Mit iDDEN (International Dairy Data Exchange Network) wurde im November 2020 die größte internationale Partnerschaft für den Austausch von Daten rund um die Milchproduktion ins Leben gerufen. Durch die Datenvernetzung können Milchviehbetriebe, Stalltechnikhersteller und Organisationen gemeinsam Daten nutzen und Kosten für die Datenintegration sinken.

iDDEN hat Organisationen der Milchviehhaltung und große Stalltechnikhersteller in Europa, Nordamerika und Australien zusammengebracht, um sich auf die Lösung von Datenintegrationsproblemen zu konzentrieren. Durch die Datenvernetzung können Milchviehbetriebe, Gerätehersteller und Organisationen Daten gemeinsam nutzen, die bislang oft nur isoliert verfügbar waren. iDDEN wird die nahtlose Integration von Melk- und Stalltechnik auf den Betrieben mit den Datenbanken der Milchleistungsprüfung ermöglichen. Durch die Datenaustauschdienste bietet iDDEN das Potenzial, die Kosten für die Datenintegration zu senken, sagt Dr. Reinhard Reents, Geschäftsführer von iDDEN (vit Deutschland). Laut Reents ist der wechselseitige Datenfluss von entscheidender Bedeutung, da das im Betrieb verfügbare Datenvolumen zunimmt und die Systeme auf Cloud-basierte Lösungen umsteigen.

Quelle: vit

Auch keine Hinweise, dass sich Menschen bei Hunden oder Katzen mit SARS-COV-2 infiziert haben

Die Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft, Julia Klöckner, hat das zum Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) gehörende Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit, das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI), beauftragt, Studien zur Empfänglichkeit von Tieren gegenüber SARS-CoV-2 durchzuführen. Über die aktuellen Ergebnisse informiert die Bundesministerin.

Quelle: BMEL

Deutschland führt den Nutri-Score ein. Die entsprechende Verordnung der Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft wurde im Bundesgesetzblatt veröffentlicht und tritt damit am Freitag, 6. November, in Kraft. Unternehmen können den Nutri-Score dann rechtssicher verwenden. Beim Nutri-Score zeigt eine fünfstufige, farbige Skala von A bis E, welche Nährwertqualität ein Produkt hat. Dazu werden der Energiegehalt sowie die Gehalte ernährungsphysiologisch günstiger und ungünstiger Nährstoffe miteinander verrechnet und der Skala zugeordnet. Die Farben Grün bis Rot helfen bei der Orientierung: Ein dunkelgrünes A trägt eher zu einer gesunden Ernährung bei als ein rotes E.

Quelle: BMEL/DGfZ

Am 01.11.2020 startete das MuD Tierschutz Vorhaben Herdenschutz in der Weidehaltung. Ziel ist die Verbesserung des Herdenschutzes in der Weidehaltung und damit die Vermeidung von Wolfsübergriffen auf landwirtschaftliche Nutztiere. Das Projekt mit einer Laufzeit von drei Jahren wird durch den Deutschen Verband für Landschaftspflege e.V. (DVL) durchgeführt.

Quelle: mud-tierschutz.de

Agrarministerin Julia Klöckner hat ihrem Ministerkollegen Hubertus Heil die bedrohliche Lage auf dem Schweinemarkt geschildert.

Angesichts der voller werdenden Schweineställe und sich abzeichnender Tierschutzprobleme wegen der coronabedingt eingeschränkten Schlachtkapazitäten hat sich Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner an Bundesarbeitsminister Hubertus Heil gewandt und ihn um Unterstützung gebeten. In einem Brief an ihren Kabinettskollegen wies sie Anfang vergangener Woche darauf hin, dass allein aufgrund des beschränkten Betriebes in den Tönnies-Schlachthöfen Rheda-Wiedenbrück und Sögel sowie im Vion-Werk in Emstek wöchentlich rund 120 000 Schlachtungen fehlten und bei Fortbestand dieser Situation bis Weihnachten ein Überhang von 1,0 Mio. bis 1,3 Mio. Schweinen drohe. Die einzige Möglichkeit, dieses Problem kurzfristig zu lösen, sei die Schlacht- und Zerlegekapazitäten heraufzufahren, betonte Klöckner. Dafür seien schnelle und flexible Lösungen bei der Arbeitszeit nötig, ohne dabei den Arbeits- und Gesundheitsschutz zu gefährden.

Quelle: sus

Schätzungen zufolge hat sich ein Stau von 540.000 Schweinen gebildet.

Am Schlachtschweinemarkt haben die weiterhin begrenzten Schlacht- und vor allem Zerlegekapazitäten dafür gesorgt, dass der Überhang an schlachtreifen Schweinen weiter zugenommen hat. So belief sich nach Angaben der ISN der Schweinestau Ende Oktober auf etwa 540 000 Tiere. Dabei werden die angelieferten Tiere auch immer schwerer. Der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) zufolge lag das durchschnittliche Schlachtgewicht der Handelsklassen S bis P in der letzten Woche bei 98,8 kg Schlachtgewicht (SG). Zu berücksichtigen ist hier, dass Schlachtschweine mit mehr als 110 kg SG nicht mehr in der Statistik des Ministeriums erfasst werden und herausfallen.

Quelle: sus

Fast 3.700 Schweinehalter wollen ab dem kommenden Jahr an der dritten ITW-Programmphase teilnehmen.

Die Initiative Tierwohl (ITW) vermeldet einen entscheidenden Erfolg bei der Vorbereitung ihrer dritten Programmphase, die im Januar 2021 startet. Bereits Monate vor dem Start haben sich 3.696 Schweinehalter mit jährlich mehr als 21,1 Mio. Tieren angemeldet. Darunter befinden sich 3.031 Schweinemäster mit jährlich 12,4 Mio. Tieren. Damit entspricht die Anzahl der angemeldeten Mastschweine zwei Monate vor dem Start der neuen Programmphase nahezu der aktuellen Menge an Mastschweinen im ITW-Programm. 

Quelle: sus

Neue Zahlen und Fakten zur Haltung von Schweinen, Rindern, Geflügel und Tieren aus Aquakultur in Deutschland

Wie viel Tonnen Fleisch werden in Deutschland produziert? Wie sehen die Betriebsstrukturen aus, wie die Nachfrage? Umfassende Informationen dazu geben seit 2017 die Thünen-Steckbriefe zur Tierhaltung. Die Steckbriefe werden jährlich aktualisiert und berücksichtigen in der jetzt vorliegenden Fassung auch Daten bis zum Jahr 2019. Neben Schwein, Rind und Geflügel gibt es auch einen Steckbrief zur Aquakultur. 

Quelle: Thünen

Gemeinsam zu einer biobasierten und nachhaltigen Wirtschaft im Rheinischen Revier – so das Ziel des Verbundprojekts BioökonomieREVIER_KOM. Entstehen soll dabei eine regionale Bioökonomie-Strategie.

Der Strukturwandel im Rheinischen Revier verlangt zukunftsfähige Konzepte. Mit dem BioökonomieREVIER soll dort eine Modellregion für nachhaltiges Wirtschaften entstehen. Die Menschen im Revier haben jetzt die einzigartige Gelegenheit, ihre Zukunft selbst in die Hand zu nehmen, so Christian Klar, Leiter der Koordinierungsstelle BioökonomieREVIER. Wir wollen diese Aufbruchsstimmung nutzen und Wissenschaft, Wirtschaft, Kommunen und Zivilgesellschaft zusammenbringen, um gemeinsam Bioökonomie-Lösungen auf Basis der regionalen Stärken umzusetzen. Das Bundesforschungsministerium fördert dazu das Projekt BioökonomieREVIER_KOM mit knapp 4 Mio. Euro. Die Koordinierungsstelle ist Teil des Projekts und am Institut für Pflanzenwissenschaften des Forschungszentrums Jülich angesiedelt.

Quelle: bioökonomie

In Deutschland werden mindestens 450 Nutztierrassen gehalten, wovon aber nur 30 Prozent als einheimisch gelten, von denen jedoch 2/3 als gefährdet eingestuft sind.

Am 7. Oktober 2020 fand das Köllitscher Fachgespräch »Erhalt tiergenetischer Ressourcen« statt. Das Fachgespräch sollte, ausgehend vom internationalen und nationalen Kontext sowie der Situation in Sachsen, zur Diskussion über geeignete Maßnahmen zum Erhalt genetischer Ressourcen anregen. Konkrete Beispiele ausgewählter Rassen sollten dies veranschaulichen und untermauern.

An der Veranstaltung nahmen zahlreiche Mitglieder des Fachbeirates Tiergenetische Ressourcen der DGfZ teil, um mit ihren Vorträgen die Thematik aus unterschiedlichen Blickwinkeln zu beleuchten. Jetzt wurden die interessanten Präsentationen veröffentlicht: