EU-Informationen

Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) wird nächste Woche ihre vorläufige Auswertung einer neuen Studie vorlegen, in der Bedenken hinsichtlich der potenziellen Toxizität eines Glyphosat enthaltenden Herbizids sowie der Glyphosat-toleranten GV-Maissorte NK603 geäußert wurden.

Eine von der Behörde eingesetzte multidisziplinäre Task Force wird den Artikel von Séralini et al. auswerten und, als ersten Schritt eines zweistufigen Verfahrens, eine vorläufige wissenschaftliche Bewertung veröffentlichen.

Sollten Informationslücken festgestellt werden, wird die EFSA sich an die Autoren wenden, um weitere Einzelheiten zu den im Rahmen der zweijährigen Studie verwendeten Methoden zu erfahren.

Die Fachzeitschrift Food and Chemical Toxicology (2012, Online-Vorabveröffentlichung) gibt eine Vorabveröffentlichung.

Pressemeldung

Quelle: EFSA

Lässt die Exposition gegenüber Pestiziden Bienen anfälliger für Krankheiten und Parasitenbefall werden? Die EFSA hat einen Überblick über den aktuellen Wissensstand zu der Frage veröffentlicht, wie – bzw. ob – sich Pflanzenschutzmittel im Zusammenspiel mit weiteren Faktoren nachteilig auf die Bienengesundheit auswirken. Der Bericht ist der jüngste in einer Reihe von Veröffentlichungen der EFSA, in denen die wissenschaftlichen Hintergründe des europaweiten Bienenrückgangs untersucht werden.

Interaction between pesticides and other factors in effects on bees

Quelle: EFSA

Die Europäische Kommission hat am 6. September 2012 die Ausschreibung für eine Studie über Möglichkeiten zur Verminderung der für Ebergeruch ursächlichen Verbindungen durch Züchtungs-, Fütterungs- und Haltungsverfahren veröffentlicht. Die Laufzeit des Projekts beträgt 24 Monate und es werden bis zu 250.000 EUR zur Verfügung gestellt. Anträge müssen spätestens am 30. Oktober 2012 bei der KOM eingegangen sein.

In der Studie soll eine umfassende Bewertung der bestehenden Methoden und Technologien zur Verringerung des Ebergeruchs durchgeführt werden. Darauf aufbauend soll die kosteneffektivste Methode bestimmt werden. Außerdem soll bewertet werden, welche Methoden in den unterschiedlichen Produktionssystemen zum Einsatz kommen könnten.

Alle erforderlichen Informationen finden sich auf der folgenden Website: http://ec.europa.eu/food/animal/welfare/financing/index_en.htm

Quelle: ADT

 

Für die Suche nach möglichen Projektpartnern zur gemeinsamen Antragstellung in den letzten Aufrufen im 7. Forschungsrahmenprogramm gibt es verschiedene Hilfen.
Die beiden Netzwerk-Projekte europäischer Nationaler Kontaktstellen Fit for Health http://www.fitforhealth.eu/ und BIO-NET http://www.ncp-bio.net/Default.aspx bieten auf ihren Webseiten Möglichkeiten zur Partnersuche respektive für das Thema 1 Gesundheit und das Thema 2 Lebensmittel, Landwirtschaft und Fischerei, und Biotechnologie an.

Quelle: NKS

Die landwirtschaftliche Produktion in der Europäischen Union verursacht weiterhin bedeutsame Emissionen und steigert die Luftverschmutzung; im Vergleich zur Situation vor 20 Jahren sind die Austräge jedoch stark zurückgegangen. Das geht aus einem Bericht der Europäischen Umweltagentur (EEA) hervor. Laut den Daten, die bis 2010 ausgewertet wurden, konnten elf Mitgliedstaaten ihre Umweltziele nicht erreichen, die sie im Übereinkommen über weiträumige grenzüberschreitende Luftverunreinigung (Convention on Long-range Transboundary Air Pollution - LRTAP) festgeschrieben hatten.

Quelle: ADR

Am 17. Juli 2012 hat die EU Kommission eine Kommunikation veröffentlicht, in der sie Maßnahmen zur Stärkung des Europäischen Forschungsraums (European Research Area, ERA) beschreibt, um so Exzellenz und Wachstum zu steigern.

