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DGfZ-Newsletter vom 20.06.2026

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Inhalt

  1. Online Vorträge zur genomischen Zuchtwertschätzung und Ohrgesundheit beim Pferd
  2. Stellenausschreibung: Projektmitarbeiters (w/m/d) mit wissenschaftlicher Hochschulbildung, Bildungs- und Wissenszentrum Boxberg
  3. Wie ENSURE die Kälbergesundheit verbessert
  4. 25 Jahre ZuchtData – 25 Jahre Datenkompetenz
  5. ASP im Sauerland: Rheinland-Pfalz und Hessen weisen Sperrzonen aus
  6. Stellenausschreibung: Projektmitarbeiter (w/m/d), Bildungs- und Wissenszentrum Boxberg
  7. Stellenausschreibung: „Management, Rinderzucht, Haltungssysteme“ in Verbindung mit der Leitung des Referats 21 „Rinderzucht, Leistungsprüfungen, Rindermast“ (w/m/d)
  8. BMLEH veröffentlicht Projekt-Ausschreibung im Bundesanzeiger zur Förderung der Agrarexportstrategie
  9. Epidemiologische Lage der Afrikanischen Schweinepest (ASP) in Deutschland
  10. Risikobewertung zur Hochpathogenen Aviären Influenza (HPAI H5)
  11. Initiative Tierwohl: Verlängerte Registrierungsphase für Ferkelaufzüchter
  12. Internationale Konferenz über alte Rassen
  13. 77. EAAP Annual Meeting in Hamburg!


Unter dem Motto Spannendes aus Wissenschaft und Praxis rund um das Pferd führt die Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaft um das Pferd (GWP) am Donnerstag 11.06.2026, 18:30 Uhr, die Reihe der beliebten Vortragsveranstaltungen mit sehr kompetenten Referentinnen und Referenten per Zoom-Videokonferenz fort.

Quelle: GWP

In der Abteilung Schweinezucht des Bildungs- und Wissenszentrum Boxberg (Landesanstalt für Schweinezucht - LSZ) ist zum 01.01.2027 im Rahmen eines Drittmittelprojektes die Stelle eines

Projektmitarbeiters (w/m/d) mit wissenschaftlicher Hochschulbildung

in Vollzeit, befristet bis zum 31.12.2028 zu besetzen. Es besteht die Möglichkeit zur Promotion. Dienstort ist Boxberg.

Das vom Ministerium für Ländlichen Raum, Landwirtschaft und Heimat (MLR) innerhalb der europäischen Innovationspartnerschaft (EIP) geförderte Projekt Rettung der bedrohten reinen Schweinerassen und Stärkung der tiergenetischen Vielfalt in der Herdbuchzucht in Deutschland und Österreich (Herdbuch-Schwein.de/at) wird vom Schweinezuchtverband Baden-Württemberg e.V. koordiniert und zusammen mit der LSZ, PIGAustria, Zuchtbetrieben in Deutschland und Österreich und dem Fachgebiet für Tiergenetik und Züchtung (460g) an der Universität Hohenheim durchgeführt. Ziel des Projekts ist es, die verschiedenen Genetiken der Zuchtbetriebe des SZV und der PIGAustria unter einheitlichen Umweltbedingungen zu prüfen und eine gemeinsame Merkmalserfassung, Herdbuch und Zuchtwertschätzung zu etablieren.

Aufgaben u.a.:

  • Entwicklung einer gemeinsamen Zuchtwertschätzung unter Berücksichtigung der gemeinsamen Merkmale
  • Durchführung von Testläufen der gemeinsamen Zuchtwertschätzung
  • Aufbau einer Qualitätssicherung der gemeinsamen Zuchtwertschätzung
  • Analyse der bestehenden Merkmalserfassungen
  • Mitwirkung bei der Festlegung der gemeinsamen Merkmale
  • Schulungen der beteiligten Personen in der Merkmalserfassung
  • Präsentation der Projektergebnisse im Rahmen von Fachtagungen, Lehrgängen zur Aus- und Fortbildung
  • Erstellen wissenschaftlicher Publikationen

Profil u.a.:

  • Abgeschlossenes agrarwissenschaftliches Master- oder Diplomstudium (Univ.), Fachrichtung Tierzucht, oder gleichwertiger Abschluss in einem natur- oder ingenieurwissenschaftlichen Studiengang
  • Gute Kenntnisse in der Tierzucht und Genetik
  • Umfangreiche Erfahrung mit der Auswertung größerer Datensätze, Kenntnisse in SAS und/oder R
  • Kenntnisse in der Anwendung von Routinezuchtwertschätzprogrammen, z.B. MiX99
  • Praktische Kenntnisse und Erfahrungen in den Bereichen Schweinezucht und Schweinehaltung sind wünschenswert.

Bewerbungsfrist: 28.06.2026

Lesen Sie die ganze Stellenausschreibung hier:

Gesunde Kälber sind der Schlüssel zum Erfolg in der Rinderhaltung. Genau hier setzt das Forschungsprojekt ENSURE mit unter anderem deutscher Beteiligung (LGL Baden-Württemberg) an. Gesucht werden Fleckvieh- und Brown-Swiss-Projektbetriebe – jetzt teilnehmen!

Die Gesundheit von Kälbern ist ein zentraler Erfolgsfaktor in der Rinderwirtschaft. Sie beeinflusst nicht nur das Tierwohl, sondern auch maßgeblich die Wirtschaftlichkeit eines Betriebs. Gesunde Kälber bedeuten geringere Verluste, geringere Behandlungskosten, einen reduzierten Arbeitsaufwand und höhere Gewinne durch bessere Leistungen in der Aufzucht und im späteren Leben der Tiere.

Quelle: Kristina Linke (Rinderzucht Austria)

Zum 25 jährigen Jubiläum blickt die ZuchtData EDV Dienstleistungen GmbH auf eine beeindruckende Entwicklung zurück: Seit ihrer Ausgliederung im Jahr 2001 hat sich das Unternehmen von einer kleinen, spezialisierten Einheit zu einem zentralen digitalen Dienstleister der österreichischen Rinderzucht entwickelt. Mit zahlreichen erfolgreich umgesetzten und aktuellen Projekten, wachsender Nachfrage nach datenbasierten Lösungen und einem Generationenwechsel in der Geschäftsführung stellt sich ZuchtData zukunftsfit auf und treibt die digitale Weiterentwicklung der Branche maßgeblich voran. Die ZuchtData wurde am 24. April 2001 aus der damaligen Zentralen Arbeitsgemeinschaft österreichischer Rinderzüchter (ZAR), der heutigen RINDERZUCHT AUSTRIA, ausgegliedert und als eigenständige GmbH gegründet.

Quelle: Christian Rehling und Lukas Kalcher (Rinderzucht Austria)

Die Afrikanische Schweinepest (ASP) breitet sich weiter im Wildschweinbestand im Sauerland aus. Das Landwirtschaftsministerium NRW hatte bereits eine Erweiterung der Sperrzonen angekündigt. So gilt nun beispielsweise der gesamte Kreis Siegen-Wittgenstein als Sperrzone I bzw. II. Die ASP-infizierten Wildschweinkadaver bei Netphen-Grissenbach haben jedoch auch direkte Auswirkungen auf die benachbarten Bundesländer. Der rheinland-pfälzische Kreis Altenkirchen – nur zwölf Kilometer vom Seuchengeschehen entfernt – hat eine Sperrzone I eingerichtet. Sie deckt einen etwa sieben Kilometer breiten Korridor zur Landesgrenze nach NRW ab und dient als Vorsichtsmaßnahme. Gemeinsam mit dem Westerwaldkreis planen die Behörden, einen ASP-Schutzzaun entlang der Grenze zu errichten. Auch der Lahn-Dill-Kreis und der Landkreis Marburg-Biedenkopf in Hessen haben reagiert. Sie haben Sperrzonen I bzw. II ausgewiesen, die die dortigen Schweinehalter direkt beeinflussen.

Quelle: Sus online

Das Bildungs- und Wissenszentrum Boxberg (Landesanstalt für Schweinezucht - LSZ) ist die zentrale Bildungs-, Versuchs- und Leistungsprüfungseinrichtung des Landes Baden-Württemberg im Bereich Schweinehaltung und Schweinezucht.

In der Abteilung Schweinehaltung ist zum nächstmöglichen Zeitpunkt im Rahmen der Umsetzung des Aktionsplans Bio aus Baden-Württemberg die Stelle eines

Projektmitarbeiters (w/m/d)

in Teilzeit (50%), befristet bis 29.02.2028 zu besetzen.

