Presse
Die Initiative Tierwohl (ITW) verlängert die laufende Registrierungsphase für Ferkelaufzüchter bis zum 26. Juni 2026, um zusätzliche Betriebe in das Tierwohlprogramm zu integrieren. Ziel ist es, die bestehende Lücke zwischen Ferkelaufzucht und Schweinemast zu schließen und eine durchgängige Nämlichkeit
der Tiere im ITW-System von der Geburt bis zur Schlachtung zu erreichen. Neu teilnehmende Betriebe können frühestens ab dem 1. Juli 2026 und spätestens ab dem 1. Oktober 2026 mit der Umsetzung beginnen; die Budgetzusicherung aus dem Ferkelfonds gilt jedoch nur bis Ende 2026. Voraussetzung für die Auszahlung des Tierwohlentgelts ist, dass die Ferkel an ITW-zertifizierte Mäster geliefert werden, was eine enge Abstimmung entlang der Wertschöpfungskette erfordert.
Quelle: Initiative Tierwohl,
Das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) hat seine aktuelle epidemiologische Risikoeinschätzung zur Hochpathogenen Aviären Influenza (HPAI H5, Klade 2.3.4.4B) herausgegeben. Für den Monat Juni 2026 prognostizieren die Wissenschaftler bundesweit eine kontinuierlich rückläufige Tendenz bei den Nachweisen des Geflügelpest-Virus sowohl bei Wildvögeln als auch in Geflügelbeständen. Trotz dieses positiven Gesamttrends verbleibt das epidemiologische Risiko lokal heterogen verteilt. Insbesondere in den Brutkolonien von Küstenvögeln sowie in spezifischen binnenländischen Wasservogelkolonien muss saisonbedingt mit lokalen häufungen von Infektionen gerechnet werden. Die laufende molekularbiologische Überwachung ist für die Geflügelwirtschaft weiterhin sehr wichtig, um potenzielle Viruseinträge in Nutztierbestände frühzeitig zu unterbinden.
Quelle: Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) / DGfZ
Original-Webseite auf fli.de
Zwei Jahre nach dem Erstausbruch der Afrikanischen Schweinepest (ASP) in Hessen (Mitte Juni 2024) ziehen das hessische Umweltministerium und der Bauernverband eine kritische Bilanz der Seuchenbekämpfung. Bislang wurden in den betroffenen Regionen über 7.000 Kadaver oder Kadaverteile registriert, wovon mehr als 2.300 Proben positiv auf das ASP-Virus getestet wurden. Zur Eindämmung der Seuche wurden massive infrastrukturelle Maßnahmen ergriffen, darunter der Bau von über 400 Kilometern Festzäunen sowie der zusätzliche Einsatz flexibler Elektrozäune. Die wirtschaftlichen Folgen für die Nutztierhaltung sind erheblich, da zahlreiche landwirtschaftliche Betriebe innerhalb der Restriktionszonen ihre Schweinehaltung aufgegeben oder drastisch reduziert haben. Experten klassifizieren die Tilgung der für Hausschweine tödlichen, für den Menschen jedoch ungefährlichen Seuche als langfristigen Marathon
, dessen Ende derzeit nicht absehbar ist.
Quelle: Proplanta / DGfZ
BMLEH veröffentlicht Projekt-Ausschreibung im Bundesanzeiger zur Förderung der Agrarexportstrategie
Das Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) treibt seine Agrarexportstrategie voran und fördert ab sofort Projekte von Verbänden und Unternehmen zur Erschließung neuer Märkte. Bezuschusst werden unter anderem Marktanalysen, Marketingmaßnahmen und Fachveranstaltungen mit bis zu 50 Prozent der Kosten. Interessierte können ihre Ideenskizzen und Anträge bis zum 15. Juli 2026 per E-Mail beim Ministerium einreichen. Eine Zusammenfassung der wichtigsten Informationen zur Bekanntmachung finden Sie auf unserer Homepage www.bmleh.de/staerkung-aussenhandel
BMLEH / DGfZ
Die Afrikanische Schweinepest (ASP) breitet sich weiter im Wildschweinbestand im Sauerland aus. Das Landwirtschaftsministerium NRW hatte bereits eine Erweiterung der Sperrzonen angekündigt. So gilt nun beispielsweise der gesamte Kreis Siegen-Wittgenstein als Sperrzone I bzw. II. Die ASP-infizierten Wildschweinkadaver bei Netphen-Grissenbach haben jedoch auch direkte Auswirkungen auf die benachbarten Bundesländer. Der rheinland-pfälzische Kreis Altenkirchen – nur zwölf Kilometer vom Seuchengeschehen entfernt – hat eine Sperrzone I eingerichtet. Sie deckt einen etwa sieben Kilometer breiten Korridor zur Landesgrenze nach NRW ab und dient als Vorsichtsmaßnahme. Gemeinsam mit dem Westerwaldkreis planen die Behörden, einen ASP-Schutzzaun entlang der Grenze zu errichten. Auch der Lahn-Dill-Kreis und der Landkreis Marburg-Biedenkopf in Hessen haben reagiert. Sie haben Sperrzonen I bzw. II ausgewiesen, die die dortigen Schweinehalter direkt beeinflussen.
