Chinesische Forscher haben eine neue Art der Schweinegrippe entdeckt, die bisher zwei Menschen infiziert hat. Allerdings wurde das Virus noch nicht von Mensch zu Mensch übertragen. Experten halten eine gefährliche Pandemie für unwahrscheinlich. 

Quelle: BR24

Am 1.7.2020 hat das Bundeskabinett den von der Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft, Julia Klöckner vorgelegten Entwurf zur Änderung des Arzneimittelgesetzes (AMG) beschlossen. Die 17. AMG-Novelle, die Erkenntnisse aus der Evaluierung des Antibiotikaminimierungskonzepts der 16. AMG-Novelle aufgreift, soll das Monitoring und die Bewertung der Entwicklung der Antibiotikaanwendung im Bereich der Tiermast verbessern und hat das Ziel, Modalitäten und Abläufe des Antibiotikaminimierungskonzepts zu präzisieren. Nutztierhalter sollen so administrativ entlastet werden. Laut den Ergebnissen der Evaluierung ist die Antibiotikaverbrauchsmenge bei allen Nutzungsarten (Mastferkel, Mastschweine, Mastputen, Masthühner, Mastkälber, Mastrinder) von 298 Tonnen auf 204 Tonnen gesunken. Zukünftig sollen Tierhalter aber auch Nullmeldungen melden müssen.

Quelle: vetion

Der Bundesrat hat am Freitag die Neufassung der Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung angenommen. Sie leitet den Ausstieg aus der Kastenstandhaltung für Sauen ein.

Die Verordnung sieht nach Vorschlag von Bund und Ländern eine deutliche Verkürzung der zulässigen Fixationsdauer von Sauen vor: Statt ca. 70 Tage je Produktionszyklus nun nur noch max. 5 Tage um den Geburtszeitraum.

Quelle: topagrar

Neue Dimension der Gefahr durch die Raubtiere erreicht

Zwei Hannoveraner-Jährlinge sind im niedersächsischen Kreis Nienburg mit großer Wahrscheinlichkeit von Wölfen gerissen worden. Bisher fielen vor allem Ponys, Fohlen und andere Weidetiere dem Raubtier zum Opfer. Jetzt sind erstmals auch Großpferde betroffen. Die Deutsche Reiterliche Vereinigung (FN) und der Hannoveraner Verband fordern nun ein klares Bekenntnis der Politik zum Schutz der Weidetiere und eine entsprechende Entschädigung für die betroffenen Pferdehalter.

Quelle: fn-press

Bundesministerin Klöckner betont wichtigen Beitrag, um Erkenntnisse über Vorkommen, Übertragung und Ausbreitung zu erlangen

Die Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft, Julia Klöckner, hat eine Verordnung auf den Weg gebracht, nach der Corona-Infektionen bei gehaltenen Tieren meldepflichtig werden sollen. In verschiedenen Ländern waren jeweils Einzelfälle von Hauskatzen aus Corona betroffenen Haushalten bekannt geworden, die positiv getestet wurden. Fallberichte gibt es auch für Tiger und Löwen aus einem Zoo in den USA. Weltweit gibt es bislang 15 gemeldete Infektionen bei gehaltenen Tieren.

Quelle: BMEL

Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft, Julia Klöckner, bestellt Herrn Dr. Dr. Markus Schick mit Wirkung zum 1. August 2020 zum Leiter der Abteilung Lebensmittelsicherheit, Tiergesundheit im Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL).

Bundesministerin Klöckner: Mit Herrn Dr. Dr. Schick übernimmt ein ausgewiesener und erfahrener Fachmann die Leitung dieser – gerade auch in Krisenzeiten – bedeutenden Abteilung. Er verfügt über langjährige und herausragende Expertise im Bereich des Veterinärwesens, der Tierseuchenbekämpfung und des gesundheitlichen Verbraucherschutzes. Zudem bringt er breite und langjährige Führungserfahrung aus verschiedenen Leitungsfunktionen im öffentlichen Dienst auf Landes- und EU-Ebene mit.

Quelle: BMEL

Deutsche Milcherzeuger melken immer mehr Dauerleistungskühe. Bei schwarzbunten Holsteins ist die Lebensleistung im Vergleich zum Vorjahr um 850 kg auf jetzt 29.156 kg Milch angestiegen. Die Nutzungsdauer erhöhte sich von 36,7 auf 37,1 Monate. Rotbunte Holsteins wiesen einen Anstieg von 705 kg auf 27.623 kg Milch. Die Nutzungsdauer hat sich hier leicht von 38,4 auf 38,6 Monate erhöht. Das Erstkalbealter blieb sowohl bei den Holsteins mit 26,8 als auch bei den Red Holsteins mit 27,6 Monaten konstant.

Quelle: elite

Derzeit leben laut Wolfsmonitoring in ganz Deutschland 105 Wolfsrudel, 29 Paare und elf Einzelgänger. Platz genug für deutlich mehr Wölfe als bisher gibt es theoretisch. Das belegt eine im Auftrag des Bundesamtes für Naturschutz vom Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung (Leibniz-IZW), der Technischen Universität Berlin, der Humboldt-Universität zu Berlin und der Veterinärmedizinischen Universität Wien erstellte umfangreiche Studie Habitatmodellierung und Abschätzung der potenziellen Anzahl von Wolfsterritorien in Deutschland. Demnach gibt es in ganz Deutschland zwischen 700 bis 1400 potenzielle Wolfreviere. Um  abzuschätzen,  welche  Gebiete  in Deutschland  für  Wölfe  geeigneten  Lebensraum  (Habitat)  darstellen,  baten  die  Länder  auf der 89. Umweltministerkonferenz im November 2017 in Potsdam den Bund um eine derartige Analyse. Basierend auf den errechneten Habitateignungskarten sollte zudem die mögliche  Anzahl  von  Wolfsterritorien  in  Deutschland  abgeschätzt  werden. 

Quelle: tu.berlin

Am Freitag (05.06.2020) wollte der Bundesrat über die Kastenstandhaltung von Sauen diskutieren und zu einer Entscheidung finden. Zuvor hatte sich ein Kompromiss in dieser Frage zwischen den Ländern abgezeichnet. Doch kurz vor der Sitzung wurde der Tagesordnungspunkt überraschend abgesetzt und damit eine Einigung sowie auch die Planungssicherheit für die Sauenhalter erneut vertagt.

Quelle: vetion

Das FLI aktualisiert seine qualitative Risikobewertung zur Einschleppung der ASP aus Verbreitungsgebieten in Europa nach Deutschland. Die ASP breitet sich weiterhin zunehmend sowohl außerhalb als auch innerhalb der EU bei Haus- und Wildschweinen aus, auch Fälle in grenznahen Regionen häufen sich. Sprünge der ASP über größere Entfernungen (z.B. innerhalb Polens, nach Belgien, Ungarn, in die Tschechische Republik) verdeutlichen das bestehende Risiko einer Einschleppung durch menschliches Handeln. Durch das Auftreten der Tierseuche im Westen Polens ist allerdings auch das Risiko eines Eintrags durch migrierende, infizierte Wildschweine deutlich gestiegen.

Quelle: FLI