Die Ausgabe 1/2019 des vierteljährlich erscheinenden Newsletters der europäischen SAVE Foundation (Sicherung der landwirtschaftlichen Arten-Vielfalt in Europa) ist erschienen.

Unter anderem mit folgenden interessanten Themen:

  • Zur Scrapie-Resistenz bei ungarischen Cikta-Schafen

  • Das Kosovo Schaf: Rettung der letzten Tiere

  • Grüner Cerni Vit Käse wieder belebt

    Quelle: SAVE

Die biologische Vielfalt nimmt weltweit ab - so das Fazit der Welternährungsorganisation FAO in ihrem ersten Weltzustandsberichts zur Biodiversität.

Mit derKonvention über die Biologische Vielfalt wurde 2010 von den Vereinten Nationen ein strategischer Plan verabschiedet, um den weltweiten Rückgang in der Tier-und Pflanzenwelt bis 2020 zu stoppen. Der erste Weltzustandsbericht zur Biodiversität in Landwirtschaft und Ernährung belegt einmal mehr, wie ernst die Lage ist. Der Report "The State of the World's Biodiversity for Food and Agriculture" der Welternährungsorganisation FAO kommt zu dem Ergebnis, dass die biologische Vielfalt weltweit weiterhin stark schwindet und damit viele Zukunftsoptionen gefährdet sind.  

Quelle: Bioökonomierat

Für erstsömmrige Jungrinder in intensiven Milchviehbetrieben, für die Mutterkuhhaltung und für die intensive Schaf- und Ziegenhaltung wurde auf der Website www.weide-parasiten.de je ein Entscheidungsbaum entwickelt, um Landwirten und Tierärzten Empfehlungen für eine optimale Wurmbekämpfung zu geben. Ziel ist es, durch Hinweise auf das Weidemanagement und den Ablauf der Parasitenentwicklung, den Einsatz von Tierarzneimitteln zu minimieren ohne die Gesundheit und das Wohlbefinden der Tiere zu beeinträchtigen.

Vielfältige Informationen über die Biologie der Parasiten, Immunitätsentwicklung und Tierarzneimittel begleiten den Nutzer durch den Entscheidungsbaum.

Quelle: www.weide-parasiten.de

Der sehr kleine Bestand des in Deutschland vom Aussterben bedrohten Karakulschafs ist leicht gestiegen.

Aktuell gebe es 296 Mutterschafe und damit 20 Tiere mehr als noch 2016, teilte der in Halle ansässige Schafzuchtverband Sachsen-Anhalt mit, unter dessen Dach die Arbeitsgemeinschaft Deutscher Karakulzüchter arbeitet. Auch die Zahl der Zuchtböcke sei von 41 auf 64 angewachsen. Insgesamt gab es laut Statistischem Bundesamt deutschlandweit im November 2018 rund 1,6 Millionen Schafe.

Quelle: proplanta

Warmblutzucht bei Stuten, Fohlen und Bedeckungen im Aufwind

Es geht weiter aufwärts mit der deutschen Pferdezucht. Erstmals hat 2018 nicht nur die Zahl der Bedeckungen und der Fohlen, sondern erstmals auch der Stuten rasseübergreifend wieder zugenommen. Es sieht so aus, als hätte sich die Zucht nun tatsächlich konsolidiert. Inwiefern dieser positive Trend anhält, hängt sicherlich auch davon ab, wie sich die wirtschaftliche und politische Situation in Deutschland entwickelt. Hier gibt es positive, aber auch bedenkliche Signale, man denke zum Beispiel an die Themen Pferdesteuer, die aktuellen hohen Schwankungen bei den Futterpreisen und vermehrt Probleme bei der Genehmigung von befestigten Ausläufen und Reitplätzen. Eine große Herausforderung ist sicher auch der zunehmende demografische Wandel in unserer Züchterschaft. Es muss uns gelingen, die Jungzüchter mehr in unseren Organisationen einzubinden, sagt Theodor Leuchten, Vize-Präsident der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) und Vorsitzender des FN-Bereichs Zucht.

