07.08.2026rss_feed

FLI weist neues Orthobunyavirus der Simbu-Serogruppe bei Rindern in Deutschland nach

Das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) hat in Proben von erkrankten Rindern aus Süddeutschland ein bislang nicht näher charakterisiertes Orthobunyavirus der Simbu-Serogruppe nachgewiesen. Nach dem erstmaligen Auftreten des Schmallenberg-Virus im Jahr 2011 gibt es damit erneut gesicherte Hinweise auf die Einschleppung eines neuen Virus dieser Gruppe nach Deutschland. Das neu nachgewiesene Virus zeigt in allen drei Segmenten die höchste Verwandtschaft zum Shamonda-Virus. Viren der Simbu-Serogruppe sind vor allem in Afrika, Asien und Australien verbreitet. Sie werden, ähnlich wie das Virus der Blauzungenkrankheit und das Schmallenberg-Virus, durch blutsaugende Gnitzen der Gattung Culicoides übertragen. Infiziert werden überwiegend Wiederkäuer, insbesondere Rinder, Schafe und Ziegen. Zunächst waren Erkrankungen bei Rindern in der Schweiz, Frankreich und Süddeutschland, insbesondere in Baden-Württemberg, aufgefallen. Die betroffenen Tiere zeigten Fieber und Durchfall. Bei Milchkühen wurde zudem ein teilweise deutlicher Rückgang der Milchleistung beobachtet.