Schweine gehören zu den sogennanten multiparen Tierarten. Aufgrund der relativ hohen Sterblichkeit in der Natur, können diese Tiere viele Nachkommen pro Trächtigkeit austragen und sichern so wenigsten einigen Tieren das Überleben und den Fortbestand der Art. Der Mensch hat sich das zunutze gemacht. Das Schwein ist ein beliebtes Nutztier, das mehr als 30 Ferkel je Wurf bekommen kann. Dank Gruppenabferkelung und Geburtsüberwachung liegen die Ferkelverluste mit 15 bis 18 Prozent deutlich unter denen ihrer wilden Artgenossen. Aufgrund von Witterung, Futtermangel, Räubern oder Krankheiten erreicht häufig mehr als die Hälfte das erste Lebensjahr nicht. Die Wissenschaftlerin Esther Maren Heuß, Doktorin der Agrarwissenschaften (Dr. agr.) der Landwirtschaftlichen Fakultät der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn, hat sich in ihrer Doktorarbeit mit der Frage beschäftigt, wie und ob die Ferkelverluste züchterisch positiv beeinflusst werden können (Genetic analyses of piglet survival and postnatal growth, 2020).

Quelle: BRS

Die Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft, Julia Klöckner, fordert ein Investitionsförderprogramm Stallumbau für mehr Tierwohl. Neue Investitionen in die Land- und Forstwirtschaft seien zudem geeignet, die konjunkturelle Wiederbelebung der deutschen Wirtschaft insgesamt zu unterstützen.

Quelle: BMEL

Studie der Uni Hohenheim: spezieller Zucker im Waldhonig reduziert Lebensdauer von Bienen und führt zu starken Ertragsverlusten / Gegenmaßnahmen nur rechtzeitig möglich

Imker kennen das Problem, wenn der Honig beim Schleudern wie Zement in den Waben klebt. Ursache ist ein hoher Gehalt eines besonderen Zuckers, der Melezitose. Er ist verantwortlich dafür, dass der Honig schon in den Waben auskristallisiert und nicht mehr herausgeschleudert werden kann. Die Folge sind nicht nur massive Ertragsverluste. Die sogenannte Waldtrachtkrankheit steht auch im Verdacht, ganze Bienenvölker in Gefahr zu bringen. Eine Vermutung, die jetzt erstmals von Wissenschaftlern der Universität Hohenheim in Stuttgart anhand von Laborexperimenten bestätigt wurde. Demnach führt der spezielle Zucker zur Schädigung der Darmbakterien der Bienen und reduziert so ihre Lebensdauer. Details berichten Victoria Charlotte Seeburger von der Landesanstalt für Bienenkunde und ihre Kollegen in ihrer aktuellen Publikation im Journal PloS ONE doi.org/10.1371/journal.pone.0230871

Quelle: Uni Hohenheim

Die Stärkung der Wissenschaftskommunikation ist Thema eines Öffentlichen Fachgesprächs des Ausschusses für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung gewesen. Die Sachverständigen waren sich überwiegend darin einig, dass Wissenschaftskommunikation immer wichtiger werde, sie institutionell auch in der Forschung stärker verankert werden müsse und Wissenschaftsjournalismus stärker finanziert werden solle.

Quelle: Dt. Bundestag

Die Corona Krise hat auch die Vergabe der GWP- Förderpreise 2020 beeinflusst. Eine öffentliche Preisverleihung konnte nicht stattfinden, die Jahrestagung der Deutschen Reiterlichen Vereinigung – in den vergangenen Jahren stets der Rahmen für die Preisvergabe – musste abgesagt werden. Die Arbeit der Jury, die aus Hendrik Fiegel, Prof.em Dr. Cornelius Jongeling und Dr. Julia Mack besteht, konnte allerdings fortgesetzt werden und so konnten die Ergebnisse des Förderpreises im geplanten Zeitrahmen verkündet werden.
Quelle: GWP

Wenn die Nachgeburt nicht rechtzeitig oder nur unvollständig abgeht, wirkt sich dies in den meisten Fällen negativ auf die Fruchtbarkeit der Kühe aus. Im Umgang mit der Nachgeburtsverhaltung kommen in der Praxis zum Teil immer noch veraltete Methoden zum Einsatz. Tierärztin Anna Lena Lindau erklärt den aktuellen Wissensstand zur Erfolg versprechenden Behandlung. Das Auftreten von Nachgeburtsverhalten hat auch eine genetische Komponente. Dr. Till Masthoff vom BRS beschreibt, wie der neue Fruchtbarkeitszuchtwert RZRepro dieses Merkmal berücksichtigt.

