Umstellung der Legehennenhaltung nicht erreicht

Brüssel - Trotz einer Vorbereitungszeit von mehr als zwölf Jahren haben es viele EU-Mitgliedstaaten nicht geschafft, die Legehennenhaltung mit herkömmlichen Käfigen bis zum 1. Januar vollständig umzustellen.Dabei sind so erzeugte Eier nun illegal. Wie die EU-Kommission in der vergangenenWoche auf Anfrage mitteilte, befinden sich noch in Frankreich, Polen, Belgien, Spanien, Italien, Portugal, den Niederlanden, Lettland, Griechenland, Ungarn, Bulgarien, Rumänien, Zypern und Malta Betriebe mit herkömmlichem Haltungssystem. Zusammen präsentieren sie 46,7 Millionen Tiere, das sind 14 % aller Hennen in der EU.

Die Mitgliedstaatenmüssen nun selbst sicherstellen, dass keine illegal erzeugten Eier oder Eiprodukte den nationalen Markt im Zuge des Binnenhandels verlassen. Einige Länderhaben bereits Maßnahmen dafür ergriffen.

Die Kommission ihrerseits bereitet nun die Kontrollen der EU-Länder vor. Der derzeitige Umstellungsstand trifft bei den gesetzeskonformen Staaten und Tierschutzverbänden auf scharfe Kritik. Sie äußern ihr Unverständnis darüber, dass trotz langem Vorlauf nicht rechtzeitig gehandelt wurde. Insbesondere über den Umgang mit den jetzt illegal produzierten Waren wird diskutiert. Zudem wird moniert, dass nun die Länder, welche die Zeit genutzt hätten, für ihr korrektes Verhalten bestraft würden.

Quelle: AgE