Quelle: fn-press

Neben fehlendem Personal macht die schwierige Futtersituation den Rinderhaltern in Sachsen-Anhalt Probleme.

Nachdem 2018 gegenüber dem Vorjahr 54 Betriebe mit mehr als 14.300 Milchkühen im Zuchtgebiet der Rinderallianz Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern die Milchproduktion eingestellt hätten, sei nun mit einem weiteren Abwärtstrend zu rechnen, teilte der Rinderzuchtverband Sachsen-Anhalt anlässlich seiner Generalversammlung in Bernburg mit.

Quelle: proplanta

Das Verarbeiten von Fleisch männlicher unkastrierter Schweine ist eine Herausforderung, da sich vermehrt geschlechtsspezifische Geruchsstoffe im Fett anreichern können. In einem Forschungsverbund haben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universität Göttingen untersucht, auf welche Weise dieses Fleisch verarbeitet werden kann, um eine möglichst gleichbleibende Produktqualität sicherzustellen. Das Projekt wurde vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft gefördert. Die Ergebnisse sind in der Fachzeitschrift Meat Science erschienen.

Das Ergebnis: Die Verarbeitung von bis zu 30 Prozent stark geruchsauffälligem Eberfleisch zu schmackhaften Wurstwaren ist möglich. ‘Das Verschneiden von Rohmaterialien unterschiedlicher Qualitäten ist in vielen Branchen der Lebensmittelindustrie üblich’, so Mörlein. ‘Warum sollte das nicht auch für Schweinefleisch gelten dürfen’ Konsumententests helfen uns dabei herauszufinden, welche Verarbeitungsstrategien eine ausreichend ähnliche Produktqualität liefern.’

Originalveröffentlichung: Mörlein et al. Sustainable use of tainted boar meat: Blending is a strategy for processed products. Meat Science (2019). doi.org/10.1016/j.me­atsci.2019.02.013

Quelle: myscience.de

Julia Klöckner bestellt Beate Kasch und Dr. Lorenz Franken - Stefan Schulz folgt als neuer Leiter des Leitungsstabs

Die Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft, Julia Klöckner, hat entschieden, ihren derzeitigen Leiter des Leitungsstabs, Dr. Lorenz Franken, zum Leiter der Abteilung 2 Gesundheitlicher Verbraucherschutz, Ernährung, Produktsicherheit zu bestellen. In seiner vorherigen Position folgt ihm Stefan Schulz nach. Einen Wechsel gibt es ebenfalls an der Spitze der Abteilung 6 EU-Angelegenheiten, Internationale Zusammenarbeit, Fischerei - Beate Kasch wird Nachfolgerin von Dr. German Jeub, der kürzlich in den Ruhestand verabschiedet wurde.

Quelle: BMEL

Cover 77 HP

Die Afrikanische Schweinepest (ASP) ist nach wie vor ein brisantes Thema für die schweinehaltenden Betriebe. Dies wurde auch beim 11. Uelzener Schweine-Workshop am 20. und 21. Februar 2019 deutlich. Die Veranstalter dieses Expertentreffens appellieren, bei der Vorsorge und Sensibilisierung zur Afrikanischen Schweinepest nicht nachzulassen und moderne Kommunikationsmöglichkeiten zu nutzen.

Quelle: DGfZ/BRS/Uelzener Versicherung

Anlässlich der 73. Jahrestagung der Gesellschaft für Ernährungsphysiologie vom 13.-15. März 2019 in Göttingen zeichnete die H. Wilhelm Schaumann Stiftung die besten Dissertationen in der Tierernährung mit einer mit 1.000,- € dotierten Urkunde aus. Die Verleihung fand am 13. März 2019 in der Alten Aula der Georg-August-Universität statt.

Quelle: schaumann-stiftung