Quelle: Sus online
25 Jahre ZuchtData – 25 Jahre Datenkompetenz
Zum 25 jährigen Jubiläum blickt die ZuchtData EDV Dienstleistungen GmbH auf eine beeindruckende Entwicklung zurück: Seit ihrer Ausgliederung im Jahr 2001 hat sich das Unternehmen von einer kleinen, spezialisierten Einheit zu einem zentralen digitalen Dienstleister der österreichischen Rinderzucht entwickelt. Mit zahlreichen erfolgreich umgesetzten und aktuellen Projekten, wachsender Nachfrage nach datenbasierten Lösungen und einem Generationenwechsel in der Geschäftsführung stellt sich ZuchtData zukunftsfit auf und treibt die digitale Weiterentwicklung der Branche maßgeblich voran. Die ZuchtData wurde am 24. April 2001 aus der damaligen Zentralen Arbeitsgemeinschaft österreichischer Rinderzüchter (ZAR), der heutigen RINDERZUCHT AUSTRIA, ausgegliedert und als eigenständige GmbH gegründet.
Quelle: Christian Rehling und Lukas Kalcher (Rinderzucht Austria)
Wie ENSURE die Kälbergesundheit verbessert
Gesunde Kälber sind der Schlüssel zum Erfolg in der Rinderhaltung. Genau hier setzt das Forschungsprojekt ENSURE mit unter anderem deutscher Beteiligung (LGL Baden-Württemberg) an. Gesucht werden Fleckvieh- und Brown-Swiss-Projektbetriebe – jetzt teilnehmen!
Die Gesundheit von Kälbern ist ein zentraler Erfolgsfaktor in der Rinderwirtschaft. Sie beeinflusst nicht nur das Tierwohl, sondern auch maßgeblich die Wirtschaftlichkeit eines Betriebs. Gesunde Kälber bedeuten geringere Verluste, geringere Behandlungskosten, einen reduzierten Arbeitsaufwand und höhere Gewinne durch bessere Leistungen in der Aufzucht und im späteren Leben der Tiere.
Quelle: Kristina Linke (Rinderzucht Austria)
Unter dem Motto Spannendes aus Wissenschaft und Praxis rund um das Pferd
führt die Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaft um das Pferd (GWP) am Donnerstag 11.06.2026, 18:30 Uhr, die Reihe der beliebten Vortragsveranstaltungen mit sehr kompetenten Referentinnen und Referenten per Zoom-Videokonferenz fort.
Quelle: GWP
Für eine wissenschaftliche Untersuchung werden derzeit Teilnehmer für eine Online-Umfrage zum Parasitenmanagement beim Pferd gesucht. Angesprochen sind alle, die ein oder mehrere Pferde besitzen oder betreuen.
Die Befragung wird vom Institut für Parasitologie der Veterinärmedizinischen Fakultät der Universität Leipzig durchgeführt. Ziel ist es, aktuelle Informationen über die Anwendung von Anthelminthika und das Parasitenmanagement in der Praxis zu sammeln.
Die Umfrage umfasst Fragen zur Haltung, zum Einsatz von Entwurmungsmitteln sowie zu weiteren Maßnahmen im Umgang mit Parasiten. Die Teilnahme ist anonym, sodass keine Rückschlüsse auf einzelne Personen oder Betriebe möglich sind. Alle Angaben werden vertraulich behandelt und ausschließlich für wissenschaftliche Auswertungen verwendet.
Die Bearbeitung dauert nur etwa 10 Minuten. Mit der Teilnahme leisten Sie einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung der Pferdegesundheit.
Quelle: DGfZ/Uni Leipzig
Am 1. Juni 2026 wird Dr. Diane Wischner-Pingel die Nachfolge von Manfred Weber antreten als Referentin in der staatlichen Zuchtleitung Pferd und im Kompetenzzentrum Pferd Baden-Württemberg. Sie wird als staatliche Zuchtleiterin für Kaltblut- und Kleinpferderassen dem Pferdezuchtverband Baden-Württemberg e.V. zur Dienstleistung überlassen und übernimmt die stellvertretende Leitung des Kompetenzzentrums Pferd BW, das Aus- und Weiterbildung für alle Pferdehalter im Land anbietet und vielfältige Aufgaben in der Zusammenarbeit mit den Partnern im Kompetenznetzwerk Pferd hat.
Quelle: Haupt- und Landgestüt Marbach
Foto: Dr. Diana Wischner Pingel Foto Privat







