Der Bundesrat hat am 11. Februar 2021 einem Antrag Nordrhein-Westfalens und Hessens zugestimmt, Lebendtiertransporte in bestimmte Nicht-EU-Länder zu verbieten. Nun ist die Bundesregierung gefragt, ein entsprechendes Verbot von Tiertransporten in Drittstaaten zu prüfen. Der Bundesverband Rind und Schwein e.V. (BRS) begrüßt den Beschluss des Bundesrates, mehr Tierschutz bei langen Transporten in Nicht-EU-Länder einzufordern. Positiv zu bewerten ist das Verbot von Rindertransporten, bei denen das Tierwohl nachweislich nicht sichergestellt werden kann.  Grundsätzlich kritisch beurteilt der BRS ein pauschales Verbot von Zuchtrindertransporten, da hierfür eindeutige Beweise tierschutzwidrigen Handelns vorliegen müssen. Für die Gewährleistung von Tierwohl entlang der gesamten Transportstrecke hat der BRS gemeinsam mit der AFC Consulting Group einen Tierwohlstandard-Tiertransport (TWS-T) entwickelt, der über tierschutzrechtliche Vorgaben hinaus mittels einer App tierwohlrelevante Daten erfasst und in einer Datenbank sichert. Mit dieser standardisierten Form zur Einhaltung von Tierwohl bei Langstreckentransporten wird weitreichende Verlässlichkeit für Wirtschaft und Behörden geschaffen. Der BRS fordert zur Einhaltung von mehr Tierwohl auf Transportstrecken einer standardisierten, europaweiten Regelung.

Quelle: BRS/DGfZ

Ab dem 09. Februar gilt die neue Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung. Von den Änderungen sind vor allem Ferkelerzeuger betroffen. Bernhard Feller von der Landwirtschaftskammer NRW informiert in einem Online-Fachforum, das auf YouTube kostenlos verfügbar ist, welche Änderungen anstehen und wie sich diese lösen lassen. Der Stallbau-Spezialist der Landwirtschaftskammer NRW stellt darin die wesentlichen Änderungen vor und präsentiert Lösungen, wie sich diese Änderungen praxistauglich umsetzen lassen.

Quelle: BRS

Wissenschaftlich fundierte aber verständlich aufbereitete Informationen für Journalist*innen, Ernährungsfachleute und Verbraucher*innen – dies will der Ernährungsradar, ein neues Online-Wissensportal anbieten. Derzeit entsteht das Angebot des Kompetenzzentrums für Ernährung (KErn), der Akademie für Neue Medien (ANM) und der Universität Bayreuth (UBT) in Kulmbach. Ende 2021 soll es online gehen.

Quelle: Universität Bayreuth

Mit dem Statistischen Jahrbuch über Ernährung, Landwirtschaft und Forsten wird für die verschiedenen Bereiche statistisches Grundmaterial angeboten, welches dem Interessenten für weitere Analysen zur Verfügung steht. Mit mehr als 280 tabellarischen Darstellungen wird versucht, einen umfassenden Überblick über den landwirtschaftlichen Bereich zu liefern, wobei zum überwiegenden Teil offizielle Quellen berücksichtigt wurden. Herausgeber des Statistischen Jahrbuches ist das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (Referat 723). Die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung ist mit der Redaktion betraut.

Quelle: bmel

Der Orientierungsrahmen wurde im Projekt EiKoTiGer (Eigenkontrolle Tiergerechtheit) vom KTBL zusam­men mit den Projektpartnern vom Thünen-Institut in Trenthorst (Rind), vom Friedrich-Loeffler-Institut in Celle (Schwein) sowie von der Universität Kassel (Geflügel) erarbeitet. Er enthält Ziel- und Alarmwerte für Indikatoren, die in den Leitfäden Tierschutzindi­katoren: Leitfaden für die Praxis – Rind, – Schwein und – Geflügel vorgeschlagen sind. Er ermöglicht damit eine gemäß Tierschutzgesetz § 11 (8) vorgeschriebene Bewertung der Ergebnisse einer betrieblichen Eigen­kontrolle im Hinblick auf die Tierwohlsituation der Nutztiere. 

