EU-Informationen

Der EU-Ausschuss für Tiergesundheit stimmte einer Aufhebung der BSE-Testpflicht zu. Ab März 2013 werden gesunde Rinder nicht mehr auf Rinderwahn untersucht.

Der Ständige EU-Ausschuss für die Lebensmittelkette und Tiergesundheit stimmte am Donnerstag in Brüssel einer Lockerung der Auflagen gegen den Rinderwahn zu. Demnach sind BSE-Tests für gesunde Rinder ab März 2013 nicht mehr nötig. Dadurch können jährlich 36 Millionen Euro in der Union eingespart werden.

Quelle: proplanta

Die Europäische Kommission hat einen Leitfaden zum Thema Communicating EU Research & Innovation veröffentlicht. Er stellt die grundlegende Bedeutung der Kommunikation in europäischen Forschungsprojekten dar, präsentiert Beispiele für geeignete Kommunikationsmaßnahmen und enthält eine Checkliste zur Entwicklung einer guten Kommunikationsstrategie. Zudem informiert er über rechtliche Anforderungen während der Projektlaufzeit.
Den Leitfaden finden Sie hier

Quelle: NKSL

Die Ergebnisse der Studie von Séralini et al. können nicht als wissenschaftlich fundiert betrachtet werden, und es besteht keine Notwendigkeit, frühere Sicherheitsbewertungen der genetisch veränderten Maissorte NK603 zu überprüfen. Dies sind die Schlussfolgerungen der von der EFSA am 28.11.2012 vorgelegten abschließenden Auswertung der Publikation. Die Behörde weist außerdem auf den breiten europäischen Konsens hin, der sich infolge unabhängiger und getrennt voneinander durchgeführter Bewertungen durch Einrichtungen von sechs EU-Mitgliedstaaten ergibt, die alle zu der Auffassung gelangt sind, dass die Schlussfolgerungen von Séralini et al. nicht durch die in der Publikation vorgelegten Daten gestützt werden.

Original-Pressemeldung

Horizont 2020: Verfahren und Prozesse sollen stark vereinfacht werden. Schavan: Signal für Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit in Europa.
Die Forschungsminister der EU haben sich am gestrigen Mittwoch über die Förderregularien für das kommende europäische Rahmenprogramm für Forschung und Innovation Horizont 2020 verständigt.

Quelle: BMBF

Das Europäische Patentamt hat drei Patente auf gentechnisch veränderte Schimpansen erteilt.

Wie am 23. Oktober bekannt wurde hatten die US-Pharmaunternehmen Altor Bioscience und Intrexon die Patente beantragt. Sie betreffen verschiedene Tierarten, die mit Hilfe von Gentechnik als Modelltiere optimiert wurden und schließen ausdrücklich Schimpansen mit ein.

Deren ohnehin hohe genetische Ähnlichkeit mit dem Menschen wurde mit Hilfe gentechnischer Methoden noch vergrößert. Intrexon arbeitet nach eigenen Angaben auf dem Gebiet der Synthetischen Biologie. Altor Bioscience hingegen hat sich ein Verfahren patentieren lassen, mit dessen Hilfe Primaten mit einem menschenähnlichen Immunsystem erzeugt werden können. Ziel ist es, auf diese Weise Antikörper für die Forschung zu gewinnen. Bisher hat das Europäische Patentamt rund 1200 Tiere mit gentechnischen Veränderungen patentiert.

Originalpressemeldung

Quelle: BMBF

Die in Deutschland und in der EU für die Lebensmittelsicherheit zuständigen wissenschaftlichen Behörden haben die aktuelle Ratten-Studie französischer Wissenschaftler zu gentechnisch verändertem Mais NK603 einhellig abgelehnt. Kritisiert werden vor allem methodische Mängel, ein unzureichendes Versuchsdesign sowie Fehler bei der Interpretation der Ergebnisse. So hält das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) die Schlussfolgerungen der Autoren um Gilles-Eric Séralini für nicht nachvollziehbar. Noch deutlicher die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA): Die Studie genüge nicht wissenschaftlichen Ansprüchen.

www.transgen.de/aktuell/1690.doku.html

EFSA-Meldung zur franz. Studie

Original-Pressemeldung (transgen)

BVL zur Studie

BfR zur Studie

Biologenverband zur Studie

Statistiker zur Studie

Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) wird nächste Woche ihre vorläufige Auswertung einer neuen Studie vorlegen, in der Bedenken hinsichtlich der potenziellen Toxizität eines Glyphosat enthaltenden Herbizids sowie der Glyphosat-toleranten GV-Maissorte NK603 geäußert wurden.

Eine von der Behörde eingesetzte multidisziplinäre Task Force wird den Artikel von Séralini et al. auswerten und, als ersten Schritt eines zweistufigen Verfahrens, eine vorläufige wissenschaftliche Bewertung veröffentlichen.

Sollten Informationslücken festgestellt werden, wird die EFSA sich an die Autoren wenden, um weitere Einzelheiten zu den im Rahmen der zweijährigen Studie verwendeten Methoden zu erfahren.

Die Fachzeitschrift Food and Chemical Toxicology (2012, Online-Vorabveröffentlichung) gibt eine Vorabveröffentlichung.

Pressemeldung

Quelle: EFSA

Lässt die Exposition gegenüber Pestiziden Bienen anfälliger für Krankheiten und Parasitenbefall werden? Die EFSA hat einen Überblick über den aktuellen Wissensstand zu der Frage veröffentlicht, wie – bzw. ob – sich Pflanzenschutzmittel im Zusammenspiel mit weiteren Faktoren nachteilig auf die Bienengesundheit auswirken. Der Bericht ist der jüngste in einer Reihe von Veröffentlichungen der EFSA, in denen die wissenschaftlichen Hintergründe des europaweiten Bienenrückgangs untersucht werden. www.efsa.europa.eu/de/supporting/pub/340e.htm

Interaction between pesticides and other factors in effects on bees

Quelle: EFSA

Die Europäische Kommission hat am 6. September 2012 die Ausschreibung für eine Studie über Möglichkeiten zur Verminderung der für Ebergeruch ursächlichen Verbindungen durch Züchtungs-, Fütterungs- und Haltungsverfahren veröffentlicht. Die Laufzeit des Projekts beträgt 24 Monate und es werden bis zu 250.000 EUR zur Verfügung gestellt. Anträge müssen spätestens am 30. Oktober 2012 bei der KOM eingegangen sein.

In der Studie soll eine umfassende Bewertung der bestehenden Methoden und Technologien zur Verringerung des Ebergeruchs durchgeführt werden. Darauf aufbauend soll die kosteneffektivste Methode bestimmt werden. Außerdem soll bewertet werden, welche Methoden in den unterschiedlichen Produktionssystemen zum Einsatz kommen könnten.

Alle erforderlichen Informationen finden sich auf der folgenden Website: http://ec.europa.eu/food/animal/welfare/financing/index_en.htm

Quelle: ADT

 

Für die Suche nach möglichen Projektpartnern zur gemeinsamen Antragstellung in den letzten Aufrufen im 7. Forschungsrahmenprogramm gibt es verschiedene Hilfen.
Die beiden Netzwerk-Projekte europäischer Nationaler Kontaktstellen Fit for Health www.fitforhealth.eu und BIO-NET www.ncp-bio.net/Default.aspx bieten auf ihren Webseiten Möglichkeiten zur Partnersuche respektive für das Thema 1 Gesundheit und das Thema 2 Lebensmittel, Landwirtschaft und Fischerei, und Biotechnologie an.

Quelle: NKS