Wie vielfältig Grundlagenforschung zur Biodiversität ist und vor welche Herausforderungen Biodiversität die Wissenschaft stellt, war Thema des Parlamentarischen Abends der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) am 23. September 2008 im WissenschaftsForum in Berlin. Sieben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler stellten den Zuhörerinnen und Zuhörern aus Politik und Wissenschaft ihre jeweiligen Forschungsfelder vor. Dabei wurde klar, dass biologische Vielfalt eine unverzichtbare Grundlage unseres Lebens ist. Fazit des Abends und auch der neu erschienenen Broschüre der DFG zu diesem Thema: Um die Zusammenhänge zwischen Umweltveränderungen, Klimawandel und Artenverlust besser zu verstehen, ist es dringend erforderlich, die Rolle der Biodiversität in Ökosystemen wissenschaftlich zu untersuchen. >>>
Es ist ein zentrales Anliegen der ökologischen Tierhaltung, über vorbeugende Maßnahmen bei Haltung, Fütterung, Zucht und (Herden-)Management die Tiergesundheit zu erhalten und zu fördern. Ein Forschungsvorhaben hatte zum Ziel, ein praxistaugliches Tiergesundheitsmanagement für die ökologische Milchviehhaltung auf der Basis präventiver Tiergesundheitskonzepte am Beispiel von Lahmheiten zu entwickeln. >>>

Viele Menschen sind beunruhigt, wenn Konzerne Pflanzen oder Teile davon unter Patentschutz stellen können. Doch ist das Patentrecht kompliziert, und selbst unter den Züchtungsunternehmen gehen die Meinungen über Bio-Patente auseinander. >>>
Die entzündliche Eutererkrankung Mastitis gehört zu den am häufigsten auftretenden Krankheiten in der modernen Milchproduktion. Wissenschaftler der Universität für Veterinärmedizin in Lissabon, Portugal, haben eine Entdeckung gemacht, die die Schwierigkeit der Bekämpfung erklären könnte. Sie fanden heraus, dass die bakteriellen Erreger mit Hilfe der Milch im Euter einen Biofilm bilden können. Diese biologische Schutzschicht macht die Bakterien nicht nur unempfindlicher gegen niedrig dosierte Antibiotika, sondern schützt sie auch vor der natürlichen Immunabwehr der Kuh. >>>

In einem Feldversuch in Mecklenburg-Vorpommern wurde die Verträglichkeit der Impfstoffe gegen die Blauzungenkrankheit der Hersteller Merial, Fort Dodge und CZ Veterinaria erfolgreich getestet. In einem weiteren Versuch wurde die Wirksamkeit dieser Impfstoffe zusätzlich durch das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) überprüft.

Nach einem vorläufigen Bericht des FLI  wurden dazu 24 Rinder des genannten Feldversuches verwendet. Je sechs Rinder hatten einen der drei Impfstoffe erhalten (das heißt, sie wurden nach Angaben des Herstellers zweimal geimpft). Eine Kontrollgruppe von sechs Tieren wurde nicht geimpft. Alle Tiere wurden vor der Impfung auf BTV-spezifische Antikörper negativ getestet. Die Tiere wurden nach der Impfung mit 4 ml Rinderblut inokuliert, das große Mengen BTV-8-Virus enthielt. In regelmäßigen Abständen wurden den Tieren nach der Inokulation Blutproben entnommen und auf das BTV-8-Virus untersucht. Ein prinzipiell gleicher Versuchsablauf wurde auch für die Untersuchung der Wirksamkeit der Impfstoffe bei Schafen verwendet.

Es konnte gezeigt werden, dass alle geimpften Tiere BTV-spezifische Antikörper im Serum aufwiesen. Zumindest bei Rindern waren keine nennenswerten Unterschiede in den Antikörper-Titern in Abhängigkeit der Impfstoffe der drei Hersteller zu verzeichnen.

Bei den geimpften Rindern konnte nach der Inokulation kein BTV-8-Genom über die RT-PCR nachgewiesen werden, während bei den ungeimpften Tieren eine deutliche Viruslast spätestens ab dem 7. Tag nach der Inokulation vorlag.

Bei Schafen konnten tendenziell die gleichen Ergebnisse beobachtet werden. Lediglich bei einzelnen Tieren wurde nach der Inokulation eine Viruslast in geringen Quantitäten gemessen, die jedoch im Bereich der Nachweisgrenze der PCR lag. Es zeigte sich ein insgesamt sehr zuverlässiger Impfschutz bei allen getesteten Gruppen.

