ADT - Die Europäische Kommission hat am 3. September 2026 ihr Lebensmittel- und Veterinärauditprogramm für 2027 veröffentlicht. Darüber informiert die Arbeitsgemeinschaft Deutscvhjer Tierzüchter e.V. (ADT). Insgesamt sind 144 Audits und acht Informationsbesuche vorgesehen. Ein Schwerpunkt liegt auf der Kontrolle von Drittlandseinfuhren und EU-Grenzkontrollstellen. Für Deutschland sind vier Audits und ein Informationsbesuch geplant. Die Prüfungen betreffen folgende Bereiche:
Die Auswahl der Themen basiert unter anderem auf rechtlichen Anforderungen, gesundheitlichen Risiken, Handelsvolumen, Verstößen und Ergebnissen früherer Prüfungen. Das Programm kann im Jahresverlauf an neue Entwicklungen angepasst werden.
Was für ein Kongress! Was für eine geballte Konzentration an Wissen und Innovation – und was für ein Wetter!
Das hamburgische Moin
passt zu jeder Tageszeit, genauso wie zum Beginn, zwischendurch oder als Gruß am Ende eines Treffens. Vom 7. bis 11. September 2026 trafen sich fast 1.700 Fachleute aus 61 Ländern zur größten jährlich stattfindenden Konferenz der Branche – dieses Jahr im Kongresszentrum CCH in Hamburg, einem fantastischen Austragungsort in bester Lage. Für Entspannung bei angenehmer spätsommerlicher Witterung sorgte der direkt angrenzende Park Planten un Blomen
, der immer wieder zum Verweilen einlud.
Hamburg, 7. September 2026 – Vom 07. bis 11. September 2026 wird das CCH Congress Center Hamburg zum Zentrum der internationalen Nutztierwissenschaften. Unter dem Leitthema Shaping resilient livestock systems is key to circular agriculture
kommen rund 1.700 Expertinnen und Experten aus 61 Ländern zusammen, um zukunftsfähige Lösungsansätze für eine nachhaltige Tierhaltung und Kreislaufwirtschaft zu erarbeiten. Die Themen umfassen die Tierzucht und -gesundheit, Precision Livestock Farming, Tierhaltung, -ernährung und -verhalten. Ausrichter der Tagung sind das Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH), die Deutsche Gesellschaft für Züchtungskunde e. V. (DGfZ) sowie die European Federation for Animal Science (EAAP). Mit der Veranstaltung kehrt der renommierte Kongress nach 35 Jahren erstmals wieder nach Deutschland zurück.
Das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) hat neben Infektionen bei Rindern aus Baden-Württemberg, Hessen, Bayern, dem Saarland und Sachsen nun auch Infektionen mit dem neu eingeschleppten europäischen Shamonda-Virus (SHAV) bei einem Pferd aus Rheinland-Pfalz sowie einem Alpaka aus Hessen bestätigt. In Proben von Schafen und Ziegen aus Baden-Württemberg, die dem FLI zu Monitoringzwecken freundlicherweise zur Verfügung gestellt wurden, wurde ebenfalls SHAV nachgewiesen. Die Ausbreitung bei empfänglichen Tieren in Deutschland hält an. Eine exakte und einheitliche Erfassung der Fälle ist aufgrund fehlender Meldepflichten jedoch nicht möglich. Daher kann das FLI, anders als bei meldepflichtigen Tierseuchen üblich, keine Verbreitungskarten auf Basis der von den Landesveterinärbehörden ins Tierseuchennachrichtensystem eingetragenen bestätigten Fälle erstellen.
Das Friedrich-Loeffler-Institut - Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit - hat eine Risikoeinschätzung zur Verbreitung der Blauzungenkrankheit Serotyp-8 veröffentlicht.
Das Friedrich-Loeffler-Institut - Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit - hat einen Steckbrief zum Shamonda-Virus (SHAV) veröffentlicht.
Die International Dairy Federation (IDF) hat eine vierwöchige öffentliche Konsultation zu einer einheitlichen Methodik für die Umsetzung des GHG Protocol Land Sector and Removals Standard
(LSRS) in der globalen Milchwirtschaft gestartet. Ziel ist es, einen praktikablen und glaubwürdigen Ansatz für die Erfassung und Berichterstattung von Treibhausgasemissionen entlang komplexer Milchwertschöpfungsketten zu schaffen und gleichzeitig unterschiedliche, potenziell widersprüchliche Methoden zu vermeiden. Interessierte Stakeholder können die Konsultationsunterlagen einsehen und bis zum Ende der Konsultationsfrist Stellung nehmen.
Mecklenburg-Vorpommern sucht im Rahmen der Europäischen Innovationspartnerschaft (EIP) innovative Lösungen für eine nachhaltige und zukunftsfähige Land- und Forstwirtschaft. Gefördert werden Projekte zu Ressourcenschonung, Klimaschutz und -anpassung, der Verringerung von Nährstoffeinträgen sowie zur Stärkung regionaler Wertschöpfungsketten. Beteiligen können sich land- und forstwirtschaftliche Betriebe, Wissenschaft, Beratung und Unternehmen in Operationellen Gruppen, die gemeinsam praxisnahe Lösungen entwickeln. Eine Gruppe muss aus mindestens zwei unabhängigen Mitgliedern bestehen, darunter mindestens ein land- oder forstwirtschaftlicher Betrieb. Länderübergreifende Kooperationen sind möglich. Bewerbungsschluss ist der 30. September 2026, 12 Uhr.
Neue Untersuchungen des Friedrich-Loeffler-Instituts (FLI) weisen auf ein zweites, unabhängiges Shamonda-Virus-Ereignis in Deutschland hin. Neben der seit Juli vor allem in Süddeutschland, der Schweiz und Frankreich nachgewiesenen Variante Shamonda-Virus Europe 1 (SHAV-EU1) wurde eine genetisch deutlich unterschiedliche Variante identifiziert: Shamonda-Virus Europe 2 (SHAV-EU2). Positive Rinderproben stammen aus Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Hessen und Thüringen. Weitere phylogenetische Untersuchungen sollen die neue Variante genauer einordnen. Ob eine Infektion mit SHAV-EU1 auch vor SHAV-EU2 schützt und welches Wirtsspektrum die neue Variante hat, ist noch unklar. Damit zirkulieren in Deutschland derzeit drei verwandte Orthobunyaviren der Simbu-Serogruppe: das Schmallenberg-Virus sowie SHAV-EU1 und SHAV-EU2. Ein Austausch von Genomsegmenten zwischen den Viren (Reassortment) ist möglich.
Heute im Spotlight: Prof. Dr. rer. nat. Klaus Wimmers, Mitglied unseres EAAP 2026 Organizing Committees. Er forscht am Forschungsinstitut für Nutztiere (FBN) und ist Professor für Tierzucht und Haustiergenetik an der Universität Rostock.
Seine Schwerpunktthemen auf der EAAP 2026:
Ich freue mich darauf, Kolleginnen und Kollegen mit ergänzender Expertise zu treffen, neue Ansätze zu diskutieren und Kooperationen anzustoßen, die die Forschung über Disziplinen und Tierarten hinweg verbinden.
Seien Sie dabei, wenn sich die weltweite Nutztierwissenschaft im September 2026 in Hamburg trifft!
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