Aufgabengebiet: Einrichtung einer Koordinierungsstelle Öko-Schwein und deren Etablierung als Schnittstelle zwischen Forschung, Beratung und Praxis als Teil des Aktionsplans Bio aus Baden-Württemberg

Aufgaben u.a.:

  • Einrichtung der Koordinierungsstelle
  • Ansprechpartner für Fragen und Anliegen der Praxis, Beratung und Forschung
  • Koordination, Kommunikation und Organisation
  • fachliche Zusammenarbeit mit internen und externen Expertinnen und Experten
  • Wissensbündelung und zielgruppengerechte Aufbereitung

Profil u.a.:

  • ein abgeschlossenes agrarwissenschaftliches Diplom- (FH) oder Bachelorstudium oder einen gleichwertigen Abschluss in einem natur- oder ingenieurwissenschaftlichen Studiengang, der für das Aufgabengebiet qualifiziert
  • gute Kenntnisse in der Tierproduktion und Interesse an produktionstechnischen und tier-züchterischen Fragestellungen in der ökologischen Schweinehaltung
  • praktische Kenntnisse und Erfahrungen in den Bereichen ökologische Schweinehaltung und Fütterung sowie Schweinezucht sind wünschenswert.

Bewerbungsschluss: 21.06.2026

Lesen Sie die ganze Stellenausschreibung in der Anlage:

Beim Landwirtschaftlichen Zentrum für Rinderhaltung, Grünlandwirtschaft, Milchwirtschaft, Wild und Fischerei Baden-Württemberg (LAZBW) ist am Standort Aulendorf zum nächstmöglichen Zeitpunkt die Stelle der Leitung des Fachbereichs 2

Management, Rinderzucht, Haltungssysteme

in Verbindung mit der Leitung des Referats 21 Rinderzucht, Leistungsprüfungen, Rindermast (w/m/d)

mit einer Beamtin/einem Beamten oder einer/einem Beschäftigten des höheren landwirtschaftlichen Dienstes dauerhaft zu besetzen.

 

Aufgaben u.a.:

  • die Koordination der Durchführung der Nachzuchtbewertung von Töchtern der Prüf-bullen; Steuerung der Berater für Rinderzucht, einschließlich Kontrolle und Qualitäts-management inkl. Mitarbeit in Projekten
  • die Erarbeitung und Umsetzung der Nachzuchtbeschreibung bei gefährdeten Rinderrassen
  • die Mitwirkung in der berufsbezogenen Aus-, Fort- und Weiterbildung (Wissenstransfer) inkl. der Lehre im Rahmen des DHBW-Studiengangs Agrarwirtschaft, der Öffentlichkeitsarbeit sowie der Erstellung von Fachinformationen im fachlichen Zuständigkeitsbereich
  • die Bearbeitung des Bereichs Rindermast (Fütterung) einschließlich Vermarktungsfragen und Versuchsanstellungen
  • die Bearbeitung des Bereichs Fleischrinderzucht zusammen mit der zuständigen Zuchtleitung
  • die züchterische Betreuung der Milchkuhherde des LABZW u.a. in Zusammenarbeit mit dem Herdenmanager

Profil u.a.:

  • abgeschlossenes wissenschaftliches Hochschulstudium (Dipl. Uni) oder einen inhaltlich vergleichbaren Abschluss als Master Sc. in den Fachrichtungen Agrarwissenschaften oder anderen Studiengängen
  • mehrjährige Erfahrungen in der Personalführung
  • vertiefte Kenntnisse und Erfahrungen in der Rinderhaltung und -zucht
  • Sengagiert, kontaktfreudig und Freude am Umgang mit Menschen
  • hohe kommunikative Kompetenz, Präsentations- oder Unterrichtserfahrung und haben Freude am Vermitteln von Wissen

 

Von Vorteil sind:

• eine Promotion im beschriebenen Themenbereich bzw. Erfahrungen mit der Verfas-sung von wissenschaftlichen Publikationen oder Fachbeiträgen

• mehrjährige Berufserfahrungen in unterschiedlichen Verwaltungsebenen und Wirkungsbereichen der Landwirtschaftsverwaltung

 

Bewerbungsfrist: 30.06.2026

Lesen Sie die ganze Stellenausschreibung in der Anlage.

Das Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) treibt seine Agrarexportstrategie voran und fördert ab sofort Projekte von Verbänden und Unternehmen zur Erschließung neuer Märkte. Bezuschusst werden unter anderem Marktanalysen, Marketingmaßnahmen und Fachveranstaltungen mit bis zu 50 Prozent der Kosten. Interessierte können ihre Ideenskizzen und Anträge bis zum 15. Juli 2026 per E-Mail beim Ministerium einreichen. Eine Zusammenfassung der wichtigsten Informationen zur Bekanntmachung finden Sie auf unserer Homepage www.bmleh.de/staerkung-aussenhandel

