15.08.2018

Bundesratsinitiative zur Ferkelkastration

Niedersachsen setzt sich beim Bund dafür ein, dass bei Ferkeln eine Kastration ohne Betäu­bung für eine begrenzte Zeit weiterhin zulässig ist. Das Kabinett hat am Diens­tag (14.08.) in Aussicht genommen, einer Bundesratsinitiative aus Bayern zur Änderung des Tier­schutzgesetzes beizutreten. Das Tierschutzgesetz sieht bislang vor, dass der Eingriff ab 1. Januar 2019 verboten ist, Niedersachsen möchte die Übergangsregelung um drei Jahre ver­längern. Die bayrische Initiative zielt bislang auf eine Übergangsregelung bis zum 31. Dezember 2023 ab. Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast wurde vom Kabinett beauftragt, in Bayern für eine Verkürzung der Übergangsfrist einzutreten, dann soll eine Mit­antragstellung erfolgen.

Tierschutz ist uns ein großes Anliegen. Wir sind aber derzeit technisch noch nicht so weit, die bekannten Alternativen der Ferkelkastration ohne Betäubung flächendeckend umzuset­zen, betonte Agrarministerin Barbara Otte-Kinast.

Die Verschiebung sei notwendig, um die Ergebnisse der derzeit laufenden Studien auszu­werten, in die Praxis umzusetzen und gleichzeitig durch gemeinsame Anstrengungen von Er­zeugern, Politik und Verbraucherverbänden eine breitere Akzeptanz für die Immunokastra­tion zu erreichen.

Ministerin Barbara Otte-Kinast: Es ist unser klares Ziel, dass es weiterhin Ferkel aus Nieder­sachsen gibt und nicht nur aus Dänemark oder den Niederlanden. Die Sauenhalter brauchen endlich Planungssicherheit. Sie befürchtet einen Strukturbruch in diesem Bereich der Land­wirtschaft, falls die Verlängerung nicht erreicht werden könne. Besonders kleine, familienge­führte Betriebe bräuchten eine praktikable Lösung.

Hintergrund:
Alternativ stehen derzeit drei Verfahren zur Verfügung, die bereits in der Praxis geprüft werden: die Jungebermast, die Jungebermast mit Impfung gegen den Ebergeruch (die so genannte Immunokastration) und die chirurgische Kastration unter Inhalations- oder Injektionsnarkose. Außerdem soll der in Dänemark angewandte Skandinavische Weg getestet werden. Darunter versteht man eine Kastration nach einer Lokalanästhesie, die durch den Landwirt vorgenommen wird. Dafür müssen aber sowohl das Tierschutzgesetz, als auch das Arzneimittelgesetz geändert werden. Alle vier Möglichkeiten sind noch nicht ausreichend wissenschaftlich erforscht und beschrieben.

INFO: 
Wissenschaftliche Forschungsergebnisse zu dieser The­matik wurden in dem von der DGfZ herausgegebenen Journal ZÜCHTUNGSKUNDE publiziert. Insbesondere die vielversprechende Jungebermast war für die DGfZ Anlass, 2012 das Themenheft Grundlagen der Ebermast und 2014 das Themenheft Forschungsergebnisse Ebermast herauszugeben. 2018 wurde das Informationsmaterial mit einem Band der Schriftenreihe zum Thema Ausstieg aus der betäubungslosen Ferkelkastration ergänzt.

Quelle: Niedersächsische Staatskanzlei/DGfZ

 
15.08.2018

Neue Leiterin der Pressestelle im Agrarministerium

Bundesministerin Julia Klöckner holt die Journalistin Swantje von Massenbach ins Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft. Die Fernsehredakteurin übernimmt die Leitung der Pressestelle.

Quelle: bmel.de

 
15.08.2018

Brandenburg legt Entwurf von neuem Wolfsmanagementplan vor

Das Brandenburger Umweltministerium hat den Entwurf des neuen Wolfsmanagementplans erarbeitet und wird diesen Anfang September mit Naturschutz- und Landnutzerverbänden erörtern.

Der Plan ist als Arbeitsinstrument gedacht. Auf der Basis der derzeit geltenden Rechtslage enthält er Informationen über Angebote der Beratung/ Information/ Aufklärung, zum Wolfmonitoring, über die Maßnahmen der Prävention und des Schadensausgleiches für gerissene Weidetiere sowie zum Umgang mit Wölfen mit auffälligem Verhalten. Der WMP umfasst Informationen über Fördermöglichkeiten in der Wolfsprävention und für Schadensausgleichregelungen sowie die Regelungen im Umgang mit Problemwölfen. Er enthält die entsprechenden Richtlinien und Verordnungen, nennt Ansprechpartner, Telefonnummern und Adressen. Der Plan ist kompakt und auf die wesentlichen Elemente konzentriert, eben anwendungsorientiert.