Offen bleibt natürlich weiterhin die Frage nach dem Langzeitschutz, so dass das FLI einen längeren Zeitraum für Verlaufsuntersuchungen vorschlägt. (ADR)

 

Die  beiden  Salmonellenhefte  (Band 1: Grundlagen Salmonellen; Band 2:  Was tun gegen Salmonellen?) sind ein  Muss für alle in der Schweineproduktion tätigen Tierärzte, Landwirte und Berater, ebenso aber auch Schlachtbetriebe, Futterlieferanten und Schweinevermarkter, um gemeinsam eine Sprache in Sachen Salmonellen-

kontrolle sprechen zu können. Das umfassende Wissen um die  Problematik ist die Grundlage zur erfolgreichen  Reduzierung  des Salmonelleneintrages in die Lebensmittelkette. 

 

Am 18.09.2008 wurden im Amtsblatt die lange erwarteten Durchführungsvorschriften zur VO 834/2007 veröffentlicht. Sie stellt die Arbeitsgrundlage für alle Biobetriebe in der Union dar. Vor dem Hintergrund der aktuellen Diskussion zur Ebergeruchsbehandlung sind die Vorgaben in Artikel 18 von besonderer Bedeutung: eine betäubungslose Kastration ist zukünftig verboten. Da die Bestimmungen von EU-Verordnungen unmittelbar in jedem Mitgliedsstaat gelten, müssen sich die EU-Bioverbände zügig auf ein Verfahren verständigen, denn für die betäubungslose Kastration ist keine Übergangsfrist vorgesehen; sie gilt ab 01.01.2009.
In Deutschland haben Experten eine Bewertung der derzeit diskutierten Verfahren vorgenommen und diese in Form einer Sachstandsanalyse erneut bestätigt.
Nach Meinung von Marktexperten, wird die Auflage zu einer weiteren Verteuerung der Produktion führen. Angesichts einer angespannten Marktlage- nicht nur für konventionell erzeugte Schweine - kann dies Marktanteile kosten. Es sei denn, die Mehrkosten können an den Verbraucher weitergereicht werden. Und das ist mehr als unwahrscheinlich.

Auf der Basis der Sachstandsanalyse haben sich die Tierschutzreferenten der Länder bereits für eine Schmerzbehandlung ausgesprochen.

Quelle: ZDS

Als erstes Land der Welt verbietet die Schweiz ab 31. Dezember 2009 das Kastrieren von Ferkeln ohne Schmerz-ausschaltung. Dieser Tierschutzerfolg drohe nun bei der Umsetzung zu einem Rohrkrepierer zu werden, befürchtet der Schweizer Tierschutz (STS). >>>

Vor dem Hintergrund der aktuellen Diskussion zur betäubungslosen Kastration und der Suche nach Alternativen, wurde in der Schweiz auch die Jungebermast untersucht. Die Studie wurde von ProSchwein in Zusammenarbeit mit der ALP Posieux durchgeführt. Mit der Ebermast wurde eine gute Futterverwertung und eine hohe Schlachtkörperqualität erreicht. Das Hauptproblem dieser Produktionsmethode bleibt aber der Ebergeruch. Momentan steht keine Methode zur Verfügung, den Ebergeruch an der Schlachtkette zuverlässig zu entdecken. Der Anteil der geruchsbelasteten Schlachtkörper betrug 5,5 Prozent.

Die Wissenschaftler kommen zu dem Ergebnis, dass die Ebermast in der Schweiz voraussichtlich ein Nischenmarkt bleibt, solange keine genetische Selektion für den Gehalt an Androstenon möglich ist. Androstenon ist hauptverantwortlich für den Ebergeruch und wird mit dem Eintreten der Geschlechtsreife gebildet. >>>

Die Käfighaltung von Legehennen ist in Deutschland praktisch beendet. Ab 1. Januar 2009 werden die deutschen Geflügelhalter ihre Hühner zur Eierproduktion in den vier tierge­rechten Haltungssystemen Freiland, Boden, Kleingruppe und Ökoerzeugung halten. Dies erklärte der Generalsekretär des Deutschen Bauernverbandes, Dr. Helmut Born, auf einer Journalisten-Information auf dem mittelständischen Geflügelhof von Udo Baumeister in der Nähe von Radevormwald. >>>