BMLEH / DGfZ

Zwei Jahre nach dem Erstausbruch der Afrikanischen Schweinepest (ASP) in Hessen (Mitte Juni 2024) ziehen das hessische Umweltministerium und der Bauernverband eine kritische Bilanz der Seuchenbekämpfung. Bislang wurden in den betroffenen Regionen über 7.000 Kadaver oder Kadaverteile registriert, wovon mehr als 2.300 Proben positiv auf das ASP-Virus getestet wurden. Zur Eindämmung der Seuche wurden massive infrastrukturelle Maßnahmen ergriffen, darunter der Bau von über 400 Kilometern Festzäunen sowie der zusätzliche Einsatz flexibler Elektrozäune. Die wirtschaftlichen Folgen für die Nutztierhaltung sind erheblich, da zahlreiche landwirtschaftliche Betriebe innerhalb der Restriktionszonen ihre Schweinehaltung aufgegeben oder drastisch reduziert haben. Experten klassifizieren die Tilgung der für Hausschweine tödlichen, für den Menschen jedoch ungefährlichen Seuche als langfristigen Marathon, dessen Ende derzeit nicht absehbar ist.

Quelle: Proplanta / DGfZ

Original-Webseite auf proplanta.de

Das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) hat seine aktuelle epidemiologische Risikoeinschätzung zur Hochpathogenen Aviären Influenza (HPAI H5, Klade 2.3.4.4B) herausgegeben. Für den Monat Juni 2026 prognostizieren die Wissenschaftler bundesweit eine kontinuierlich rückläufige Tendenz bei den Nachweisen des Geflügelpest-Virus sowohl bei Wildvögeln als auch in Geflügelbeständen. Trotz dieses positiven Gesamttrends verbleibt das epidemiologische Risiko lokal heterogen verteilt. Insbesondere in den Brutkolonien von Küstenvögeln sowie in spezifischen binnenländischen Wasservogelkolonien muss saisonbedingt mit lokalen häufungen von Infektionen gerechnet werden. Die laufende molekularbiologische Überwachung ist für die Geflügelwirtschaft weiterhin sehr wichtig, um potenzielle Viruseinträge in Nutztierbestände frühzeitig zu unterbinden.

Quelle: Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) / DGfZ
Original-Webseite auf fli.de

Die Initiative Tierwohl (ITW) verlängert die laufende Registrierungsphase für Ferkelaufzüchter bis zum 26. Juni 2026, um zusätzliche Betriebe in das Tierwohlprogramm zu integrieren. Ziel ist es, die bestehende Lücke zwischen Ferkelaufzucht und Schweinemast zu schließen und eine durchgängige Nämlichkeit der Tiere im ITW-System von der Geburt bis zur Schlachtung zu erreichen. Neu teilnehmende Betriebe können frühestens ab dem 1. Juli 2026 und spätestens ab dem 1. Oktober 2026 mit der Umsetzung beginnen; die Budgetzusicherung aus dem Ferkelfonds gilt jedoch nur bis Ende 2026. Voraussetzung für die Auszahlung des Tierwohlentgelts ist, dass die Ferkel an ITW-zertifizierte Mäster geliefert werden, was eine enge Abstimmung entlang der Wertschöpfungskette erfordert.
Quelle: Initiative Tierwohl,

Internationale Konferenz über alte Rassen
Datum: 2.–3. Juli 2026
Ort: Romantik Hotel Kieler Kaufmann, Niemannsweg 102, 24105 Kiel
Konferenzsprache: Englisch

Die Anmeldung ist mit dem Formular (siehe unten) möglich. Anmeldeschluss ist der
15. März 2026. Bitte beachten Sie, dass die Plätze begrenzt sind und Anmeldungen erst nach Eingang der Konferenzgebühr bestätigt werden.

07.09.2026 bis 11.09.2026

13. 77. EAAP Annual Meeting in Hamburg!

Flyer Kl Eaap

Das 77. EAAP Annual Meeting wird vom 7. bis 11. September 2026 in der wunderschönen Stadt Hamburg, Deutschland, stattfinden. Die Veranstaltung wird im Congress Center Hamburg (www.cch.de) ausgerichtet, das mit seiner modernen Ausstattung und seiner zentralen Lage eine ideale Kulisse für diesen Anlass bietet. Die DGFZ ist stolz darauf, dass Deutschland Gastgeber dieser herausragenden Veranstaltung ist, die Fachleute und Experten aus der ganzen Welt zusammenbringt, um aktuelle Themen und Entwicklungen im Bereich der Tierwissenschaften zu diskutieren.

Wir freuen uns darauf, Sie in Hamburg willkommen zu heißen.

Bis bald in Hamburg!