Den Entwurf einer Verordnung zur Durchführung der Narkose mit Isofluran bei der Ferkelkastration durch sachkundige Personen (FerkNarkSachkV) des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL), der besagt, dass Landwirte die Durchführung einer Anästhesie mit Isofluran innerhalb eines sechsstündigen Crashkurses erlernen sollen, wird von der Bundestierärztekammer (BTK) entschieden abgelehnt.

Quelle: Vetion

Julia Klöckner hat am Donnerstag (2.4) auf einer Kundgebung in Münster vor mehreren tausend Bauern die Gründe für die weitere Verschärfung der Düngeverordnung erklärt. Gleichzeitig stellte sie die Unterstützungsmaßnahmen des Bundes vor, die die Umsetzung begleiten sollen sowie die Punkte, bei denen das Ministerium derzeit noch mit Brüssel über Erleichterungen verhandelt.

Quelle: topagrar

Projekt des Bundeslandwirtschaftsministeriums schafft repräsentative Datengrundlage

In Berlin ist am 28. März 2019 der Startschuss für das Nationale Monitoring der biologischen Vielfalt in Agrarlandschaften gefallen. Im Auftrag des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft, das das Projekt finanziert, sind daran über 13 verschiedene Fachinstitute des Thünen Instituts, des Julius Kühn-Instituts und der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung beteiligt. Ziel ist, die Ursachen des Artenrückgangs als auch der Wirksamkeit der bisher ergriffenen Maßnahmen zu beurteilen. Zudem werden neue Instrumente zur Verbesserung der Artenvielfalt auf landwirtschaftlichen Flächen entwickelt.

Quelle: BMEL

Die Mitglieder des neuen Kompetenznetzwerks Nutztierhaltung haben sich unter Leitung von Ex-Bundesagrarminister Jochen Borchert in Bonn getroffen. Ziel der Nutztierstrategie ist es, Ställe der Zukunft zu entwickeln und ein Mehr an Tierwohl unter Berücksichtigung des Umweltschutz zu erreichen, ohne den Bauern die Wirtschaftlichkeit zu entziehen.

Quelle: topagrar

Forscher präsentieren Ergebnisse eines Forschungsprojektes für mehr Tierwohl in der Geflügelhaltung.

Am 25. März 2019 stellten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ihre Forschungsergebnisse aus einem Kooperationsprojekt zur Geflügelhaltung vor. Über 3,5 Jahre untersuchten die Forscher experimentell aber auch feldnah auf dem Lehr- und Forschungsgut Ruthe der Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover (TiHo) ein neues Konzept für die Geflügelhaltung: Der zentrale Punkt des Projektes Integhof war, für die Ei- und die Fleischgewinnung nicht unterschiedliche auf die jeweilige Nutzungsart spezialisierte Hühnerlinien einzusetzen, sondern ein sogenanntes Zweinutzungshuhn. Die Hennen des Zweinutzungshuhns der Linie Lohmann Dual wurden für die Eierzeugung genutzt und die Hähne für die Fleischgewinnung. Das Töten der männlichen Küken der Legehennenlinien kann so vermieden werden. Weiterhin zielt dieses ganzheitliche Konzept darauf ab, das Tierwohl zu verbessern indem der Stress für die Tiere reduziert und die Leistung entschleunigt wird.

Quelle: TiHo Hannover

Wissenschaftler des Leibniz-Institutes für Nutztierbiologie Dummerstorf (FBN) entwickeln in Kooperation mit der argus electronic gmbh Rostock ein Frühwarnsystem, das den akustischen kranken Fußabdruck von Milchkühen und somit auch beginnende Anzeichen einer Klauen- und Gliedmaßenerkrankung erkennen kann.

Nach einer Idee des Mitarbeiters Kurt Wendland und mit Hilfe der Elektronik-Spezialisten der Rostocker argus electronic GmbH ist die Trittschallplatte entwickelt worden. Es erfolgt eine akustische Aufnahme über Beschleunigungssensoren und die mathematische Bewertung der einzelnen Auftritte auf die Platte. Krankhafte Auftritte sollen so klassifiziert werden. Die kompletten akustischen Gangmuster werden digitalisiert, modelliert und in einer tierindividuellen Datenbank abgelegt. Gesunde Kühe haben ein fließendes, sicheres Gangmuster, kranke Tiere bewegen sich unregelmäßiger. Veränderungen des Bewegungsverhaltens und der Auftritte sollen genutzt werden, Lahmheit frühzeitig zu erkennen und die entsprechenden Tiere dem Landwirt zeitnah zu melden.

Quelle: FBN

Die Ausgabe 1/2019 des vierteljährlich erscheinenden Newsletters der europäischen SAVE Foundation (Sicherung der landwirtschaftlichen Arten-Vielfalt in Europa) ist erschienen.

Unter anderem mit folgenden interessanten Themen:

  • Zur Scrapie-Resistenz bei ungarischen Cikta-Schafen

  • Das Kosovo Schaf: Rettung der letzten Tiere

  • Grüner Cerni Vit Käse wieder belebt

    Quelle: SAVE

Die biologische Vielfalt nimmt weltweit ab - so das Fazit der Welternährungsorganisation FAO in ihrem ersten Weltzustandsberichts zur Biodiversität.

Mit derKonvention über die Biologische Vielfalt wurde 2010 von den Vereinten Nationen ein strategischer Plan verabschiedet, um den weltweiten Rückgang in der Tier-und Pflanzenwelt bis 2020 zu stoppen. Der erste Weltzustandsbericht zur Biodiversität in Landwirtschaft und Ernährung belegt einmal mehr, wie ernst die Lage ist. Der Report "The State of the World's Biodiversity for Food and Agriculture" der Welternährungsorganisation FAO kommt zu dem Ergebnis, dass die biologische Vielfalt weltweit weiterhin stark schwindet und damit viele Zukunftsoptionen gefährdet sind.  

Quelle: Bioökonomierat

Für erstsömmrige Jungrinder in intensiven Milchviehbetrieben, für die Mutterkuhhaltung und für die intensive Schaf- und Ziegenhaltung wurde auf der Website www.weide-parasiten.de je ein Entscheidungsbaum entwickelt, um Landwirten und Tierärzten Empfehlungen für eine optimale Wurmbekämpfung zu geben. Ziel ist es, durch Hinweise auf das Weidemanagement und den Ablauf der Parasitenentwicklung, den Einsatz von Tierarzneimitteln zu minimieren ohne die Gesundheit und das Wohlbefinden der Tiere zu beeinträchtigen.

Vielfältige Informationen über die Biologie der Parasiten, Immunitätsentwicklung und Tierarzneimittel begleiten den Nutzer durch den Entscheidungsbaum.

Quelle: www.weide-parasiten.de

Der sehr kleine Bestand des in Deutschland vom Aussterben bedrohten Karakulschafs ist leicht gestiegen.

Aktuell gebe es 296 Mutterschafe und damit 20 Tiere mehr als noch 2016, teilte der in Halle ansässige Schafzuchtverband Sachsen-Anhalt mit, unter dessen Dach die Arbeitsgemeinschaft Deutscher Karakulzüchter arbeitet. Auch die Zahl der Zuchtböcke sei von 41 auf 64 angewachsen. Insgesamt gab es laut Statistischem Bundesamt deutschlandweit im November 2018 rund 1,6 Millionen Schafe.

Quelle: proplanta