Quelle: BRS/Milchrind

Die Umsetzbare Energie ist der Maßstab zur Energiebewertung beim Wiederkäuer. Die Gesellschaft für Ernährungsphysiologie (GfE) hat eine neue Schätzgleichung auf Basis von Verdaulichkeitsmessungen für Maisprodukte aus den Jahren 2000 bis 2018 aus neun Versuchseinrichtungen abgeleitet, da sich bei der Validierung der bisherigen Gleichung eine Differenz von bis zu 1 MJ/kg TM zwischen den geschätzten und den aus der Verdaulichkeitsmessung ermittelten ME-Gehalten ergab.

Quelle: Landwirtschaftskammer Niedersachsen

Fast 15.000 Rückmeldungen gab es auf die Umfrage des Fachzentrums für Bienen und Imkerei in Mayen zu den zurückliegenden Herbst- und Winterverlusten. Davon konnten knapp 12.000 anonyme Imkerinformationen für Deutschland ausgewertet werden. Dahinter standen 152.500 eingewinterte Bienenvölker, von denen etwas mehr als 22.000 den Winter nicht überlebten. Dies entspricht für Deutschland einer Verlustquote je nach Berechnungsweg zwischen 14,6 % und 16,4 %, die damit geringer ist, als vor dem Winter prognostiziert. Damals war man von 18 bis 22 % ausgegangen.

Quelle: Deutscher Imkerbund

Genau wie Honigbienen sind Schwebfliegen Erregern von Infektionskrankheiten ausgesetzt und können diese auf Grund ihrer hohen Mobilität über ganze Kontinente verteilen. Darauf haben WissenschaftlerInnen in ihrer Studie hingewiesen. Wir haben in Großbritannien seit einigen Jahren einen Rückgang der Bienen gesehen, aber diese Studie zeigt zum ersten Mal, dass Schwebfliegen diese Krankheiten über viel weitere Strecken verbreiten können, als normalerweise Bienen, so Forschungsleiterin Dr. Emily Bailes von der Royal Holloway Universität. 

Quelle: Vetion

Wie sieht unsere aktuelle Milchviehzucht und -haltung aus? Wo brauchen wir zukunftsweisende Veränderungen? Welche Vorteile und welche Nachteile entstehen bei unterschiedlichen Strategien? Viele Fragen auf die die DGfZ-Projektgruppe Zukunft gesunde Milchkuh in ihrem Positionspapier Antworten liefert.

Die Projektgruppe der Deutsche Gesellschaft für Züchtungskunde (DGfZ) Zukunft gesunde Milchkuh hat ihr Positionspapier Zukunftsfähige Konzepte für die Zucht und Haltung von Milchvieh im Sinne von Tierschutz, Ökologie und Ökonomie veröffentlicht, an dem Landwirte, Wissenschaftler, Züchter und Tierärzte mitgewirkt haben. Das Papier zeigt Strategien für die Zucht, Haltung und Fütterung sowie das dazugehörige Management für eine zukunftsfähige Milchviehhaltung auf. Dabei wurden Möglichkeiten und Grenzen von Maßnahmen wissenschaftlich fundiert erörtert, denn nicht jeder Wunsch der Gesellschaft ist unter den gegenwärtigen Rahmenbedingungen der Produktion umsetzbar. Bestehende Zielkonflikte haben darüber hinaus einen entscheidenden Einfluss darauf, welche betriebsindividuellen Entscheidungen der Landwirt treffen muss. Dies deutlich zu kommunizieren, ist ein Grundbaustein für die Akzeptanz der zukünftigen Milchviehhaltung in Deutschland.

Quelle: DGfZ