EU-Informationen

Das Europäische Patentamt hat drei Patente auf gentechnisch veränderte Schimpansen erteilt.

Wie am 23. Oktober bekannt wurde hatten die US-Pharmaunternehmen Altor Bioscience und Intrexon die Patente beantragt. Sie betreffen verschiedene Tierarten, die mit Hilfe von Gentechnik als Modelltiere optimiert wurden und schließen ausdrücklich Schimpansen mit ein.

Deren ohnehin hohe genetische Ähnlichkeit mit dem Menschen wurde mit Hilfe gentechnischer Methoden noch vergrößert. Intrexon arbeitet nach eigenen Angaben auf dem Gebiet der Synthetischen Biologie. Altor Bioscience hingegen hat sich ein Verfahren patentieren lassen, mit dessen Hilfe Primaten mit einem menschenähnlichen Immunsystem erzeugt werden können. Ziel ist es, auf diese Weise Antikörper für die Forschung zu gewinnen. Bisher hat das Europäische Patentamt rund 1200 Tiere mit gentechnischen Veränderungen patentiert.

Originalpressemeldung

Quelle: BMBF

Die in Deutschland und in der EU für die Lebensmittelsicherheit zuständigen wissenschaftlichen Behörden haben die aktuelle Ratten-Studie französischer Wissenschaftler zu gentechnisch verändertem Mais NK603 einhellig abgelehnt. Kritisiert werden vor allem methodische Mängel, ein unzureichendes Versuchsdesign sowie Fehler bei der Interpretation der Ergebnisse. So hält das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) die Schlussfolgerungen der Autoren um Gilles-Eric Séralini für nicht nachvollziehbar. Noch deutlicher die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA): Die Studie genüge nicht wissenschaftlichen Ansprüchen.

www.transgen.de/aktuell/1690.doku.html

EFSA-Meldung zur franz. Studie

Original-Pressemeldung (transgen)

BVL zur Studie

BfR zur Studie

Biologenverband zur Studie

Statistiker zur Studie

Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) wird nächste Woche ihre vorläufige Auswertung einer neuen Studie vorlegen, in der Bedenken hinsichtlich der potenziellen Toxizität eines Glyphosat enthaltenden Herbizids sowie der Glyphosat-toleranten GV-Maissorte NK603 geäußert wurden.

Eine von der Behörde eingesetzte multidisziplinäre Task Force wird den Artikel von Séralini et al. auswerten und, als ersten Schritt eines zweistufigen Verfahrens, eine vorläufige wissenschaftliche Bewertung veröffentlichen.

Sollten Informationslücken festgestellt werden, wird die EFSA sich an die Autoren wenden, um weitere Einzelheiten zu den im Rahmen der zweijährigen Studie verwendeten Methoden zu erfahren.

Die Fachzeitschrift Food and Chemical Toxicology (2012, Online-Vorabveröffentlichung) gibt eine Vorabveröffentlichung.

Pressemeldung

Quelle: EFSA

Lässt die Exposition gegenüber Pestiziden Bienen anfälliger für Krankheiten und Parasitenbefall werden? Die EFSA hat einen Überblick über den aktuellen Wissensstand zu der Frage veröffentlicht, wie – bzw. ob – sich Pflanzenschutzmittel im Zusammenspiel mit weiteren Faktoren nachteilig auf die Bienengesundheit auswirken. Der Bericht ist der jüngste in einer Reihe von Veröffentlichungen der EFSA, in denen die wissenschaftlichen Hintergründe des europaweiten Bienenrückgangs untersucht werden. www.efsa.europa.eu/de/supporting/pub/340e.htm

Interaction between pesticides and other factors in effects on bees

Quelle: EFSA

Die Europäische Kommission hat am 6. September 2012 die Ausschreibung für eine Studie über Möglichkeiten zur Verminderung der für Ebergeruch ursächlichen Verbindungen durch Züchtungs-, Fütterungs- und Haltungsverfahren veröffentlicht. Die Laufzeit des Projekts beträgt 24 Monate und es werden bis zu 250.000 EUR zur Verfügung gestellt. Anträge müssen spätestens am 30. Oktober 2012 bei der KOM eingegangen sein.

