: Wir brauchen unabhängige Wissenschaftler - nicht, damit bestehende Haltungen bestätigt werden, sondern gerade, um diese zu hinterfragen, unsere Maßnahmen weiter zu entwickeln und um gute Politik zu machen frei von Stimmungen, sondern auf der Grundlage von Fakten.

Quelle: FLI/DGFZ