27.04.2007

FLI: Infektionsrisiko für Hausgeflügel durch Vogelgrippe gesunken

Insel Riems (aho) - Das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) hat heute eine neue Risikobewertung zur Einschleppung von hochpathogenem aviärem 
Influenzavirus H5N1 (Vogelgrippe) in Nutzgeflügelbestände in Deutschland Veröffentlicht. Darin stuft das FLI das Risiko durch Wildvögel insgesamt als mäßig ein. Damit sinkt die Risikoeinschätzung im Vergleich zum Februar um eine Stufe. Seit August 2006 wurden in Europa keine Fälle von hochpathogenem H5N1 bei Wildvögeln mehr festgestellt. "Wir können trotzdem nicht ausschließen, dass das Virus bei Wildvögeln noch auf niedrigem Niveau vorhanden ist," sagt Prof. Thomas C. Mettenleiter, Präsident des FLI. Dies zeigten die Ausbrüche in Ungarn im Frühjahr 2007. Selbst bei höheren Probenzahlen könne das Monitoring, also die Untersuchung lebender und tot aufgefundener Wildvögel, lediglich Stichproben liefern. Weiterhin sei es wichtig,
nicht nur H5N1 im Auge zu behalten, sondern aviäre Influenzaviren generell. Aus bei Wildvögeln vorkommenden geringpathogenen, also nicht krankmachenden Viren der Subtypen H5 und H7, können durch Mutationjederzeit hochpathogene Geflügelpestviren entstehen.
 
27.04.2007

Bekämpfung der Blauzungenkrankheit anpassen

Der Deutsche Bauernverband (DBV) fordert bei der Bekämpfung der Blauzungenkrankheit eine grundlegende Überarbeitung aller Vorsorge- und Bekämpfungsmaßnahmen. Dies sei angesichts der enormen Auswirkungen auf die Wirtschaft durch den eingeschränkten Handel empfänglicher Tiere dringend erforderlich, erklärte das DBV-Präsidium in einer Entschließung am 24. April 2007 in Berlin. Auch die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) habe die Wirksamkeit der in der EU geltenden Schutzmaßnahmen gegen die Blauzungenkrankheit in Frage gestellt.
 
25.04.2007

Ferkelverluste verringern: Muttereigenschaften von Sauen kaum zu beeinflussen

(aid) - Sauenhaltung entwickelt sich weiter zu Systemen mit größeren Freiräumen. Daher sind gute Muttereigenschaften der Sauen im Hinblick auf möglichst geringe Ferkelverluste gefragt. Zwei Dissertationen an der Universität Kiel (Institut für Tierzucht und Tierhaltung) beschäftigten sich mit messbaren Merkmalen, in denen sich Muttereigenschaften manifestieren könnten sowie mit genetischen Parametern, um diese Eigenschaft(en) züchterisch nutzen zu können.
 
25.04.2007

Acht neue Initiativen im Rahmen des EU-Tierschutzforschungsprojektes Welfare Quality gestartet

Im Rahmen des von der EU geförderten Tierschutzforschungsprojekts Welfare Quality® sind seit Anfang dieses Jahres acht neue Initiativen gestartet worden. Diese sind einerseits auf der Grundlage der Ergebnisse der ersten Stakeholder-Konferenz im November 2005 und andererseits durch Diskussionen mit und Vorschlägen von Interessengruppen entwickelt worden. Eine Beschreibung der neuen Maßnahmen sind im Internet (http://www.welfarequality.net) einsehbar.


Quelle: Welfare Quality
 
20.04.2007

Tiermedizin: ohne Gentechnik geht nichts

In der Tiermedizin sind bio- und gentechnologische Verfahren genauso im Einsatz wie in der Humanmedizin zur Herstellung von Wirkstoffen in der Fermentation, bei der Bakterien, Hefe, Insekten- oder Säugetierzellen zur Wirkstoffproduktion eingesetzt werden. Eine ganz besondere Bedeutung hat die Gentechnik bei der Entwicklung von innovativen Tierimpfstoffen. Oft sind nur so die gestiegenen Anforderungen in Bezug auf höhere Wirksamkeit, geringere Wirkstoffmengen, schnellen Aufbau des Schutzes, hohe Verträglichkeit und Einsatz alternativer Applikationsverfahren (z.B. Aerosolverabreichung) sicherzustellen. Die Notwendigkeit der Verfügbarkeit und der Sicherheit findet seinen Niederschlag auch in den Richtlinien des ökologischen Landbaues. Die Richtlinie EWG Nr. 2092/91 (Artikel 6) sieht den Einsatz von genetisch modifizierten veterinärmedizinischen Produkten ausdrücklich vor.


