Die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) sucht im Auftrag des BMEL Projektnehmer mit Ideen/Konzepten, um mögliche Alternativen mit dem Ziel der Minimierung des Einsatzes antibakteriell wirksamer Arzneimittel bei der Mastitisbehandlung sowie dem Trockenstellen von Milchkühen zu identifizieren, den aktuellen Wissensstand basierend auf wissenschaftlichen Studien und Praxiserfahrungen aufzubereiten sowie praxistaugliche Vorgehensweisen aufzuzeigen und zu demonstrieren.

Bewerbungsfrist: Mittwoch, 29.05.2019, 12:00 Uhr - Betriebe werden durch die Projektnehmer zu einem späteren Zeitpunkt gesucht!

Quelle: BMEL

2018 ist die eingesetzte Antibiotikamenge bei Schweine und Geflügel haltenden Betrieben im QS-System gegenüber dem Vorjahr erneut gesunken. Ein klarer Beleg für den sorgfältigen und verantwortungsvollen Antibiotikaeinsatz durch Tierärzte und Tierhalter. Bei fast allen Wirkstoffgruppen, insbesondere bei den kritischen Antibiotika, hat eine deutliche Reduzierung stattgefunden. Der von Kritikern an dieTiermedizin geäußerte Vorwurf, es finde eine Verschiebung der eingesetzten Wirkstoffe statt, ist widerlegt.

Quelle: QS

Die Haltung von Rindern mit Hörnern ist für das betreuende Personal sowie für alle Tiere der Herde nicht ungefährlich. Agrar-Wissenschaftlerinnen der Universität Kassel haben einen Leitfaden vorgelegt, wie Milchkühe mit Hörnern im Laufstall erfolgreich gehalten werden können.

Quelle: vetion

Das Verwaltungsgericht hat am 27.02.2019 in einem vorläufigen Rechtsschutzverfahren über die Erteilung tierärztlicher Atteste für den Transport von Rindern entschieden.

21 Zuchtrinder sollen nach Marokko exportiert werden. Dazu werden sie vom Antragsteller – der Rinderzucht Schleswig-Holstein (RSH) eG – zunächst zu einer Sammelstelle nach Niedersachsen gebracht. Für den Transport dorthin bedarf es eines tierärztlichen Attests (Vorlaufattest). In Niedersachsen wird dann wiederum durch die örtlich zuständige Stelle eine tierärztliches Attest für den Transport nach Marokko ausgestellt.

Quelle: aho

Die Sonderregelung für die Vermarktung ungeimpfter Tiere aus Sperrzonen in freie Gebiete wird vorerst bis zum 31.03.2019 verlängert. Außerdem befindet sich das BMEL derzeit in Verhandlungen zur Vermarktung von Kälbern aus Sperrzonen in das Ausland.

Quelle: elite

Der Europäische Gerichtshof hat am Dienstag (26.02.2019) entschieden, dass Fleisch aus ritueller Schlachtung, bei der das Tier vorher nicht betäubt wurde, nicht das europäische Bio-Siegel tragen darf. Der Gerichtshof ist der Auffassung, dass die Vorschriften des Unionsrechts die Anbringung des EU-Bio-Logos auf Produkten, die von Tieren stammen, die Gegenstand einer rituellen Schlachtung ohne vorherige Betäubung waren, nicht gestatten.

Der Gerichtshof hebt hervor, dass das Ziel der Unionsvorschriften über die ökologische/biologische Kennzeichnung darin besteht, das Vertrauen der Verbraucher in als ökologisch/biologisch gekennzeichnete Erzeugnisse zu wahren und zu rechtfertigen, und dass es wichtig ist, darauf zu achten, dass die Verbraucher die Sicherheit haben, dass die Erzeugnisse, die das EU-Bio-Logo tragen, auf das die Frage des vorlegenden Gerichts in Wirklichkeit abzielt, tatsächlich unter Beachtung der höchsten Normen, u. a. im Bereich des Tierschutzes, erzeugt wurden.

Quelle: curia.europa/DGfZ

Schleswig-Holstein setzt Rindertransporte in bestimmte Drittländer aus. Seit Freitag, 15.02.2019, stehen Tiertransporte in Schleswig-Holstein im Mittelpunkt des medialen Interesses. Auslöser dafür war, dass die Abfertigung von Zuchtrinderlieferungen in einige Drittländer aus Schleswig-Holstein von drei Veterinärämtern kurzfristig ausgesetzt wurde. Am 25.02.2019 hat Minister Albrecht einen vorläufigen Exportstopp inklusive Vorlaufattestierung bis zum 24.03.2019 verfügt. In diesem Zeitraum soll ein bundesweit abgestimmtes und rechtssicheres Vorgehen erreicht werden.

Quelle: RSH

Der Kreis Rendsburg-Eckernförde wird vorübergehend keine Tiertransporte von Nutz- und Zuchttieren in bestimmte Staaten außerhalb der Europäischen Union mehr genehmigen. Bis auf Weiteres haben auch die Kreise Steinburg und Nordfriesland diesem Exportstopp angeschlossen. Betroffen hiervon sind Exporte in folgende Länder: Türkei, Jemen, Libanon, Marokko, Algerien, Ägypten, Aserbaidschan, Syrien, Jordanien, Kasachstan, Kirgisistan,Tadschikistan, Turkmenistan und Usbekistan. Nicht betroffen sind Tiertransporte innerhalb Deutschlands oder innerhalb der EU, so der Landkreis Rendsburg-Eckernförde in einer Presseinformation.

Quelle: aho

Forscherteam mit Göttinger Beteiligung untersucht, wie Verbraucher Tierfotos wahrnehmen

Fotos spielen eine wichtige Rolle, wenn es darum geht, wie Produkte aus der Landwirtschaft bei Verbraucherinnen und Verbrauchern ankommen. Ein Wissenschaftlerteam der Universitäten Bozen und Göttingen hat untersucht, wie Menschen Fotos von einem Schwein in unterschiedlichen Ställen wahrnehmen und bewerten. Die Ergebnisse sind in der Fachzeitschrift PLoS ONE erschienen.

Quelle: aho

Am 2. April 2019 veröffentlicht vit erstmals für Holsteins (Schwarzbunt, Rotbunt) klassische und genomische Zuchtwerte für direkte Gesundheitsmerkmale: Mastitis-Resistenz, Klauengesundheit, Reproduktion, und Stoffwechselstabilität sowie einen Zuchtwert für Gesundheit-Gesamt. Außerdem wird mit DDcontrol ein spezieller Zuchtwert für Mortellaro-Resistenz veröffentlicht. Die Datengrundlage für die neuen Zuchtwerte basiert unter anderem aus dem Projekt KuhVision, bei dem rund 1.200 Betriebe Gesundheitsdaten erfassen und alle Tiere genotypisieren lassen. Zusätzlich fließen die Informationen zu Abgangsursachen in die Bewertung der Gesundheitsvererbung von Bullen ein, die seit 20 Jahren erfasst werden.

Informationen zum Hintergrund, der Datengrundlage und Aussagefähigkeit der neuen Zuchtwerte finden sich hier (Artikel Gesundheit zielgenau züchten erschienen im Milchrind 1/2019).

Quelle: vit Verden