Um den Abschuss von Wölfen künftig zu erleichtern, hat das Bundesumweltministerium einen Entwurf an Fachverbände versendet. Dieser Entwurf sieht neben einer Entnahme von Wolfshybriden auch vor, dass Hobbyschäfer entschädigt werden können, sofern diese einen ernsten statt bisher erheblichen landwirtschaftlichen Schaden durch Wolfsrisse nachweisen können.

Quelle: Agrarheute

Innovationen basieren vor allem auf Ergebnissen von Forschung und Entwicklung, die in Deutschland traditionell arbeitsteilig in den Unternehmen selbst und ebenso in Hochschulinstituten sowie vom Staat getragenen öffentlichen Forschungsinstituten durchgeführt werden. Die deutsche Milchindustrie ist deswegen für ihren wirtschaftlichen Erfolg auf eine leistungsfähige und an Transfer interessierte Forschungsbasis in Hoch-schulen und Forschungsinstituten angewiesen. Der Milchindustrie-Verband (MIV) hat deshalb 2018 eine neue Studie in Auftrag gegeben, um

• die aktuelle Sicht der Unternehmen auf Innovation, Forschung, Entwicklung und Transfer sowie auf die Lage der mit den Unternehmen kooperierenden Institute festzustellen und

• die Entwicklungen in den Instituten seit Vorlage der MIV-Studie 2007 und die Sicht der heute aktiven Milchwissenschaftler auf die Entwicklungen in ihrem Forschungsgebiet zu ermitteln.

Quelle: MIV

Seit mittlerweile zwölf Jahren wird die erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen der Landesvereinigung der Milchwirtschaft e.V. (LV Milch NRW) und dem Landeskontrollverband Nordrhein-Westfalen e.V. (LKV NRW) praktiziert. In einer gemeinsamen Vorstandssitzung haben sich der LKV NRW und die LV Milch NRW darauf verständigt, die erfolgreiche Zusammenarbeit mit der Erzielung von Synergieeffekten nicht nur fortzuführen, sondern weiter auszubauen. So sollen neben der verwaltungstechnischen Zusammenarbeit, die Aktivitäten in den Bereichen Öffentlichkeitsarbeit sowie der Förderung der Qualitätsproduktion und der tierartgerechten Milchviehhaltung deutlich vertieft werden.

Quelle: lkv nrw

Zum dritten Mal hatte der Tagesspiegel zur World Food Convention nach Berlin geladen, um über Zukunftskonzepte für eine nachhaltige Ernährungssicherung zu diskutieren.

Mit der World Food Convention hat der Berliner Tagesspiegel vor zwei Jahren ein Kongressformat geschaffen, um in der Hauptstadt mit Akteuren aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft eines der drängendsten Probleme unserer Zeit zu diskutieren: die Zukunft unser Ernährung in einer Welt mit neun Milliarden Menschen. Zur dritten Ausgabe der World Food Convention am 7. Mai waren 700 Gäste in die Bolle-Säle nach Berlin-Moabit gekommen.

Quelle: bioökonomie.de

Drei Länder Sem 19kl

Vom 14.-16. Mai 2019 traf sich das Who is Who der süddeutschen, österreichischen und schweizerischen Rinderzucht zu ihrem Drei-Länder-Seminar in Bad Waldsee. Es ist schon Tradition, dass sich Zuchtunternehmen, Zuchtverwaltung und Wissenschaftler zu einer Tagung treffen, auf der aktuelle Forschungsergebnisse und Entwicklungen in den Rinderzuchtorganisationen präsentiert werden. In diesem Jahr hatte das Ministerium für ländlichen Raum und Verbraucherschutz in Baden-Württemberg und die Rinderunion Baden-Württemberg eingeladen.

Quelle: Dr. Bettina Bongartz  (DGfZ)

Der Landwirtschaftsausschuss befürwortet einen Gesetzentwurf der Bundesregierung zur vierten Änderung des Agrarstatistikgesetzes (19/9763). Die Abgeordneten haben am Mittwochmorgen (15.05.2019) die Vorlage in einer vom Ausschuss geänderten Fassung mit den Stimmen von CDU/CSU und SPD gegen das Votum der FDP bei Enthaltung der übrigen Fraktionen zur Annahme im Plenum empfohlen.

Quelle: Dt. Bundestag

Die aktuelle Fassung des Tierschutzgesetzes verlangt von den Milchkuh- und Schweinehaltern eine Eigenkontrolle. Dabei hat der Tierhalter geeignete tierbezogene Merkmale (Tierschutzindikatoren) zu erheben und zu beurteilen.

Mit Hilfe von digital erfassten Herden- und Gesundheitsdaten lassen sich bei der Milchkuh Belastungen, die das Tierwohl beeinträchtigen, gut darstellen. Für verschiedene Kennzahlen mit tiergesundheitlichem Informationswert gibt es Orientierungswerte, welche in regelmäßigen Abständen validiert werden. Durch eine umfassende Auswertung von Herden- und Gesundheitsdaten sind gesundheitliche Zusammenhänge klar erkennbar und eignen sich gut, um den Vorgaben des Tierschutzgesetzes in Bezug auf die Eigenkontrolle nachzukommen. Daneben können aber auch Checklisten zum systematischen Erfassen von Tierwohlindikatoren, zur Problemerkennung und deren Lösung genutzt werden.

Quelle: TLLLR

Die jüngste Umweltministerkonferenz fand am 8. und 9. Mai 2019 in Hamburg statt. Angesichts dieser Konferenz haben sich mehrere Verbände in Nordrhein-Westfalen auf eine gemeinsame Position zum Umgang mit dem Wolf verständigt. In einem Schreiben an NRW-Umweltministerin Ursula Heinen-Esser fordern sie eine mutige Fortentwicklung beim Wolfsmanagement und gezielte Maßnahmen zur Unterstützung der bedrohten Weidetierhaltung.

Quelle: RLV

Das Friedrich-Loeffler-Institut kommt in seiner Qualitativen Risikobewertung zur Verschleppung der Blauzungenkrankheit vom 26. April 2019 zum Ergebnis, dass das Risiko der BTV-8-Übertragung durch Gnitzen in den Monaten Dezember bis März vernachlässigbar, im April und November mäßig und in den übrigen Monaten, d.h. von Mai bis Oktober, hoch ist. Neuere Untersuchungsergebnisse aus Frankreich und Deutschland belegen zudem, dass sich noch nicht geborene Kälber in der Gebärmutter mit dem Virus der Blauzungenkrankheit anstecken können, sofern die Kuh keinen wirksamen Impfschutz hat. Die Aufnahme von Antikörpern des Muttertieres über die Biestmilch verhindert die Viruszirkulation im Blut der Kälber nicht. Durch derartige Kälber kann BTV-8 in freie Gebiete beim Verbringen dieser Tiere verschleppt werden. Daher müssen Kälber von Muttertieren, die zu Beginn der Trächtigkeit ohne wirksamen Impfschutz waren, zusätzlich im Labor auf das Vorhandensein von BTV untersucht werden, um dieses Risiko auszuschließen.

Quelle: FLI

Bislang nicht charakterisierte Immunzellen infiltrieren die Darmwand.

Wissenschaftler des  Leibniz-Instituts für Nutztierbiologie Dummerstorf (FBN) konnten erstmalig belegen, dass hohe Umgebungstemperaturen bei Milchkühen direkt zur Beeinflussung der natürlichen Darmbarriere führen können. Eine geschädigte Schutzbarriere des Darms gibt den Weg frei für Bakterien und weitere Krankheitserreger (Pathogene), die vermehrt und möglicherweise auch tiefer in die Schichten des Darms eindringen können und eine Immunabwehrreaktion in Form von eingewanderten Immunzellen auslösen. Die jüngsten Forschungsergebnisse sind am 7. Mai im renommierten Fachjournal Proceedings of the National Academy of Sciences of the United States of America veröffentlicht worden.

Quelle: fbn