Quelle: KTBL

Internationales Patent für Nutztierbiologen aus Dummerstorf

Wissenschaftler des Instituts für Nutztierbiologie Dummerstorf haben ein neues Verfahren zur Vorhersage des Methanausstoßes einer Milchkuh entwickelt. Erstmals ist es möglich, aus einer Milchfettanalyse und der Kenntnis der täglichen Milchmenge die tatsächliche Methanemission zu berechnen. Für die neue Methode wurde von der EU, den USA sowie Kanada ein Patent erteilt; dieses kann zur Reduzierung von klimarelevanten Treibhausgasen zum Einsatz kommen.

Quelle: FBN

Woran können wir eigentlich erkennen, ob ein Schwein glücklich ist? Damit beschäftigte sich die Studie FeelGood- Erfassung positiver Emotionen beim Schwein der Christian-Albrecht-Universität zu Kiel, gefördert vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft. Im Rahmen einer Seminararbeit haben drei Studentinnen über einen längeren Zeitraum Mastschweine in drei verschiedenen Haltungsformen -im konventionellen Spaltenstall, im Strohstall sowie im Outdoorstall- beobachtet. Mit physiologischen und verhaltenstechnischen Tests haben die Studentinnen versucht, positive Emotionen der Schweine zu erfassen. Das Forschungsprojekt FeelGood- Erfassung positiver Emotionen beim Schwein ist eine der ersten Studien überhaupt auf diesem Gebiet. Ziel war, das Thema Tierwohl auf eine sachgerechte Ebene zu bringen und es messbar zu machen. In dem Film der drei Studentinnen werden die Studie, der Versuchsaufbau und die Ergebnisse vorgestellt.

Quelle: Vetion/DGfZ

Das EU-Projekt LIFE WOLFALPS EU mit insgesamt 19 Partnern startete im September 2019 und umfasst die Beobachtung, das Management und den Erhalt der Wolfspopulation im Alpenraum. Das Projekt beinhaltet aber auch Maßnahmen zur Reduzierung von Konflikten zwischen Menschen und Wölfen und zur Unterstützung einer Koexistenz. Gemeinsam arbeiten die Vetmeduni Vienna und die HBLFA Raumberg-Gumpenstein fünf Jahre lang mit Partnern in Italien, Slowenien und Frankreich an der Entwicklung von Unterstützungsmaßnahmen für das Zusammenleben von Menschen und der sich ausbreitenden Wolfspopulation in den Alpen.

Quelle: DGfZ/Vetmeduni

Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) stellen Antibiotikaresistenzen eine der größten Bedrohungen der globalen Gesundheit dar. Allein in Europa sterben mehr als 33.000 Menschen jährlich an den Folgen einer Antibiotikaresistenz. Eine Analyse der Chalmers University of Technology hat aktuell ergeben, dass sich Antibiotikaresistenzen noch schneller ausbreiten könnten, als bisher angenommen. Einen Grund dafür sehen die Forschenden in der genetischen Übertragung der Resistenzmechanismen zwischen Bakterien in unseren Ökosystemen sowie dem Menschen. 

Quelle: vetion

Der frühere Bundesagrarminister Jochen Borchert mahnt beim Umbau der Tierhaltung in Deutschland zur Eile. Im Gespräch mit der Neuen Osnabrücker Zeitung verwies der Vorsitzende des Kompetenznetzwerks Nutztierhaltung auf die vor fast einem Jahr von der Kommission an Bundesagrarministerin Julia Klöckner überreichten Vorschläge: Die nächsten Wochen sind wertvolle Zeit, die genutzt werden muss, sagte Borchert. Der Einstieg muss noch in diesem Jahr, muss noch vor der Bundestagswahl gelingen. Ansonsten drohen infolge der Koalitionsverhandlungen Verzögerungen.

Quelle: Neue Osnabrücker Zeitung