Die Europäische Kommission will im Rahmen der in der Farm-to-Fork-Strategie angekündigten Eignungsprüfung der EU-Tierschutzvorschriften auch die Haltungs- und Transportregeln für Puten checken.

Quelle: topagrar

 

Jürgen Rehage, bisher Universitätsprofessor an der Klinik für Rinder der Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover (TiHo), wird Vizerektor für Lehre und klinische Veterinärmedizin an Vetmeduni Wien. Der Experte für Wiederkäuer folgt somit auf Sibylle Kneissl, die diesen Posten lange Zeit inne hatte. Zusammen mit Rektorin Petra Winter, Otto Doblhoff-Dier (Vizerektor für Forschung und internationale Beziehungen) sowie Manuela Raith (Vizerektorin für Ressourcen und Digitalisierung) wird Rehage ab April 2021 bis zum Jahr 2025 die Geschicke der Vetmeduni Vienna leiten. 

Quelle: vetion

Bei einer Fahrzeugkontrolle durch Zollfahnder im Landkreis Offenbach wurden am 19.12.2020 ca. 500 kg Fleischprodukte sichergestellt. Die Lebensmittel wurden in einem einzelnen Lieferwagen mit rumänischem Kennzeichen gefunden und mehrheitlich als Schweinefleischprodukte identifiziert. Unter anderem handelte es sich um eine große Zahl an Rohwürsten, rohes Hackfleisch, Leberwurst, rohe Schweinefleischteile, sowie auch einige Geflügelschlachtkörper bzw. Geflügelteile. In drei Proben konnte das ASP-Virus-Genom, teils in hoher Mengen, nachgewiesen werden.

Quelle: Landesbetrieb Hessisches Landeslabor/DGfZ

Klauenerkrankungen bedeuten in der Alpwirtschaft für das Tier Stress und für den Landwirt wirtschaftliche Verluste. Bakteriologische Untersuchungen zeigten, dass vor allem Panaritium (Schlegelfäule) sich ausbreitet. Andere häufige Klauenkrankheiten wie Mortellaro treten nicht so häufig auf. Dieser Problematik wollen nun die Ämter für Landwirtschaft der Kantone Uri und Schwyz, der Veterinärdienst der Urkantone, die Korporation Uri und die Hirteverwaltungen Surenen und Fiseten in einem Projekt auf den Grund gehen. Fachlich begleitet durch den Rindergesundheitsdienst und organisatorisch unterstützt durch das Unternehmen Agrofutura setzen sie das vom Bundesamt für Landwirtschaft finanziell unterstützte Projekt «Gesunde Tiere, attraktive Hirtenstellen und weniger Medikamente auf grossen Rinderalpen» von 2020 bis 2022 um.

Quelle: DGfZ

Tierärzte berichten von Anfragen, die Ferkelnarkose per Injektion einzuleiten. Doch die Aufwachphase ist lang.

Ab 1.1.2021 ist die betäubungslose Ferkelkastration in Deutschland endgültig verboten. Eine der zugelassenen Alternativen zur herkömmlichen Kastration ist die Injektionsnarkose. Man injiziert den Ferkeln ein Ketamin-Azaperon-Gemisch. Allerdings lässt sich diese Narkose schlecht steuern und bringt einen relativ langen Nachschlaf der Tiere mit sich. Schweinehalter müssen die frisch kastrierten Ferkel deshalb länger von ihren Artgenossen getrennt halten, sie überwachen und wärmen.

Quelle: SUS

Fachleute erwarten, dass die deutsche Schweineproduktion 2021 um mehr als 10 % sinkt.

Die Agrarmarktinformationsgesellschaft (AMI) erwartet im laufenden Jahr einen drastischen Rückgang der deutschen Schweineproduktion. Nach einer aktuellen Prognose der AMI könnte die Inlandsproduktion von 4,66 Mio. t im letzten Jahr auf 4,09 Mio. t Schweinefleisch im Jahr 2021 abstürzen. Das wäre ein Rückgang um mehr als 12% binnen zwölf Monaten! Der Trend zu einer sinkenden Schweinefleischproduktion in Deutschland wird sich damit deutlich beschleunigen. So konnte die Bundesrepublik noch im Jahr 2016 gut 5 Mio. t Schweinefleisch im Jahr erzeugen.

Quelle: SUS

Am 1.1.2021 startete das MuD Tierschutz-Vorhaben Verbesserung des Tierwohls bei Weidehaltung von Milchkühen mit dem Ziel der Stärkung der Weidehaltung unter Berücksichtung von Tierwohl. Im Fokus: Bestehende Kennzahlen für die Bewertung des Tierwohls von Milchkühen auf weidehaltenden Betrieben und die Entwicklung weiterer Parameter zur Beurteilung des Tierwohls auf der Weide.

