EU-Programme zur Bekämpfung von Tierseuchen

Die EU-Kommission hat einen Durchführungsbeschluss mit Programmen der Mitgliedstaaten zur Tilgung, Bekämpfung und Überwachung bestimmter Tierseuchen im Jahr 2014 im Amtsblatt veröffentlicht.

Für das kommende Jahr wurden 142 Programme aus den 28 Mitgliedstaaten genehmigt. Insgesamt stellt die EU 160,7 Mio EUR zur Verfügung, fast  40 Mio weniger als 2013. Aufgrund der Erleichterungen bei der Überwachung beantragten die Mitgliedstaaten für die Bekämpfung und Überwachung von TSE nur noch 25,1 Mio EUR, was  weniger als die Hälfte der ursprünglich für 2013 vorgesehenen Summe ist. Frankreich gibt nach wie vor am meisten dafür aus (7,6 Mio EUR), weit dahinter folgen Deutschland mit 2,4 Mio EUR und Italien mit 2,1 Mio EUR.


Den größten Ausgabeposten stellt unverändert die Finanzierung der Bekämpfung der Rindertuberkulose dar; dafür gibt es im kommenden Jahr 56,1 Mio EUR, wegen des erheblich kleineren Programms in Irland sind das 15 Mio weniger als für das laufende Jahr vorgesehen. In diesem Bereich werden die beiden größten Einzelprogramme gefördert (UK mit 31 Mio und ES mit 11,8 Mio EUR), und die Ausgaben für die sechs Länder entsprechen mehr als einem Drittel des Gesamtbetrags für alle Tierseuchen.

Entgegen dem Trend ausgeweitet wurde die Förderung der Bekämpfung der Rinderbrucellose (von 7,4 auf 9,9 Mio EUR), insbesondere Italien und in geringerem Ausmaß Spanien geben hierfür mehr aus. Den größten Anstieg verzeichnete aber die Bekämpfung der Tollwut; die EU lässt sich das Programm insgesamt 27,5 Mio EUR kosten, darin enthalten sind 4,4 Mio für die Impfung in den benachbarten Drittländern Russland, Weißrussland und Ukraine (damit wird die in 2013 begonnene Aktivität weiter ausgedehnt).

Wenn man sich die Aufteilung nach Ländern anschaut, so stellt man fest, dass das Vereinigte Königreich mit 34,0 Mio EUR unverändert zu den Vorjahren am meisten erhält. Dahinter folgen Spanien mit 27,3 Mio EUR, Italien mit 16,1 Mio EUR, Polen mit 11,4 Mio EUR und Rumänien mit 10,0 Mio EUR. Auf diese vier Länder entfallen somit mehr als 60 % der Gesamtausgaben. Die deutschen Programme werden nur noch mit insgesamt 4,5 Mio EUR unterstützt, wobei TSE/BSE mit 2,9 Mio EUR und Salmonellose bei Geflügel mit 1,33 Mio EUR die beiden wichtigsten Posten sind.

Die im Durchführungsbeschluss 2013/722 genannten Zahlen, die der Aufstellung zugrunde liegen, können sich im Laufe des Jahres durch Änderungen der genehmigten Programme verändern.

Quelle: ADT Brüssel