In der Studie soll eine umfassende Bewertung der bestehenden Methoden und Technologien zur Verringerung des Ebergeruchs durchgeführt werden. Darauf aufbauend soll die kosteneffektivste Methode bestimmt werden. Außerdem soll bewertet werden, welche Methoden in den unterschiedlichen Produktionssystemen zum Einsatz kommen könnten.

Alle erforderlichen Informationen finden sich auf der folgenden Website: http://ec.europa.eu/food/animal/welfare/financing/index_en.htm

Quelle: ADT

 

Für die Suche nach möglichen Projektpartnern zur gemeinsamen Antragstellung in den letzten Aufrufen im 7. Forschungsrahmenprogramm gibt es verschiedene Hilfen.
Die beiden Netzwerk-Projekte europäischer Nationaler Kontaktstellen Fit for Health www.fitforhealth.eu und BIO-NET www.ncp-bio.net/Default.aspx bieten auf ihren Webseiten Möglichkeiten zur Partnersuche respektive für das Thema 1 Gesundheit und das Thema 2 Lebensmittel, Landwirtschaft und Fischerei, und Biotechnologie an.

Quelle: NKS

Die landwirtschaftliche Produktion in der Europäischen Union verursacht weiterhin bedeutsame Emissionen und steigert die Luftverschmutzung; im Vergleich zur Situation vor 20 Jahren sind die Austräge jedoch stark zurückgegangen. Das geht aus einem Bericht der Europäischen Umweltagentur (EEA) hervor. Laut den Daten, die bis 2010 ausgewertet wurden, konnten elf Mitgliedstaaten ihre Umweltziele nicht erreichen, die sie im Übereinkommen über weiträumige grenzüberschreitende Luftverunreinigung (Convention on Long-range Transboundary Air Pollution - LRTAP) festgeschrieben hatten.

Quelle: ADR

Am 17. Juli 2012 hat die EU Kommission eine Kommunikation veröffentlicht, in der sie Maßnahmen zur Stärkung des Europäischen Forschungsraums (European Research Area, ERA) beschreibt, um so Exzellenz und Wachstum zu steigern.

Die Prioritäten und Handlungsfelder sind:

Quelle: PTJ

Zahlreiche Akteure aus dem Bereich der bio-basierten Industrien haben gegenüber der Europäischen Kommission ihr Interesse für eine PPP in Bereich der Bioökonomie, sowie ihre Bereitschaft aktiv an dieser PPP mitzuwirken, bekannt gemacht. Die EU Kommission erwägt daher in diesem Bereich eine PPP zu unterstützen und führt eine Konsultation durch.
Den Fragebogen (31 Seiten), das Begleitdokument (2 Seiten) sowie weitere Informationen finden Sie unter
ec.europa.eu/research/consultations/bio_based_h2020/consultation_en.htm

Die Konsultation läuft bis zum 6. Oktober 2012.

Quelle: PTJ

Schlachtreste von Schweinen und Geflügel könnten bald wieder als Futtermittel zugelassen sein - zumindest für Fische. Eine Mehrheit der EU-Mitgliedstaaten gab diese Woche grünes Licht für einen entsprechenden Rechtsvorschlag der Europäischen Kommission. Danach soll die Nutzung von verarbeiteten tierischen Proteinen (PAP) von Nicht- Wiederkäuern als Fischfutter wieder möglich sein. Beobachter werten dies als ersten Schritt für eine umfassendere Wiederzulassung solcher PAP.

Die Verfütterung von Schlachtresten an Nutztiere wurde im Zuge der zweiten Krise um die Bovine Spongiforme Enzephalopathie (BSE) 2001 komplett verboten. Aufgrund der erfolgreichen Bekämpfungsmaßnahmen signalisierte die Kommission bereits 2010 Bereitschaft, das Verbot zumindest für Nicht-Wiederkäuer aufzuheben.

Quelle: AgE