Die Prioritäten und Handlungsfelder sind:

Quelle: PTJ

Zahlreiche Akteure aus dem Bereich der bio-basierten Industrien haben gegenüber der Europäischen Kommission ihr Interesse für eine PPP in Bereich der Bioökonomie, sowie ihre Bereitschaft aktiv an dieser PPP mitzuwirken, bekannt gemacht. Die EU Kommission erwägt daher in diesem Bereich eine PPP zu unterstützen und führt eine Konsultation durch.
Den Fragebogen (31 Seiten), das Begleitdokument (2 Seiten) sowie weitere Informationen finden Sie unter
http://ec.europa.eu/research/consultations/bio_based_h2020/consultation_en.htm

Die Konsultation läuft bis zum 6. Oktober 2012.

Quelle: PTJ

Schlachtreste von Schweinen und Geflügel könnten bald wieder als Futtermittel zugelassen sein - zumindest für Fische. Eine Mehrheit der EU-Mitgliedstaaten gab diese Woche grünes Licht für einen entsprechenden Rechtsvorschlag der Europäischen Kommission. Danach soll die Nutzung von verarbeiteten tierischen Proteinen (PAP) von Nicht- Wiederkäuern als Fischfutter wieder möglich sein. Beobachter werten dies als ersten Schritt für eine umfassendere Wiederzulassung solcher PAP.

Die Verfütterung von Schlachtresten an Nutztiere wurde im Zuge der zweiten Krise um die Bovine Spongiforme Enzephalopathie (BSE) 2001 komplett verboten. Aufgrund der erfolgreichen Bekämpfungsmaßnahmen signalisierte die Kommission bereits 2010 Bereitschaft, das Verbot zumindest für Nicht-Wiederkäuer aufzuheben.

Quelle: AgE

EU-Gesundheitskommissar John D a l l i hat zusätzliche EU-Vorschriften für Tiertransporte erneut abgelehnt. Am 16. Juli 2012 bekräftigte er im Agrarrat, dass sich die Anstrengungen auf eine einheitliche Umsetzung der bestehenden Regeln konzentrieren sollten. Damit erteilte Dalli Forderungen von Österreich und den Niederlanden sowie von Dänemark, Schweden und Belgien eine Absage. Der Ruf nach neuen Regeln trägt nicht unbedingt dazu bei, die Wohlfahrt der Tiere tatsächlich zu verbessern, so der Kommissar. Man habe schon ein breites Bündel von rechtlich bindenden und nicht legislativen Maßnahmen vorgeschlagen, um Marktverzerrungen durch ungleiche Umsetzung in den Mitgliedstaaten zu beseitigen und den Tierschutz dadurch beträchtlich zu erhöhen.

Eine Hintertür offenhalten will sich Dalli allerdings: Die Situation von Tieren wie Schlachtpferden, die über besonders weite Strecken transportiert werden, soll noch einmal gesondert geprüft werden. Spanien sprach sich ebenfalls gegen zusätzliche EU-Auflagen aus. Die Europäische Kommission hatte in einem Bericht vom vergangenen November teilweise gravierende Mängel bei Tiertransporten festgestellt, die sie allerdings nicht auf Lücken im EU-Regelwerk, sondern auf lasche Umsetzung und Kontrollen in den Mitgliedstaaten zurückführt.

Quelle: AgE

In Sachen einheitliches EU-Patent bekräftigt der juristische Dienst des Europäischen Parlaments die Bedenken der Europaabgeordneten, dem Beschluss des zurück­liegenden EU-Gipfels zuzustimmen. In einer am Dienstag im Rechtsausschuss des Europäischen Parlaments in Brüssel vorgelegten ersten rechtlichen Stellungnahme kommen die Juristen zum Ergebnis, dass eine wie vom Rat geforderte Streichung der Artikel 6 bis 8 aus der Patent-Verordnung die wesentlichen Bestandteile eines materiell-rechtlichen Patentschutzes ... aufhebt. Ein einheitlicher Schutz des geistigen Eigentums wäre somit europaweit nicht gegeben, was zur Folge hätte, dass die Anforderungen der entsprechenden Rechtsgrundlage im EU-Vertrag nicht erfüllt wären. Bei einer Klage vor dem Europäischen Gerichtshof könnte die Patentver­ordnung daher möglicherweise kassiert werden.

2012 RAPKAY Patent JURI

Quelle: Dr. Udo Bullmann