Quelle: Ministerium für Ländliche Entwicklung, Umwelt und Landwirtschaft des Landes Brandenburg

 
13.08.2018

Die Zuchtwerte vom August 2018

Bei den töchtergeprüften Holsteins hat KAX Murano (Mogul x Man-O-Man) die Führung übernommen. Mit einem Plus von drei RZG-Punkten konnte er sich von Platz 2 vorschieben. Er beeindruckt vor allem mit einer sehr hohen Milchmenge. Ebenfalls einen Platz aufgerückt ist der Morgan-Sohn RZN Mocon. Seine Stärken liegen bei den Fitness-Merkmalen. Auf Rang 3 findet sich mit Harvey der erste Neueinsteiger wieder. Sein Vater Hunter ist ein Man-O-Man-Sohn, die Super-Mutter geht auf die niederländische Southland Belle-Familie zurück. Auch Harvey bietet sehr viel Milch bei allerdings knapperem Euterzuchtwert. Mit erst 54 Töchtern bleibt seine Entwicklung abzuwarten. Der bereits abgegangene Massey-Sohn Mattis hat vier RZG-Punkte verloren und ist von Rang 1 auf Rang 4 zurückgefallen.

Quelle: milchrind.de

 
13.08.2018

Petra aus Tirol schafft 200.000 kg

Die rotbunte Stadel-Tochter Petra EX-90 von Familie Steiner in Schlitters hat die magische Grenze von 200.000 kg Lebensleistung geknackt.

Die 2001 geborene Petra erreichte diese Rekordleistung in der 11. Laktation als erste Kuh Österreichs. Der Zuchtbetrieb Steiner melkt 30 Kühe, setzt seit Jahren auf hohe Lebensleistung und hat bereits acht 100.000-Liter-Kühe hervorgebracht.

Quelle: milchrind.de

 
10.08.2018

Projekt FohKUHs erfolgreich gestartet

Das Projekt FoKUHs zur Typisierung von Kühen für eine effizientere genomische Selektion mit dem Schwerpunkt auf Gesundheitsmerkmale ist erfolgreich gestartet. Seit Herbst letzten Jahres war eine Arbeitsgruppe intensiv mit den Vorarbeiten für dieses Projekt beschäftigt. Die Zuchtverbände haben in vielen Veranstaltungen und Gesprächen mit Züchtern für die Teilnahme am Projekt geworben. Der große Einsatz hat Früchte getragen, denn bereits am 1. Juni konnte der Startschuss für die FoKUHs- Betriebe gegeben werden.

Quelle: ZAR

 
08.08.2018

Kastenstand: Praktiker fordern Änderung des BMEL-Eckpunktepapiers

Um einen weiteren Verlust an Sauenbetrieben zu verhindern, fordern die Bauförderung Landwirtschaft (BFL) sowie Schweinehalter und Tierärzte mit Erfahrungen zur Umsetzung des Magdeburger Urteils, das Eckpunktepapier zum Kastenstand noch einmal zu überarbeiten.

In einem jetzt vorgelegten Positionspapier der Bauförderung Landwirtschaft (BFL) zum EckpunktepapierKastenstand des BMEL wird gefordert, erst detaillierte Maßvorgaben gesetzlich festzuschreiben, wenn dazu ausreichend wissenschaftliche Arbeiten und praktische Erfahrungen vorliegen.

Quelle: agrarheute.com

 
08.08.2018

BRS 2018 - EuroTier 2018 - BRS in zwei Hallen dabei

Die EuroTier findet in diesem Jahr vom 13. - 16. November in Hannover statt. Sie ist die weltweite Leitausstellung für die landwirtschaftliche Nutztierhaltung. Die führenden Unternehmen der Branche werden auf der EuroTier in diesem Jahr erneut mit einem vollständigen Angebot und zahlreichen Neuheiten vertreten sein. Zahlreiche Mitgliedsunternehmen des Bundesverbandes Rind und Schwein e.V. nehmen auch in diesem Jahr erneut an der Messe teil. Der BRS organisiert darüber hinaus für Mitgliedsunternehmen zwei Gemeinschaftsstände in der Schweinehalle (Halle 15 C22) und in der Rinderhalle (Halle 11 C21).

Quelle: BRS

 
08.08.2018

Deutsche Holstein: Witrugfärbung kein Zuchtziel

Besonders aus dem holländischen Raum werden neuerdings Bullen angebote, die die sog. Witrugfärbung zeigen. Der Rumpf der Tiere ist hierbei einfarbig schwarz oder rot. Kopf, Rückenlinie, Bauch und Extremitäten rahmen diesen weiß ein. Die Mitglieder des Bundesverbandes Rind und Schwein haben anlässlich ihrer Mitgliederversammlung beschlossen, dass diese Farbzeichnung nicht dem Zuchtziel entsprechen und daher als Kreuzungstiere (Nichtherdbuch) registriert werden.

Weitere Informationen: "Rind und Wir", 1/2018, Seite 31

Quelle: BRS

 
02.08.2018

Ferkelkastration: Tierärztlichen Vereinigung für Tierschutz e.V. schreibt offenen Brief an die Bundesministerin

In einem Offenen Brief an Bundesministerin Julia Klöckner bitten Tierärztinnen und Tierärzte der Tierärztlichen Vereinigung für Tierschutz e.V., dem Drängen nach einer Zulassung der Lokalanästhesie zur Ferkelkastration und einer Fristverlängerung zu widerstehen, sich für die Impfung auszusprechen und die politischen Rahmenbedingungen für die Marktakzeptanz der Impfung zu schaffen. Hintergrund dafür ist die Sorge um das Wohlergehen der Tiere und um das Image der Landwirtschaft.

Den offenen Brief mit den entsprechenden Erläuterungen finden Sie hier als pdf-Dokument.

INFO:  Die DGfZ hat zu dieser aktuellen brisanten Thematik ein Heft im Rahmen ihrer Schriftenreihe herausgegeben: