Weidegang verbessert Immunparameter und Blutbild von Kälbern

Eine Forschungsgruppe von Agroscope (CH) untersuchte 2025 in einem Versuch mit 72 männlichen Kälbern verschiedener Genotypen, wie sich Weidehaltung auf Gesundheit und Blutparameter auswirkt. Vom vierten bis sechsten Lebensmonat wurden die Tiere entweder im Stall oder auf Weiden in drei Höhenlagen (500 m, 1000 m, 2000 m) gehalten. Das Ergebnis: Weidegang verbessert Immunparameter und Blutbild von Kälbern.

Die Forscher ziehen folgendes Fazit:

  • Der Versuch zeigte, dass der Weidegang einen überwiegend positiven Effekt auf die Tiergesundheit und insbesondere auf den Immunstatus hat. Letzterer ist in diesem Alter entscheidend für die Vermeidung von Infektionskrankheiten.
  • Das spricht aus Sicht der Tiergesundheit, des Tierwohls und der Vermeidung von Antibiotikaeinsätzen dafür, die graslandbasierte Milch- und Fleischproduktion bereits bei den Kälbern beginnen zu lassen.
  • Ein sorgfältiges Management, angefangen beim Abtränken auf dem Geburtsbetrieb, ist davon unbenommen Voraussetzung für eine erfolgreiche Kälber- und Rindermast auf der Weide.

Quelle: Agrarforschung Schweiz / DGfZ