27.03.2007

Tierschutz für den Verbraucher sichtbar machen

In dieser Woche beschäftigen sich Fachleute in Brüssel mit dem Thema Tierschutz - Verbesserung durch Kennzeichnung?. Initiiert hat die Konferenz die deutsche EU-Ratspräsidentschaft. Wie der Absatz von Produkten aus artgerechter Tierhaltung erhöht werden kann, ist dabei ein Thema.

Wie sind artgerechte Tierhaltung, umweltschonende Produktionsverfahren, eine hohe Qualität der Lebensmittel und ein höherer Absatz miteinander zu vereinbaren? Diese Frage will die Konferenz außerdem klären.

Im Aktionsplan Tierschutz hat die EU-Kommission bereits ihre Tierschutzinitiativen bis zum Jahr 2010 festgelegt. So sollen künftig wissenschaftlich anerkannte Tierschutzindikatoren eingeführt werden.

In einer Mitteilung der Bundesregierung heißt es: Wenn es kontrollierbare Tierschutzvorschriften gebe, könnten Produkte aus artgerechter Tierhaltung entsprechend gekennzeichnet werden. Ob ein EU-weites Label den Absatz solcher Lebensmittel tatsächlich fördert, ist noch fraglich. Deshalb muss diese Qualitätskennzeichnung leicht verständlich, einheitlich und wissenschaftlich untermauert sein.

Auf der Konferent werden mögliche Ansätze und Schritte zu einer europaweiten Tierschutzkennzeichnung diskutiert. Der Bundesverbraucherminister Horst Seehofer wird die Ergebnisse der Konferenz zusammenfassen und einen Ausblick zum weiteren Vorgehen geben.


Quelle: ADR-Info 12/07