Neue wirtschaftliche, politische und gesellschaftliche Rahmenbedingungen werden in diesem Jahrhundert das Bild der zukünftigen Tierzucht und Tierhaltung in Europa erheblich verändern. Wer weiterhin aktiv am Markt bestehen will, der wird sich sowohl dem globalen Wettbewerb als auch den gesellschaftlichen Forderungen stellen müssen. Die Schweinehalter müssen auf der einen Seite über Kosten- senkungen und Leistungssteigerung wettbewerbsfähiger werden, auf der anderen Seite müssen sie die Ansprüche der Gesellschaft beachten.
Der überwiegende Teil der Gesellschaft steht heute der modernen Tierzucht eher fragend und skeptisch gegenüber. Doch ohne technischen Fortschritt sind die Ansprüche der Gesellschaft in der Schweinehaltung nicht umsetzbar. Der Tierzüchter setzt moderne Methoden nicht zum Selbstzweck ein, sie dienen der Kostensenkung, der Nahrungsmittelqualität und -sicherheit, dem Umwelt- und dem Tierschutz. Die Diskussion zwischen Wissenschaft und Praxis stand auch in diesem Jahr wieder
im Mittelpunkt des 7.Schweineworkshops, der am 20. und 21. Februar 2007 in Uelzen unter der Federführung von Professor Dr. Dr. h. c. mult. Ernst Kalm von der Kieler Agrar- und Ernährungswissenschaftlichen Fakultät der Universität Kiel, der Deutschen Gesellschaft für Züchtungskunde e.V., dem Zentralverband der Deutschen Schweineproduktion e.V. und der Uelzener Allgemeinen Versicherungen veranstaltet wurde.
Thema ist "Genetically Modified Animal Feeds". Nähere Informationen erhalten Sie hier:
Die Staatssekretäre der für die Lebensmittelsicherheit und die Tiergesundheit zuständigen Ministerien einigten sich nach ihrer zweitägigen Beratung mit Wissenschaftlern im Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) darauf, dass weiterhin kein Fett von Wiederkäuern an Wiederkäuer verfüttert werden sollte. Wenn geeignete Verfahren und Systeme in der Herstellung garantieren könnten, dass in Futtermitteln für Rinder und Schafe kein arteigenes Fett gelangt und insoweit eine Kreuzkontamination vermieden werden kann, könnte Futter mit artfremdem Fett durchaus wieder an Wiederkäuer verfüttert werden und das geltende nationale Verfütterungsverbot gelockert werden. Experten des Bundes, der Länder und aus der Wissenschaft streben dazu Gespräche mit der Wirtschaft an.. „Mit den geltenden Schutzmaßnahmen gegen die Übertragung von BSE ist Deutschland auf einem guten Weg zur Eliminierung der Tierseuche“, sagte Gerd Lindemann, Staatssekretär des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV). ..
Eine internationale Forschergruppe, an der Wissenschaftler der Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover beteiligt sind, hat einen ersten Entwurf der Pferdegenomsequenz veröffentlicht. Die Sequenz wurde in einer frei zugänglichen Datenbank im Internet veröffentlicht.
Nach zweijähriger Arbeit ist nun die erste Ausgabe des europäischen Journals "Animal" erschienen. Lesen Sie die Beiträge unter www.animal-journal.eu.
Nicht nur eine qualitativ hochwertige und praxisorientierte Berufsbildung, sondern auch eine leistungsfähige und innovative Agrarforschung sind tragende Säulen für die erfolgreiche Zukunft der Land- und Agrarwirtschaft in Deutschland. Aufgrund der beschleunigten technischen und strukturellen Veränderungen in der gesamten Agrar- und Ernährungswirtschaft werden Bildung und Forschung zukünftig einen noch größeren Stellenwert für die Zukunftssicherung der Land- und Agrarwirtschaft und der ländlichen Räume in Deutschland einnehmen. Diese Auffassung äußerten der Präsident des Deutschen Bauernverbandes (DBV), Gerd Sonnleitner, und der DBV-Bildungsbeauftragte Hans-Benno Wichert in einem Spitzengespräch mit Bundesbildungsministerin Dr. Annette Schavan am 31. Januar 2007 in Berlin.
Anhand dieser Publikation können Sie aufkommende Fragen wie z.B. Wer kann sich unter welchen Bedingungen am Wettbewerb um die Fördermittel beteiligen? Wie laüft das Begutachtungsverfahren ab? klären. Abrufen können Sie diese unter www.kowi.de/publikationen.

Quelle: AID der KoWi
22.01.2007

DFG-Förderung 2007

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) zeichnet mit Mitteln des Stifterverbandes für die Deutsche Wissenschaft im Jahr 2007 zwei besonders förderungswürdige Projekte aus dem Bereich Agrarwissenschaften aus. Ausgezeichnet wurde u.a. das Projekt der Universität Göttingen mit dem Titel "Züchterische Möglichkeiten zur Verbesserung der Wirtschaftlichkeit und Ressourceneffizienz der Milchviehhaltung". Dieses Projekt wird von der Arbeitsgruppe von Prof. H. Simianer und Dr. S. König sowie der Arbeitsgruppe um Prof. L. Schaeffer, Guelph, Kanada bearbeitet.
Von Stuttgart bis Siena, von Norwegen bis Schottland haben sich Wissenschaftler zusammengefunden, um auf die Ausschreibung im Rahmen des EU-Projektes CORE Organic (Coordination of European Transnational Research in Organic Food and Farming) länderübergreifende Forschungsanträge zum ökologischen Landbau
einzureichen.
Erneut durchsetzen konnte sich Deutschland gegenüber den Niederlanden bei einem EU-Twinningvorhaben, diesmal als Partner in Litauen beim Projekt „Strengthening of control on bacterial zoonoses and poultry diseases“.