EU-Informationen

Im Jahr 2017 sind in der Europäischen Union 7,0 % der landwirtschaftlich genutzten Flächen (LF) ökologisch bewirtschaftet worden. Absolut betrachtet waren es laut Angaben des Statistischen Amtes der Europäischen Union (Eurostat) vom 30.1.2019 rund 12,6 Mio. ha; demnach hat das betreffende Anbauareal im Zeitraum 2012 bis 2017 insgesamt um ein Viertel zugenommen. Dabei sind laut Eurostat allerdings auch schon die Flächen berücksichtigt, die sich im Berichtsjahr noch in der Umstellung befanden.

Quelle: proplanta

Die Schweineproduktion in der Europäischen Union wird im nächsten Jahr vermutlich zurückgehen. Nach Schätzungen des EU-Prognoseausschusses wird die Bruttoeigenerzeugung an Schweinen von 269 auf 267 Mio. Stück sinken. Das ist ein Rückgang um knapp 0,8 %. Die stärken Einbrüche erwarte der Ausschuss mit 1,3 % in Frankreich und 1 % in Deutschland. Auch in den durch die ASP geschwächten Ländern Belgien und Polen sind Abstockungen zu erwarten.

Quelle: susonline

Die Europäische Kommission hat heute entschieden, dass Investitionen in Vorsorgemaßnahmen gegen Risse von Weidetieren durch Wölfe zu 100 Prozent durch die Länder finanziert werden können, ohne dass dies als unzulässige Beihilfe gilt. Bislang konnten Schafhaltern und Landwirten nur 80 Prozent der Vorsorgekosten, etwa für die Anschaffung von wolfssicheren Zäunen oder von Herdenschutzhunden erstattet werden. Auch solche Schäden, die infolge eines Wolfsrisses auftreten, dürfen fortan vollständig erstattet werden. Neu ist, dass dies auch für indirekte Schäden gilt, wie zum Beispiel für die Behandlungskosten gerissener Tiere beim Veterinär oder für die Arbeitskosten bei der Suche versprengter Tiere nach einem Angriff. Auch hier waren vorher nur 80 Prozent staatliche Erstattung zulässig. 

Quelle: bmu

Das EU-Parlament hat letzte Woche beschlossen, dass Masttiere weniger Antibiotika erhalten sollen. Laut Vereinbarung wird die Verwendung von antimikrobiellen Mitteln als prophylaktische Maßnahme ohne klinische Anzeichen einer Infektion künftig auf einzelne Tiere beschränkt. Die vorbeugende Anwendung bei ganzen Tiergruppen, bei denen nur ein Tier Anzeichen einer Infektion aufweist, ist nur noch dann möglich, wenn dies von einem Tierarzt ausführlich gerechtfertigt wird und ein sehr hohes Infektionsrisiko besteht. Außerdem soll das Gesetz die Europäische Kommission ermächtigen, bestimmte Antibiotika zu bestimmen, die nur noch bei Menschen eingesetzt werden. Welche dies sind, wurde zunächst nicht kommuniziert.

Quelle: SUS

Anlässlich eines Treffens des EU’s Standing Committee on Plants, Animals, Food and Feed (PAFF) am 19. September 2018 präsentierten

  1. die Teilnehmer Belgiens Details zum aktuellen Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest in Belgien. Sie finden die Präsentation hier.
  2. die Teilnehmer Dänemarks den Nationalen Aktionsplan zum Schutz vor der Afrikanischen Schweinepest. Sie finden die Präsentation hier.

Quelle: aho/DGfZ

Der Europäische Gerichtshof (EuGH) hat zur rechtlichen Einstufung der neuen Züchtungstechniken eine Entscheidung getroffen. Zu den neuen Verfahren zählen beispielsweise Crispr-Cas9, Talens oder ODM. Die Luxemburger Richter standen vor der Frage, ob der Begriff des gentechnisch veränderten Organismus prozessorientiert oder produktorientiert verstanden werden soll.

Das Urteil unterscheidet (leider) nicht zwischen den unterschiedlichen Verfahren. Kurz zusammengefasst:

Durch Mutagenese gewonnene Organismen sind genetisch veränderte Organismen (GVO) und unterliegen grundsätzlich den in der GVO-Richtlinie vorgesehenen Verpflichtungen.

Quelle: Gerichtshof der Europäischen Union/DGfZ

Das Europäische Parlament und Vertreter der Mitgliedsländer haben sich auf Maßnahmen zur Begrenzung des Antibiotikaeinsatzes bei landwirtschaftlichen Nutztieren geeinigt. So soll zukünftig der prophylaktische Einsatz nur noch bei Einzeltieren gestattet werden und dies auch nur dann, wenn es keine alternativen Behandlungsmöglichkeiten gibt und die Gefahr einer schweren Infektionskrankheit besteht. Auch der metaphylaktische Einsatz soll eingegrenzt werden.

Quelle: vetion

Europäisches Parlament

Die EU-Kommission startete am 22. Januar eine Internetbefragung zu den EU-Förderprogrammen zur Entwicklung des ländlichen Raums 2007 – 2013. Die Ergebnisse dieser Konsultation fließen in die Schlussfolgerungen der Kommission aus der Evaluierung ein, die ihrerseits bei der Gestaltung der Gemeinsamen Agrarpolitik für den Zeitraum nach 2020 verwendet werden. 

Quelle: EU KOM / DGfZ

Der Europäische Rechnungshof prüft aktuell die Wirksamkeit der EU-Tierschutzmaßnahmen. Die EU hat für den Zeitraum 2014-2010 rund 1,5 Milliarden Euro für Zahlungen für Tierschutzmaßnahmen bereitgestellt. Diese Maßnahmen sollen zu einem hohen Maß an Tierschutz in der EU beitragen. Der Rechnungshof prüft nun, ob die Mittel einerseits zweckmäßig eingesetzt wurden und inwieweit die Maßnahmen erfolgreich waren. Die Prüfung beschränkt sich dabei auf die landwirtschaftlichen Nutztiere in der EU. Der Prüfbericht soll Ende 2018 vorliegen. Im Rahmen der Prüfung werden auch Besuche in fünf Mitgliedsstaaten durchgeführt. Dabei handelt es sich um Rumänien, Polen, Frankreich, Italien und Deutschland.

Quelle: vetion

Die EFSA hat ihren zweiten EU-Kurzbericht zur Überwachung von Transmissiblen Spongiformen Enzephalopathien (TSE) veröffentlicht.

Bei TSE handelt es sich um eine Gruppe von Krankheiten, die das Gehirn und das Nervensystem von Menschen und Tieren befallen. Dazu gehören Bovine Spongiforme Enzephalopathie (BSE), Scrapie und Chronic Wasting Disease (CWD). Mit Ausnahme der klassischen BSE liegen für keine TSE wissenschaftliche Hinweise darauf vor, dass sie auf den Menschen übertragen werden könnten.

Der vorliegende Bericht enthält Ergebnisse zu Daten, die von allen EU-Mitgliedstaaten, Island, Norwegen und der Schweiz für 2016 erhoben wurden.

Quelle: efsa