Quelle: BfT
 
20.04.2007

Grüne Gentechnologie: aktuelle Entwicklungen in Wissenschaft und Wirtschaft

Gentechnologiebericht Die Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften (BBAW) sieht in der Beobachtung der Gentechnologie eine Langzeitaufgabe, ein Projekt zwischen Wissenschaft und Öffentlichkeit. Es geht darum, mit interdisziplinärer Aufmerksamkeit eine Hochtechnologie zu begleiten, die wegen ihrer prinzipiellen Neuartigkeit sowohl auf ihr wissenschaftliches und wirtschaftliches Potential als auch auf ihre ökologischen, gesundheitlichen, im umfassenden Sinn gesellschaftlichen Implikationen mit einer gewissen Kontinuität geprüft werden muss. Im Jahr 2005 erschien der erste deutsche Gentechnologiebericht (Hucho et al., 2005; als pdf-Dokument erhältlich unter http://www.bbaw.de/bbaw/Forschung/Forschungsprojekte). Er schildert in vier Kapiteln Stand und Bedeutung der Gentechnologie in der Genomforschung, Gendiagnostik, Pflanzenzüchtung und Wirtschaft. Der soeben erschiene Band schreibt das Monitoring der Gentechnologie für den Bereich der Pflanzenzüchtung fort und ergänzt das Berichtskapitel um weitere Aspekte, ohne dabei alle dort niedergelegten Aspekte aufs Neue zu analysieren und die gesamte Bandbreite des Themas von den denkbaren Anwendungsbereichen über die gesundheitlichen Aspekte bis hin zu der öffentlichen Akzeptanz erneut darzustellen.
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19.04.2007

EU-Einheitlichkeit beim Tierschutz notwendig

Zum Tierschutzbericht der Bundesregierung

Anlässlich des Kabinettsberichtes der Bundesregierung zum Tierschutzbericht 2007 verwies der Deutsche Bauernverband (DBV) auf die beachtlichen Fortschritte im Tierschutz. Die deutsche Landwirtschaft unternehme erhebliche Anstrengungen zur Umsetzung weltweit führender Tierschutzstandards. Mit der Änderung der Tierschutznutztierhaltungsverordnung wurden in der Haltung von Legehennen und Mastschweinen wichtige Zeichen gesetzt. Nach jahrelanger Diskussion gibt es nun Planungssicherheit für die Schweine- und Geflügelhalter.

Jetzt müssten aber in der landwirtschaftlichen Tierhaltung europaweit die gleichen Tierschutz-Maßstäbe durchgesetzt werden. Nationales wie europäisches Tierschutzrecht müsse deckungsgleich sein, so der DBV. Einseitige nationale Regelungen würden die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Landwirtschaft schwächen, den Tierschutz aber nicht voranbringen.

Quelle: DBV
 
12.04.2007

Umsetzung der DFG-Exzellenzcluster nimmt konkrete Formen an

Neue Professoren, Doktoranden und Postdoktoranden, neue Zentren, neue Strukturen - an vielen Universitäten ist die Umsetzung der von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) ins Leben gerufene Exzellenzinitiative gerade voll im Gang und nimmt immer konkretere Formen an. Die DFG stellt bis 2011 dafür insgesamt 1,9 Milliarden Euro bereit. Ein Teil der Gelder fließt dabei in sogenannte Exzellenzcluster, die auf einem begrenzten Wissenschaftsfeld sowohl herausragende Forschungsbedingungen als auch gute Ausbildungs- und Karrierechancen für Nachwuchswissenschaftler schaffen sollen. Dafür stellt die DFG über eine Laufzeit von fünf Jahren jeweils bis zu 6,5 Millionen Euro jährlich bereit. Dementsprechend groß war der Ansturm in der ersten Bewerberrunde: Insgesamt 157 Skizzen gingen bei der DFG ein. Daraus wurden im Oktober 2006 schließlich 17 Cluster bewilligt, von denen sieben ihren Schwerpunkt in Biologie und Medizin setzen. Derzeit läuft eine zweite Bewerberrunde, deren Entscheidung für Oktober dieses Jahres erwartet wird. 

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04.04.2007

Friedrich-Löffler-Institut koordiniert INN-FLU

Europa Die Europäische Kommission hat für Forschungsprojekte im Bereich der Influenzaforschung in den nächsten Jahren insgesamt 28,3 Millionen € zur Verfügung gestellt. Die Projekte sind in die Breiche Human- und Veterinärmedizin unterteilt. Das Friedrich-Löffler-Institut (FLI) ist im Bereich der Veterinärmedizin an zwei internationalen Projekten beteiligt und hat für das Projekt INN-FLU die Koordinierung übernommmen.
 
03.04.2007

Globaler Aufruf gegen Patente auf Saatgut und Nutztiere

Ein weltweites Verbot von Patenten auf Saatgut und Tiere fordert heute ein neues Bündnis aus Bauernverbänden sowie Umwelt- und Entwicklungshilfeorganisationen. Landwirte geraten in zunehmende Abhängigkeit von Konzernen, die Patente auf Saatgut und Nutztiere besitzen. Das Europäische Patentamt (EPA) hat bereits hunderte Patente auf gentechnisch veränderte und herkömmliche Pflanzen erteilt. Das EPA will nun darüber entscheiden, ob die Züchtung konventioneller Pflanzen generell patentierbar ist. Misereor, Swissaid, Die Erklärung von Bern, Kein Patent auf Leben!, Greenpeace und die Bauernverbände aus Italien (Coldiretti), Argentinien (Federación Agraria Argentina) und Indien (Bharat Krishak Samaj) rufen ab heute auch auf der gemeinsamen Internetseite http://www.no-patents-on-seeds.org zum Protest gegen diese Grundsatzentscheidung des EPA auf.
Für die kürzlich vom Saatgutunternehmen Monsanto eingereichten Patentanträge auf Verfahren der Schweinezucht und auf bestimmte Genabschnitte ist in Deutschland der Förderverein Biotechnologie e.V. (FBF) aktiv. Der Fortschritt eingereichter Patentanträge wird beobachtet, um rechtzeitig intervenieren zu können.
 
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