Für das Projekt werden ab sofort bundesweit innovative und motivierte landwirtschaftliche Weidebetriebe, die als Modell- und Demonstrationsbetrieb (MuD) mitwirken möchten, gesucht. Über folgenden Link gelangen Sie zur Registierung / Anmeldung als Modellbetrieb: https://www.gruenlandzentrum.org/index.php?option=com_rsform&view=rsform&formId=6

Quelle: BLE

Unter dem Motto »Für eine starke Landwirtschaft und sichere Ernährung« fanden am 20. und 21. Oktober 2020 die 8. Innovationstage erstmals digital statt. Im Fokus der diesjährigen Innovationstage standen Vorhaben aus den Bereichen zukunftsfähige Tierhaltung, sichere Lebensmittel, ressourcenschonender Pflanzenbau und gesundheitlicher Verbraucherschutz. IAuf www.innovationstage-digital.de präsentierten sich Forschungsvorhaben, die durch das Programm zur Innovationsförderung des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL), das Zweckvermögen des Bundes bei der Landwirtschaftlichen Rentenbank (LR) oder den Innovationsfonds der LR gefördert und vom Projektträger der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (ptble) betreut werden.

Die geförderten Projekte sind maßgeblich durch eine enge Kooperation zwischen Unternehmen und Forschungseinrichtungen geprägt. Ziel ist es dabei, innovative Ideen in ein marktfähiges Produkt oder Verfahren umzusetzen. In zahlreichen Beiträgen präsentierten die Verbundprojekte aus Wirtschaft und Forschung aktuelle Ergebnisse laufender Projekte. Zudem konnten sich die Teilnehmer im digitalen Forum »Forschung – Innovation – Produkt« davon überzeugen, wie aus innovativen Ideen zum Projektende marktfähige Produkte und Dienstleistungen werden. BLE

In dem Tagungsband finden sich die Abstracts der vorgestellten Projekte.

Die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) konnte 2.692 Auszahlungsanträge für die Anschaffung eines Isofluran-Narkosegeräts bewilligen. Die meisten Anträge kamen aus Niedersachen, Nordrhein-Westfalen und Bayern. Das BZL hatte über 100 Informationsveranstaltungen beauftragt, in denen sich knapp 2.900 Landwirtinnen und Landwirte bundesweit über die vier Alternativen zur betäubungslosen Ferkelkastration informierten. Das Medienpaket mit Broschüre, Filmen und Erfahrungsberichten steht weiterhin kostenfrei zur Verfügung.

Darüber hinaus steht das umfassende Medienpaket weiterhin kostenfrei zur Verfügung: Eine Broschüre stellt die verschiedenen Methoden, ihre Vor- und Nachteile sowie betriebswirtschaftliche Konsequenzen vor. Zu jeder Methode hält der BZL YouTube-Kanal ein Video mit Erfahrungsberichten bereit. Poster mit Ablaufplänen helfen bei der korrekten Umsetzung im Betrieb. Für mittlere und kleine Schlacht- und Verarbeitungsbetriebe hat das BZL Informationen zur Fleischverarbeitung bei Jungebern und Immunokastraten zusammengestellt. BRS

Das Medienpaket steht im BLE-Medienservice kostenlos zur Verfügung: www.ble-medienservice.de/landwirtschaft/nutztiere/?p=1

Originalmeldung

Pressemeldung BMEL

Zusammen mit Engagierten aus Forschung und Schweinebranche kann nun die SUISAG gemeinsam mit der Vetsuisse Fakultät der Universitäten Bern und Zürich sowie der ETH Zürich und der HAFL den Ursachen der Darmverdrehung (HIS) auf die Spur kommen. Projektstart ist anfangs Jahr. Wegen einer Darmverdrehung kommt es auf einigen Betrieben zu plötzlichen Abgängen von Schweinen, was für den Schweinehalter belastend ist. In der Fachsprache handelt es sich um das Hämorrhagische Intestinal Syndrom – abgekürzt HIS.

Wie kommt es zu dieser Krankheit? Die genaue Ursache ist auch der Forschung noch nicht bekannt. Klar ist, dass HIS verschiedene Ursachen haben kann. So spielt die Umwelt (die Fütterungs-Hygiene, die Wasserqualität und andere Faktoren) wie auch das Erbgut eine Rolle. Wie wichtig die einzelnen Faktoren sind und wie sie zusammen spielen ist hingegen nicht bekannt. SUISAG